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Gottéron verliert den Leaderthron

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Autor: Kurt Ming

Innert einer Woche stutzten nun Bern und Zug den Freiburgern auswärts etwas die offensiven Flügel und holten dabei die Drachen in der Tabelle ein. Gerade am Samstag in Zug wurde Gottéron sein nicht allzu breites Stürmerkader erstmals so richtig in dieser Saison zum Verhängnis. Ohne die verletzten Leistungsträger Benjamin Plüss und Sandy Jeannin fehlte es den Gästen im Sturmspiel an Durchschlagskraft; dazu kam noch die schwache Leistung seiner beiden Teamstützen Andrei Bykow und Julien Sprunger, die mit ihrem neuen Sturmpartner Simon Gamache mit einer 0:2-Bilanz vom Eis mussten und auch noch beim 2:1-Powerplaytor von Holden auf dem Eis standen.

Im ersten Drittel ein besseres Resultat verpasst

Für Trainer Hans Kossmann war klar, wo und wann seine Mannschaft dieses Spitzenspiel verloren hatte: «Im ersten Drittel waren wir die bessere Mannschaft und haben es verpasst, den Match frühzeitig zu entscheiden.» Und auch Julien Sprunger, der sich von den harten Zuger Checks einschüchtern liess, denkt, dass Zug bei einem grösseren Rückstand wohl noch nervöser geworden wäre. Aber dem Gast fehlten in Zug im Sturmspiel in dieser wichtigen Phasen schlicht treffsichere Leute, wie es auf der anderen Seite der Sieger in der Person von Josh Holden hatte, der zusammen mit Liga-Topskorer Damian Brunner einmal mehr für die offensive Musik sorgte. Denn schnell war klar, dass, wie fast immer in solchen Partien, wohl ein oder zwei Tore den Unterschied ausmachen würde. Und dies gelang ein paar Minuten vor Ende eben dem Heimklub, wobei der Sieg der Zentralschweizer aufgrund der Spielanteile sicher nicht gestohlen war.

Kossmann mit Aufstellungspoker

Zum Teil gezwungenermassen, zum Teil wohl als Poker stellte Trainer Kossmann sein Team für das Samstagspiel kurzfristig um. Im Tor kam erstmals seit der 7. Runde wieder Simon Rytz zum Einsatz. Der Ex-Ajoie-Keeper machte seine Sache erstaunlich gut und war seinem Team ein sicherer Rückhalt. «Ich wollte Rytz gegen einen guten Gegner bringen, nicht gegen einen Schwanzklub, das hätte ihm nichts gebracht. Und Simon hat heute gezeigt, dass wir jederzeit auf ihn zählen können. Nicht er, sondern unsere Leader waren verantwortlich, dass wir das Spiel verloren haben.»

Dabei dachte er vorweg an seinen Paradesturm, der nie auf Touren kam und defensiv überfordert war. Eigentlich wollte Kossmann mit Simon Gamache den Ausfall von Plüss kompensieren, der Frankokanadier konnte sich aber nicht ins Spiel seiner beiden Sturmpartner integrieren und war wie auch das Duo Pavel Rosa/Christian Dubé im Angriffsspiel vor Jussi Markkanen inexistent. Besser machten es der neu formierte Sturm mit Sandro Brügger, Silvan Lüssy und dem umfunktionierten Verteidiger Franco Collenberg, die wohl am Anfang stets unter Druck standen, aber im Endeffekt mit einer 0:0-Bilanz ihre Sache gut machten.

Botters Tor nicht belohnt

Gegen Ende des zweiten Drittels schob sich einmal mehr Haudegen Timo Helbling mit einem Boxkampf gegen Dubé ins Rampenlicht und wurde dafür von Schiedsrichter Marco Prugger zurecht in die Kabine geschickt. Zu diesem Zeitpunkt führte Zug dank zwei schnellen Toren im Mitteldrittel 2:1. Freiburg zog allerdings ein ganz schwaches Powerplay ein und konnte das fünfminütige Überzahlspiel nicht nutzen. Kurz nach Ablauf dieser Strafe konnte dann Cédric Botter mit einem platzierten Schuss ausgleichen, und vieles deutete darauf hin, dass man wie schon im ersten Saisonspiel wieder ins Overtime gehen müsste. Dann aber macht Josh Holden gegen seine alten Kollegen doch noch alles klar und wurde dabei zum vielumjubelten Matchwinner.

Telegramm

Zug – Freiburg 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)

7015 Zuschauer (ausverkauft). – SR Prugger, Fluri/Müller.

Tore:14. Abplanalp (Knoepfli) 0:1. 29. Ruefenacht (Erni) 1:1. 32. Holden (Brunner, Christen/Ausschluss Gamache) 2:1. 44. Botter (Heins, Ngoy) 2:2. 56. Holden (Brunner, Schnyder) 3:2.

Strafen:6-mal 2 plus 5 Minuten (Helbling) plus Spieldauer (Helbling) gegen Zug, 9-mal 2 Min. gegen Freiburg.

Zug:Markkanen; Wozniewski, Chiesa; Helbling, Fischer; Furrer, Erni; Blaser; Brunner, Holden, Schnyder; Christen, Metropolit, Ruefenacht; Casutt, Oppliger, Lindemann; Lüthi, Sutter, Duri Camichel; Corsin Camichel.

Freiburg: Rytz; Heins, Birbaum; Ngoy, Abplanalp; Loeffel, Barinka; Gerber; Cadieux, Botter, Vauclair; Sprunger, Bykow, Gamache; Rosa, Dubé, Knoepfli; Brügger, Lüssy, Collenberg.

Bemerkungen:Zug ohne Pirnes (überzähliger Ausländer), Freiburg ohne Plüss, Afanasenkow, Jeannin und Hasani (alle verletzt). – Lattenschuss Loeffel (38.). – Timeout: Zug (59:17); Freiburg (58:34).

Die FN-Besten:Holden, Rytz.

Verletzte: Jeannin vor Rückkehr

Gottéron-Trainer Hans Kossmann legte nach dem Match das Augenmerk gleich wieder auf die Zukunft: «Jetzt folgen zwei Heimspiele gegen Langnau und Ambri, die wir unbedingt gewinnen sollten.» Bis am Dienstag gegen die Tigers hofft er auf die Rückkehr von Sandy Jeannin, der sich in Zug eingewärmt hatte, aber dennoch geschont wurde, und auch Benjamin Plüss (Schulterprellung) sollte spätestens am Freitag wieder ins Spielgeschehen eingreifen können; etwas länger wird die Pause für Adam Hasani (Kniebänderdehnung) dauern. Schaut man auf die beiden letzten Spiele, dann ist auch dem Trainer sofort klar, wo er den Hebel ansetzen muss: «Wir müssen den Weg aufs gegnerische Tor wieder konsequenter suchen.» Diese Aufforderung geht vor allem auch an seine Ausländerstürmer und an Christian Dubé, die klar Luft nach oben haben. Denn defensiv war Freiburg zuletzt im Plan, und gerade dies zeichnet Gottéron ja diese Saison besonders aus. mi

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