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Gottéron stoppt den Davos-Express

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Wie wenig vom hochgelobten Davoser Offensivhockey gestern zu sehen war, zeigt ein Blick auf die Statistik: Gegen ein unter anderem dank Rückkehrer Philippe Furrer defensiv äusserst kompaktes Gottéron brachten die Bündner in den ersten beiden Dritteln nur je vier Torschüsse zustande. Acht Schüsse nach 40 Minuten – ein rekordverdächtig tiefer Wert. «Wenn wir gegen gute Teams wenig zulassen, höre ich oft, der Gegner habe nicht wie gewohnt gespielt», sagte Freiburgs Trainer Christian Dubé nach dem Spiel. «Aber ich denke, dass das eben auch an uns liegt. Wir haben Davos sehr wenig Platz gelassen, um sich zu entfalten, und im Tor hat Reto (Berra) aktiv mitgespielt und dadurch viele Angriffe im Keim erstickt.»

Dank der überzeugenden Defensivleistung spielte es am Ende auch keine Rolle, dass im Angriffsspiel der Freiburger bei weitem nicht alles wie gewünscht funktionierte. Das Spiel bot insgesamt unterdurchschnittlich viele zusammenhängende Offensivaktionen. Dabei begann es in dieser Hinsicht vielversprechend. Bereits in der 5. Minute reagierte Gottérons Topskorer Ryan Gunderson am schnellsten, als Joren van Pottelberghe einen Schuss von Matthias Rossi nur nach vorne abwehren konnte. Doch die Freiburger Führung hielt nur 96 Sekunden an, dann erzielte Felicien Du Bois bereits den Ausgleich. Es war das erste Mal, dass Gottérons vierter Block um Flavio Schmutz und Sandro Schmid auf dem Eis stand. Die Formation hatte im Startdrittel grosse Mühe, die wenigen Einsätze jeweils unbeschadet zu überstehen.

Sorgenkind Sprunger

Im Mitteldrittel schien sich das Spiel für Gottéron dann zunächst in eine ungute Richtung zu entwickeln. Gleich nach 30  Sekunden vergab Julien Sprunger völlig allein vor dem Davoser Goalie eine Riesenmöglichkeit. Eine Situation, die die momentanen Auftritte des Captains gut veranschaulichte. Trainer Christian Dubé versucht den richtigen Platz für Sprunger zu finden. Auch gestern stellte er wieder die Linien um, liess Sprunger an der Seite von David Desharnais und Killian Mottet auflaufen. Doch auch das wollte nicht so richtig funktionieren. Dem langjährigen Torschützen vom Dienst fehlt im Abschluss die gewohnte Selbstverständlichkeit, er blieb gestern zum achten Mal in Serie ohne Tor und fand weder bei fünf gegen fünf noch in Überzahl so recht Zugriff auf das Spiel. «Ich kann ihm einzig dadurch zu helfen versuchen, dass ich ihm gute Partner an die Seite stelle», so Dubé zur Personalie Sprunger. «Er hatte seine Chancen, für den Rest muss er selbst einen Weg finden, die Blockade zu lösen. Aber er hat so viel Erfahrung, dass ihm das bestimmt bald gelingen wird.»

Ein Powerplay war es dann, das die Sorgenfalten der Fans im St. Leonhard tiefer werden liess. 58 Sekunden lang konnte Gottéron in der 27. Minute in doppelter Überzahl spielen. Das Resultat: ein einziger halbherziger Handgelenkschuss aus der Distanz.

Als danach das Publikum unruhiger und die Freiburger Spieler unsicherer wurden, erzielte Daniel Brodin exakt bei Spielmitte mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss ins Lattenkreuz das so wichtige 2:1. «Nach dem miserablen Powerplay dachte ich schon: ‹Das darf doch nicht wahr sein.› Solche Situationen können einem Team sehr weh tun und einen Match in neue Bahnen lenken. Doch zum Glück zerbrachen wir nicht daran. Brodins Tor hat uns in dieser Situation sehr geholfen», analysierte Dubé.

Marchons erster Skorerpunkt

Es war die entscheidende Situation in diesem Match. Danach hatte Gottéron die Partie gut im Griff. Zu Beginn des Schlussdrittels war der vierte Block des Heimteams dann für einmal nicht mit Verteidigungsarbeit beschäftigt, sondern holte im gegnerischen Drittel eine Strafe heraus. Im daraus resultierenden Powerplay machte Nathan Marchon mit dem 3:1 den Deckel auf die Partie. Für den Stürmer war es der erste Skorerpunkt in seinem 19. Saisonspiel. Damit gab Marchon Dubé für die doch eher überraschende Massnahme recht, einen punktelosen Spieler in Überzahl einzusetzen. «Ich weiss, dass er offensive Qualitäten hat, deshalb habe ich ihm diese Chance gegeben – und er hat sie genutzt.»

Zwar rannten die Davoser danach noch einmal mit dem Mut der Verzweiflung an und deckten Reto Berra plötzlich mit Schüssen ein, doch so richtig gefährlich wurde es vor dem einmal mehr starken Freiburger Torhüter nur selten.

Für den letzten Match vor der Nationalmannschaftspause reist Gottéron heute zum Strichkampf beim aufstrebenden SC Bern, der mit dem neuen finnischen Goalie Tomi Karhunen zuletzt zweimal in Folge gewann.

Telegramm

Gottéron – Davos 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

6136 Zuschauer. – SR Müller/Holm, Fuchs/Progin. – Tore: 5. Gunderson (Rossi) 1:0. 6. Du Bois 1:1. 31. Brodin (Stalder) 2:1. 44. Marchon (Mottet, Gunderson/Ausschluss Kienzle) 3:1. Strafen: je 5-mal 2 Minuten.

Freiburg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Abplanalp, Furrer; Kamerzin, Chavaillaz; Marti; Sprunger, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Marchon; Brodin, Bykow, Stalberg; Vauclair, Schmutz, Schmid; Lauper.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Barandun; Heinen; Ambühl, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Eggenberger, Bader, Herzog; Frehner, Marc Aeschlimann, Egli; Canova.

Bemerkungen: Gottéron ohne Forrer (verletzt), Davos ohne Baumgartner (U20-B-WM mit Österreich), Dino Wieser, Marc Wieser, Paschoud, Stoop (alle verletzt) und Rantakari (überzähliger Ausländer). Timeout Davos (58.), ab 57:02 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Gunderson, Nygren.

Der heutige Gegner

Fakten zum SC Bern

• Die einstige Heimmacht ist mit nur gerade 6 Siegen aus 13  Heimspielen in der Statistik das zweitschwächste Team der Liga. Von den letzten 5 Heimspielen verlor der SCB 4.

• In Sachen Direktduelle liegt der SCB in dieser Saison gegen Gottéron hinten. Die Berner gewannen zwar den ersten Vergleich (3:1), verloren aber anschliessen zweimal (1:2, 1:5).

• Mit 10 Punkten aus 20  Spielen und einer Minus-10-Bilanz läuft es dem Freiburger SCB-Stürmer Tristan Scherwey noch nicht nach Wunsch.

Der neue finnische Goalie Tomi Karhunen weist nach drei Spielen eine Abwehrquote von 92,9 Prozent auf.

fm

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