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Gottéron verpasst gute Gelegenheit

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Autor: Matthias Fasel

Jammern und Tiefstapeln hat beim HC Davos des Arno Del Curto Tradition und gehört zur Taktik. Gestern hatte der Bündner Trainer indes tatsächlich einmal allen Grund, sich zu beklagen, auch wenn die Aussage des Davoser Presseverantwortlichen, es spiele nicht der HC Davos, sondern eine verstärkte Elite-Junioren-Mannschaft, dann doch wieder übertrieben war.

Tatsächlich fehlten dem HCD gestern Abend nicht weniger als acht Stammspieler. Darunter unter anderem Teamstützen wie die gesperrten Beat Forster, Petr Taticek oder die verletzten Peter Guggisberg und Sandro Rizzi. So figurierten No-Names wie Joel Reymondin, Manuel Holenstein, Jan Neuenschwander , Samuel Guerra oder Gianrico Cola auf dem Matchblatt – allesamt zwischen 17 und 19 Jahre alt.

Probleme im Spielaufbau

Doch Freiburg hatte von Beginn weg Probleme, von dieser günstigen Ausgangslage zu profitieren. Zwar agierte Freiburg, wie meist in den Auswärtsspielen, defensiv mehrheitlich solid, im Spielaufbau hingegen passte wenig zusammen. Zahlreiche unerlaubte Befreiungsschläge waren die Folge davon. Da es bei Davos über weite Strecken nicht anders aussah, plätscherte das Spiel weitgehend emotionslos vor sich hin. Die stimmungsarme Kulisse mit gut gezählten 3793 Zuschauern trug das ihre dazu bei, dass das Spiel lange Zeit keine gute Werbung war für das Mammut-Programm in der NLA mit 50 Qualifikations-Runden. Am lautesten wurde es während des Spiels, das immerhin eine Art Spitzenkampf war, immer dann, als auf dem Totomat die Zwischenstände der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft eingeblendet wurden.

Auf dem Eis war Freiburg zunächst leicht überlegen, hatte im ersten Drittel die besseren Chancen. So hätte Mike Knoepfli in der 18. Minute die Gäste in Führung bringen müssen, als er nach einem Zuckerpass von Sandy Jeannin das leere Tor vor sich hatte, es allerdings schaffte, trotzdem HCD-Goalie Leonardo Genoni anzuschiessen. Im zweiten Drittel war dann Davos die bessere Mannschaft. Vor allem auch Cristobal Huet hatte es Gottéron zu verdanken, dass es nach 40 Minuten weiter Unentschieden stand.

Unglücklicher Wirz

Die beiden für lange Zeit einzigen Tore fielen innerhalb von 39 Sekunden. Zunächst profitierte Freiburg in Unterzahl von einem Stockfehler eines Davoser Verteidigers. Beim Konter zeigten Serge Aubin und Witali Lachmatow, wie man eine Zwei-gegen-Eins-Situation richtig ausspielt. Nach einem wunderschönen Doppelpass konnte Aubin quasi mit dem Puck über die Linie des verwaisten Tores fahren. In demselben Überzahlspiel der Davoser lenkte Valentin Wirz jedoch postwendend einen Querpass unglücklich in das eigene Tor ab.

So musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen. Für die letzten 20 Minuten hätte man eigentlich davon ausgehen können, dass Gottéron die grösseren Kraftreserven hat, forcierte Del Curto verständlicherweise während des ganzen Spiels seine bewährten Kräfte. Doch die Wirklichkeit sah anders aus. Mit einem Doppelpack brachten Petr Sykora und Tim Ramholt Davos zu Beginn des letzten Drittels auf die Siegerstrasse. Beim 3:1 durch Ramholt war es erneut der unglücklich agierende Wirz, der den Puck vertändelte, so dass der Bündner alleine auf Huet losziehen könnte. Auch alle Proteste der Freiburger Spieler, die ein Foul gesehen haben wollten, nützten nichts.

Nur ein ausländischer Stürmer

Danach erhöhte Freiburg zwar ein bisschen die Intensität und riskierte zwangsläufig mehr. Doch es war ein zu spätes Erwachen. Zu wenig Konstruktives hatte Gottéron im gegnerischen Drittel zu bieten. Dies hatte auch damit zu tun, dass Serge Pelletier mit Serge Aubin einmal mehr nur auf einen einzigen ausländischen Stürmer zählen konnte, da Pavel Rosa mit seinen Rückenschmerzen im letzten Moment doch noch passen musste. Es wird der Freiburger Offensive sicher gut tun, dass Pelletier bald einen weiteren ausländischen Stürmer präsentieren wird.

Und als gestern der zuletzt immer stärker aufspielende Robin Leblanc in der 53. Minute den Anschlusstreffer erzielte, liess die Antwort der Davoser wieder nur 15 Sekunden auf sich warten. Mit einem Schuss ins leere Tor besiegelte schliesslich Reto von Arx kurz vor Schluss die ebenso verdiente wie unnötige Niederlage Freiburgs.

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