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Gottéron verhindert den Leaderwechsel

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Gottéron verhindert den Leaderwechsel

Die Freiburger sorgen mit einem 3:1-Sieg in Davos für die grosse Überraschung

Freiburg/Gottéron hat auf die Heimniederlage gegen Zug umgehend reagieren können. Der Tabellenvorletzte siegte am Samstag beim Tabellenzweiten Davos überraschend 3:1 und darf sich wieder – sehr leise – Hoffnungen auf einen Playoffplatz machen. Hentunen erzielte zwei Treffer für Gottéron.

Von KRISTIAN KAPP

Als die zu Hunderten nach Graubünden gereisten Anhänger des HC Freiburg nach Spielschluss ihre Lieblinge zum wiederholten Male aufs Davoser Eis skandierten und diese den Wünschen der Fans gerne nachkamen, spielten sich auch vor der Gäste-Kabine Szenen der puren Freude ab. Roland von Mentlen umarmte herzlich seinen Neuzuzug Trevor Letowski bei dessen Rückkehr von der Ehrenrunde, während Trainer Mike McParland daneben wie ein Maikäfer strahlte. Der Kanadier durfte sich über den Sieg gegen einen Widersacher freuen, gegen den seine Mannschaft unter seinem Vorgänger Popichin alle drei vorherigen Saisonbegegnungen mit dem Gesamtskore von 5:17 verloren hatte und über weite Strecken jeweils vollkommen chancenlos und überfordert gewesen war.

Hervorragender Mona

Trainer McParland attestierte seiner Mannschaft eine zwei Drittel lang gute Leistung. Am Schlussdrittel konnte er wahrlich nicht nur uneingeschränkte Freude empfinden, denn da drohte seinem Team beinahe ständig Ungemach vor dem Tor des untadeligen Gianluca Mona. 40 Minuten lang gefiel Gottéron mit grossem Einsatz und taktisch geschicktem Defensiv- verhalten, im letzten Abschnitt kam eine grosse Portion Glück dazu, was auch McParland nicht verhehlen konnte. «Wir wollten im Schlussdrittel sicher nicht nur hinten hineinstehen und hätten gerne auch in der Offensivzone Druck auf den Gegner erzeugt, was sich dann so aber nicht ergab», sagte der Trainer, verwies aber auch darauf, dass der HC Davos am Ende «mächtig Dampf gemacht hat».

All dies brauchte den HC Freiburg und seine Anhänger für den Moment nicht zu interessieren, zu gross war die Freude bei der bis am Samstag statistisch schwächsten Auswärtsmannschaft der ganzen Liga über den raren Sieg in der Fremde, der erst noch beim HC Davos gelang, einem Team, das neun seiner letzten zehn Heimpartien – zumeist klar – gewonnen hatte. Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass Mona mehr als doppelt so oft geprüft wurde als sein Gegenüber Jonas Hiller (43:21-Torschüsse für Davos) und dass die Gäste dabei etwas Ausserordentliches und deshalb Erwähnenswertes zu Stande brachten. Sowohl zwischen der Spielminute 4 und 20 als auch zwischen 40 und 57 musste Hiller keinen einzigen Schuss halten – der Davoser Keeper war also statistisch 33 von 60 Minuten arbeitslos. Nachdem sich Freiburg für sein Startfurioso in den ersten drei Minuten nicht nur mit 7:0-Schüssen, sondern auch dank eines Powerplay-Tors von Jukka Hentunen mit einer 1:0-Führung – welche bis zur 59. Minute Bestand hatte – belohnt sah, verlief die Partie genauso monoton in eine Richtung wie praktisch das ganze Schlussdrittel lang, als die Davoser vehement auf den 1:1-Ausgleich drückten. Den Gästen kam sicherlich entgegen, dass der HC Davos endgültig von den Spengler-Cup-Strapazen eingeholt wurde und sich die 12 Partien innert 23 Tagen bemerkbar machten. Nicht selten vergaben die Bündner in der Endphase der Partie ihre Torchancen deshalb, weil die letzte Kraft – mental und physisch – im Abschluss fehlte; wer behauptet, dass ein einigermassen ausgeruhter HC Davos bei gleicher Spielkonstellation die Partie im Schlussabschnitt vielleicht gewendet hätte, darf nicht einfach als Lügner abgestempelt werden.

Trotz allem keine Euphorie

Weil der HC Freiburg den Davoser Sturmlauf schadlos überstand – das einzige Gegentor fiel erst in der letzten Minute, nachdem Letowski einen der seltenen Konter zum 0:2 für Gottéron abgeschlossen hatte -, konnte er die beiden Punkte nach Hause nehmen. Euphorie brach bei Mike McParland trotz der berechtigten Freude aber keine aus. Der Trainer weiss, dass die Chancen auf einen Playoffplatz bei sechs Punkten Rückstand auf Platz acht und Meister und Erzrivale Bern bei sieben ausstehenden Partien zwar wieder da, jedoch nur klein sind. «Wichtig ist für mich, in den restlichen Partien Organisation in die Mannschaft zu bringen und dafür zu sorgen, dass sie solid spielt, egal, in welche Richtung es nach der Qualifikation dann geht.» Er habe ein Team, das normalerweise pro Partie höchstens drei Tore schiessen könne, das sehe auch die Mannschaft selbst so. «Wir sind nicht das Team, das fünf, sechs oder mehr Treffer erzielt, wir müssen so spielen, dass drei Tore zum Punkten reichen.» Am Samstag reichten diese drei Tore zum Sieg, der übrigens auch Auswirkungen auf die absolute Tabellenspitze hatte. Bereits ein winziges Pünktchen gegen Gottéron hätte dem HC Davos gereicht, um den lange Zeit souveränen Leader Lugano im Fernduell zu stürzen und erstmals diese Saison selbst die Tabellenspitze zu übernehmen. Mit seinem Coup verhinderte Freiburg aber den Leaderwechsel.
Davos – Freiburg 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)

Eisstadion. – 4555 Zuschauer. – SR Peer, Abegglen/Schmid.
Davos: Hiller; Gianola, Jan von Arx; Beat Forster, Kress; Winkler, Blatter; Arne Ramholt, Häller; Riesen, Reto von Arx, Nash; Hagman, Marha, Thornton; Guggisberg, Rizzi, Laurent Müller; Ambühl, Sutter, Neff.
Freiburg/Gottéron: Mona; Rhodin, Berger; Lintner, Studer; Gerber, Marquis; Birbaum; Hentunen, Letowski, Wirz; Benjamin Plüss, Geoffrey Vauclair, Berthoud; Sascha Schneider, Montandon, Sprunger; Sassi, Schümperli, Howald.
Tore: 4. Hentunen (Letowski, Rhodin/ Ausschluss Häller) 0:1. 59. (58:41) Letowski (Lintner, Hentunen/Ausschluss Studer!) 0:2. 60. (59:46) Nash (Marha, Thornton/Ausschluss Studer) 1:2. 60. (59:51) Hentunen (Letowski) 1:3 (ins leere Tor).
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Davos, 9-mal 2 Minuten gegen Freiburg.
Bemerkungen: Davos ohne Christen (geschont), Freiburg ohne Karlberg (überzähliger Ausländer). Sutter verletzt ausgeschieden (46.). – Pfostenschuss Hentunen (37.). Beste Spieler: Jan von Arx und Mona.

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