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Gottéron stürzt SCB weiter ins Elend

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In der Vergangenheit waren die Zähringer Derbys zwischen Gottéron und dem SC Bern häufig Spitzenspiele, gelegentlich ging es gar um Meistertitel. Dies ist in dieser Saison ganz anders, Freiburg gegen Bern war am Samstag nur der Match des Neunten gegen den Zehnten. Derweil sich die Drachen in letzter Zeit daran gewöhnt haben, in dieser Tabellenregion zu verkehren, kam der SCB immerhin als stolzer Meister ins ausverkaufte St. Leonhard. Sportlich sind die Hauptstädter jedoch weit von ihren besten Tagen entfernt. So gesehen war am Ende der zweite Saisonsieg der Freiburger über die arg ersatzgeschwächten Mutzen nicht unbedingt eine riesige Überraschung. Die Formkurve der beiden alten Rivalen verläuft im Moment komplett diagonal: Während die Saanestädter zuletzt von Sieg zu Sieg eilen, konnte der Meister im November nur gerade zu Hause den Tabellenführer ZSC besiegen. Freiburgs Trainer Christian Dubé sprach nach dem Heimerfolg gegen seinen Ex-Klub, mit dem er als Spieler Schweizer Meister geworden war, von einem fast perfekten Wochenende (fünf Punkte in zwei ­Spielen), während man seitens der Berner die Halle kurz vor 23  Uhr inklusive riesigem Staff mit gesenkten Köpfen verliess. Mancher neutrale Zuschauer fragte sich zu Recht, wie lang sich Geschäftsführer Marc ­Lüthi diese blutleeren Vorstellungen seiner teuren Stars noch anschauen will.

Optimaler Start für die Drachen

Im Moment läuft bei den Bernern so ziemlich alles daneben, inklusive den Torhüterleistungen, wo noch heute die meisten Spiele entschieden werden. In den letzten Jahren zählten die Keeper des SCB zu den besten der Liga, das begann in den 60er-Jahren mit René Kiener und endete letzte Saison mit Natigoalie Leonardo Genoni. Das aktuelle Duo Schlegel/Caminada hinkt dieser Tradition hinterher. Mit einem Fehlgriff in der 5. Minute, als Niklas Schlegel einen Schuss Killian Mottets von der Seite in den Netzhimmel zum so wichtigen 1:0 durchrutschen liess, begann die Misere der Gäste schon früh. Auf der ­anderen Seite stand Reto Berra einmal mehr wie ein Fels im Tor und musste sich einzig im Mitteldrittel nach einem Hocheckschuss des besten Berners Mark Arcobello geschlagen ­geben.

Auf der Goalieposition, in der Defensive und punkto Spielsystem hatte Gottéron klare Vorteile, dazu kam natürlich noch der Unterschied bezüglich Selbstvertrauen. Ein Beispiel gefällig: Noch Anfang Saison wäre man beim HCF nach dem 2:1-Anschlusstor (24.) nervös geworden, gegen Bern brauchte man nur gerade 124 Sekunden, um nach einem schnellen Konter über Julien Sprunger und Andrei Bykow wieder den alten Zweitorevorsprung herzustellen. Gerade in dieser spielentscheidenden Szene zeigten die beiden Langzeitverletzten, dass sie für ihr Team im Abschluss immer noch Gold wert sein können.

SCB mit viel Kampfgeist, aber wenig Klasse

Im Moment bringt der Meister noch gerade mal 18 gesunde Feldspieler aufs Eis, darunter der von Rapperswil ausgeliehene Flügelstürmer Andri Spiller, der zuletzt bei seinem Verein überzählig gewesen war. Im letzten Drittel als es um alles ging, brachte dann Coach Kari Jalonen meistens nur noch drei Sturmlinien mit Center Alain Berger als zehntem Mann vorne. Ganz anders die Freiburger, bei denen auch der vierte Block vom Coaching-Trio Einsatzminuten erhielt und sich sogar mit Sandro Schmid in die Skorerwertung einschreiben konnte. Der Zweitorevorsprung nach 40 Minuten kam der Spielweise der Freiburger natürlich entgegen, in den letzten zehn Minuten konnte man sogar noch zweimal Tore schiessen. Beim 5:1 hatte der SCB seinen Keeper schon aus dem Tor genommen.

Nach dem Spiel gab es bei den Freiburgern natürlich viele lachende Gesichter. Captain Julien Sprunger sprach von einem schweren Match, weil Bern nach den letzten schwachen Resultaten natürlich geladen war. «Wir waren jedoch darauf vorbereitet und konnten mit den zwei ersten Toren das Momentum auf unsere Seite ziehen. Wenn wir in dieser Saison zu Hause in Führung gehen, dann gewinnen wir fast immer.» (Nur einmal reichte eine 1:0-Führung nicht, Red.).

Freudensprünge werde man wegen des Derbysieges nicht machen, sagte Christian Dubé. Zu eng sei die Lage in der Liga und am Strich. «Zwei, drei Niederlagen – und plötzlich ist alles wieder ganz anders.»

Erstes NLA-Tor für Schmid

Besonderen Grund zum Jubeln hatte am Samstag Freiburgs jüngster Spieler Sandro Schmid: Dem 19-Jährigen gelang beim 2:0 sein erstes NLA-Tor. Einen Weitschuss von Marc Abplanalp lenkte der Murtner in der 12. Minute ins Tor ab. Captain Julien Sprunger holte den Puck aus dem Netz und übergab ihn seinem Klubkameraden als Souvenir. Klar, dass der bescheidene Jungsportler nach dem Spiel beim Interview über das ganze Gesicht lächelte. «Klar bin ich stolz auf dieses Tor, noch wichtiger ist jedoch, dass wir als Verein am Ende gewonnen haben.»

Schmid, der letzte Saison noch in der schwedischen Juniorenliga spielte, durfte zuletzt zweimal beim Farmteam Ajoie zusätzliche Eiszeit abholen: «Wichtig für mich als junger Spieler ist, dass ich im Moment möglichst viel Eiszeit bekomme. Ich spiele dort, wo Christian sagt, aber natürlich lieber in der NLA in Freiburg.»

Telegramm

Gottéron – Bern 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

6500 Zuschauer (ausverkauft). Tore: 5. Mottet (Brodin) 1:0. 12. Schmid (Abplanalp, Chavaillaz) 2:0. 24. Arcobello (Praplan) 2:1. 26. Bykow (Sprunger) 3:1. 51. Walser (Rossi, Mottet) 4:1. 57. Stalberg 5:1 (ins leere Tor). Strafen: 3-mal 2 Min. gegen Freiburg, 2-mal 2 Min. gegen Bern.

Freiburg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Chavaillaz; Abplanalp, Marti; Brodin, Desharnais, Mottet; Sprunger, Bykow, Stalberg; Rossi, Walser, Lhotak; Lauper, Schmutz, Schmid.

Bern: Schlegel; Andersson, MacDonald; Untersander, Henauer; Burren, C. Gerber; Praplan, Arcobello, Moser; Rüfenacht, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Mursak, Kämpf; Spiller, Berger, J. Gerber.

Bemerkungen: Gottéron ohne Furrer, Forrer, Marchon und Vauclair, Bern ohne Beat Gerber, Krueger, Grassi, Heim, Bieber, Blum und Pestoni (alle verletzt). – Lattenschuss: Sprunger (18.). – Timeout Bern (56.), von 56:10 bis 56:50 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Bykow, Arcobello.

«Wenn wir in dieser Saison zu Hause in Führung gehen, dann gewinnen wir fast immer.»

Julien Sprunger

Captain Gottéron

«Klar bin ich stolz auf dieses Tor, noch wichtiger ist jedoch, dass wir als Verein am Ende gewonnen haben.»

Sandro Schmid

Torschütze Gottéron

Spielertausch

Schneeberger geht zu Rappi, Gähler kommt

Obwohl nur sieben Verteidiger zur Verfügung standen, verzichtete Gottéron-Trainer Christian Dubé am Samstag gegen den SCB – einmal mehr – auf die Dienste von Noah Schneeberger, der zwar auf der Bank sass, jedoch keine Sekunde Eiszeit erhielt. Seit geraumer Zeit auf dem Abstellgleis, wurde nun ein Abnehmer für den in Ungnade gefallenen früheren Internationalen, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft, gefunden.

Der 31-jährige Berner, der die in ihn gesetzten Erwartungen in Freiburg nie erfüllen konnte, wechselt vorerst bis Ende Saison zu den Rapperswil-Jona Lakers. Den umgekehrten Weg geht derweil Jorden Gähler. Der 26-jährige Appenzeller Back, der im Besitz eines tibetischen Passes ist, ergänzt im Gegenzug bis Saisonende Gottérons Defensive.

Gähler, letzte Saison mit einer Plus-Minus-Bilanz von -27 der in dieser Statistik zweitschlechteste Spieler der National League, kam bei den Rapperswil-Jona Lakers im laufenden Championat im Schnitt auf 13:31 Spielminuten und konnte sich in 18 Partien bisher zwei Tore und drei Assists notieren lassen.

Zwischen den Clubs nicht ausgetauscht wurden die Verträge der beiden Spieler, wie Dubé gestern gegenüber den FN präzisierte. Zumindest finanziell machen die Lakers damit das bessere Geschäft, hat Schneeberger im Vergleich zu Gähler doch den deutlich besser dotierten Kontrakt. fs

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