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Gottéron verliert erneut gegen Lausanne

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Ineos ist seit zwei Jahren der grosse Sponsor im Waadtländer Nachwuchs- und Spitzensport. Die weltweit tätige Ölhandelsfirma mit mehreren Hundert Angestellten und dem Schweizer Hauptsitz in Rolle  VD ist mit Millionen bei den beiden Kantonsaushängeschildern Lausanne-Sports im Fussball und dem HC Lausanne im Eishockey eingestiegen und will die beiden Teams mittelfristig mit stolzen Geldspritzen an die Landesspitze der zwei Schweizer Hauptsportarten heranbringen.

Trotz den kostspieligen Transfers von Simone Rapp und Alexander Fransson stieg der Fussballclub LS Sports letzte Saison in die NLB ab, und auch beim HC Lausanne haben die eingekauften Superstars wie Joël Vermin, Ronalds Kenins und Christophe Bertschy die vor der Saison in sie gesteckten Hoffnungen noch bei weitem nicht erfüllt. Deshalb, und auch angesichts des aktuell schwachen Punktestands, kommt bei der neu vom Finnen Ville Peltonen trainierten und von Sportchef Jan Alston zusammengestellten Mannschaft von Tag zu Tag grössere Hektik auf. So gesehen kam der vierte Saisonsieg den Lausannern gestern Abend gerade recht, um wieder etwas Ruhe in das Umfeld des Clubs zu bringen.

Froidevaux’ 100. NLA-Goal

Am letzten Dienstag hat Gottéron den Leader Biel bezwungen, während Lausanne völlig überraschend zu Hause gegen Ambri eine bittere 1:4-Niederlage einkassieren musste. So gesehen gingen die Drachen gestern als leichter Favorit in dieses Romandie-Derby, das vor ausverkauftem Haus über die Bühne ging. Bis zum 1:0 von Lausanne zur Spielmitte – dem 100. NLA-Goal von Captain Etienne Froidevaux – hatten beide Teams genügend Möglichkeiten, das so wichtige Führungstor zu schiessen.

Matthias Rossi kam in der Startphase bei den Gästen mit einem Stangenschuss dem Torerfolg noch am nächsten, während beim späteren Verlierer Reto Berra lange Zeit die wenigen Schnitzer seiner Vorderleute ausbügeln konnte. Schnell war in diesem ausgeglichenen Match ersichtlich, dass den ersten Toren auch diesmal grosse Bedeutung zukommen würde – und die zum Teil verunsicherten Waadtländer schossen dann diese Tore eben doch noch. Im Nachhinein war das 2:0 in der 36. Minute, ein abgelenkter Schuss von Verteidiger Robin Grossmann, schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Umso mehr, als Verteidiger Joël Genazzi zu Beginn des letzten Drittels, nachdem er zwei Minuten vorher mit einem Penalty an Berra gescheitert war, im Powerplay das Skore sogar noch erhöhen konnte. Diesen Treffer hatte Jim Slater mit einem völlig unnötigen Ausschluss gleich selber eingeleitet. Seitens der Gäste scheiterte man mit den wenigen Abschlussversuchen immer wieder an Keeper Sandro Zurkirchen, der diesmal den Vorzug vor Lukas Boltshauser erhalten hatte – und dies mit einer vorzüglichen Vorstellung mehr als bestätigte.

Millers Anschlusstor zu spät

Dass Gottéron auch in dieser Saison, auch wegen dem Abgang von Topskorer Roman Cervenka zum ZSC, keine Tormaschine ist, haben die bisherigen Spiele zur Genüge bewiesen. Am Dienstag zu Hause sprangen mit Julien Sprunger, Killian Mottet und Nathan Marchon Einheimische in die Goal­schützen­liste, diesmal mussten die wenigen mitgereisten Gottéron-Fans – einen eigentlichen Gastsektor gibt es in der Malley-2.0-Halle nicht – bis fünf Minuten vor Spielende warten, ehe Andrew Miller endlich eine Lücke in der erstaunlich kompakt stehenden Heimabwehr fand. Dieser einzige Treffer reichte natürlich nicht, um zumindest einen Punkt zu holen und die gute Position im Tabellenmittelfeld zu festigen.

Den Freiburgern fehlten in diesem Derby Stürmer, die dorthin gehen, wo es wehtut – und ausser dem Tor kam vom Ausländertrio offensiv kaum etwas. So gesehen wartet man mit Sehnsucht auf den ersten Einsatz des neuen Stürmers Jacob Micflikier, der erst gestern Morgen in Freiburg eintraf und deshalb noch nicht zum Einsatz kam. Mit dem Kanadier (er hat auch die polnische Staatsbürgerschaft) dürfte dann Coach Mark French punkto Linienzusammensetzung wieder mehr Möglichkeiten haben. Jim Slater zum Beispiel wirkte neben den seinen Flügeln Mottet und Marchon alles anders als besonders motiviert. Mit dem neuen Stürmer dürfte der erste Sturm sicher mehr Durchschlagskraft bekommen.

Morgen Sonntagnachmittag steht nun im Schweizer Eishockey eine Cuprunde an, bei der Gottéron nach einem Spielplatzaustausch auswärts auf den SCB trifft. Diese Begegnung gab es in dieser Saison noch nicht. Welcher der beiden alten Rivalen den Cupmatch ernster nehmen wird, wird man spätestens auf dem Eis sehen. Eines ist sicher: Wollen die Saanestädter ihr Cup-Abenteuer um eine Station verlängern, müssen sie sich in vielen Belangen gegenüber dem enttäuschenden Lausanne-Spiel steigern.

Telegramm

Lausanne – Gottéron 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

6700 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Stricker/Wiegand, Bürgi/Duarte.

Tore: 29. Froidevaux (Leone, Grossmann) 1:0. 36. Grossmann (Junland, Bertschy) 2:0. 48. Genazzi (Emmerton/Ausschluss Slater) 3:0. 55. Miller (Sprunger) 3:1. 60. (59:15) Vermin 4:1 (ins leere Tor).

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2-mal 2 Minuten gegen Freiburg.

Lausanne: Zurkirchen; Junland, Grossmann; Trutmann, Genazzi; Nodari, Frick; Borlat; Bertschy, Emmerton, Jeffrey; Vermin, Mitchell, Herren; Leone, Froidevaux, Kenins; Traber, In-Albon, Antonietti; Simic.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Furrer; Schneeberger, Stalder; Schilt; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Lhotak; Sprunger, Walser, Miller; Holdener, Schmutz, Vauclair; Meunier.

Bemerkungen: Lausanne ohne Lindbohm (überzähliger Ausländer), Zangger und Roberts (alle verletzt), Freiburg ohne Birner (verletzt) sowie Sandro und Marco Forrer. – Pfostenschuss Rossi (2.). – Berra hält Penalty von Genazzi (47.). – Freiburg von 58:31 bis 59:15 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Grossmann und Miller.

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