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Gottéron vor dem Halbfinaleinzug

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Autor: Kurt Ming

Jetzt müsste es mit dem Teufel zu und her gehen, wenn sich Gottéron die Butter noch von der Playoff-Halbfinalschnitte nehmen lassen würde. Das Pelletier-Team hat jetzt vier Matchpucks in Folge, zwei davon noch im heimischen St. Leonhard. Und spätestens die gestrige Niederlage dürfte ans Nervenkostüm des ZSC gegangen sein.

Selbst der Stadionspeaker, der mit seinen ewigen ZSC-Vollgas-Sprüchen wohl sogar die eigenen Spieler inzwischen nervös macht, sprach nach der Partie im Konjunktiv von einem Samstagsspiel in der Halle. Aber nach den gezeigten Leistungen in den bisherigen drei Partien können die Verantwortlichen des Hallenstadions im Zürcher Tempel ruhig andere Veranstaltungen planen.

Goalie-Rochade fruchtete nicht

Auch die Goalie-Rochade brachte nichts; Ersatzgoalie Flüeler machte wie sein Vorgänger Sulander seine Sache gut, aber wenn vorne drei ausländische Stars nur ein mickriges Törchen zu Stande bringen, ist guter Rat teuer. Obwohl Gottéron vielleicht sein «schwächstes» Spiel in der diesjährigen Playoff-Serie zeigte, kam es eigentlich nie richtig in Gefahr, den Match zu verlieren. Klar, auch dieser dritte Gang lief für die Drachen, aber vor dem Tor hatte der HCF einmal mehr die besseren Nerven. Einzig in der Startphase und am Schluss kamen die Zürcher zu Torchancen, der Gast hatte es allerdings Anfang des letzten Drittels verpasst, den Match vorzeitig zu entscheiden.

Immer das gleiche Muster

Böse Zürcher Zungen behaupten, der Champions-League-Sieger lerne nichts aus seinen Fehlern. Und damit haben sie nicht mal Unrecht. Alle drei bisherigen Spiele verliefen praktisch immer nach dem gleichen Muster. Der ZSC dominiert die Startphase, ohne zu Treffern zu kommen, danach schlägt Freiburg ein-, zweimal kaltschnäuzig zu und verwaltet in der Folge den Vorsprung. So auch gestern Abend vor 9189 Fans. Diesmal reichten dem HCF erstmals zwei Tore zum Sieg. Und diese schossen die Saanestädter schon im ersten Drittel. Das 0:1 war zudem ein klassischer Shorthander. Die Zürcher reklamierten einen Bandencheck, Schiri Reiber liess aber für einmal grosszügig weiterlaufen, Meunier angelte sich die Scheibe, zog allein davon und liess Flüeler mit einem Hocheckschuss keine Abwehrchance.

Und meistens kommt ein Unglück nicht allein: Beim 0:2 in der 19. Minute lenkte Verteidiger Stoffel einen Weitschuss von Seydoux ins eigene Tor ab, diesmal spielten die Freiburger mit einem Mann mehr.

ZSC mit dem Mute der Verzweiflung

Mit diesen zwei Toren stellte das Pelletier-Team schon früh die Weichen auf Sieg. Nur schade, dass sie im ereignisarmen Mitteldrittel gleich zwei gute Chancen verpassten, dem angeschlagenen ZSC den Todesstoss zu versetzen. Ausgerechnet die beiden besten Schützen Jeannin und Sprunger hatten für einmal das Visier nicht optimal eingestellt.

Einen Vorwurf können die bitter enttäuschten ZSC-Fans ihrer Mannschaft sicher nicht machen, nämlich jenen, dass sie sich nicht gegen das Schicksal aufbäumen würden. Coach Simpson wechselte im Minutentakt seine Sturmreihen und liess seine Verteidiger hinten praktisch auf «einer Linie» spielen. Am Resultat änderte sich vorerst nichts.

Vielleicht aus diesem Grund wurde Gottéron von Minute zu Minute passiver und provozierte somit praktisch ein Gegentor. Und dieses sollte zehn Minuten vor Schluss den Meister nochmals ins Spiel zurückbringen. Wie das 0:1 war der Treffer ein Unterzahltor. Caron konnte wohl den Schuss von Sejna nach vorne parieren, Pittis staube jedoch ab.

Jetzt läuteten die Zürcher die Schlussoffensive ein, am Ende nach einer Strafe gegen Heins sogar ohne Goalie mit sechs gegen vier Feldspieler. Der Ausgleich gelang dem Gastgeber jedoch nicht mehr, der vorgepreschte Verteidiger Blindenbacher lenkte Alstons Vorlage nebens Tor. Diese letzte heisse Szene war irgendwie sinnbildlich für das ganze Spiel, Zürich hatte wohl erneut seine Möglichkeiten, konnte den starken Caron jedoch wie in Heimspiel eins nur einmal bezwingen.

Auf der Pressetribüne litten die ZSC-Stars Sulander und Wichser mit ihren Kollegen, bei Freiburg machte der kranke Neuenschwander die Reise nach Oerlikon gar nicht mit. Zum ersten Mal schickten die beiden Trainer ihre vierten Linien nur sporadisch aufs Eis. Dies hatte zu Folge, dass mit zunehmender Spieldauer der Sprit bei einigen Schlüsselspielern etwas ausging. Eines ist sicher, mit drei Siegen im Rücken werden sich die Drachen sicher bis am Donnerstag besser erholen. So gesehen spricht im Moment wirklich (fast) alles für die unheimlichen Freiburger.

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