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Christian Dubé: «Ich hoffe, wir haben aus den Fehlern gelernt»

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Nachdem Gottéron letzte Saison die Playoffs verpasst hat, soll in der Meisterschaft 2023/24 – auch dank dem Upgrade bei den Ausländern – wieder ein Platz in den Top 6 her.

«Wir wollen zurück in die Top 6. Dieses Ziel haben aber sicherlich zehn Teams, vier werden am Ende der Qualifikation unglücklich sein und in die Pre-Playoffs gehen müssen – so wie wir letztes Jahr…», sagte Trainer und Sportchef Christian Dubé am Montag anlässlich der traditionellen Vorsaison-Pressekonferenz Gottérons. Nach dem enttäuschenden Out in den Pre-Playoffs gegen Lugano habe man das Scheitern intern analysiert. «Ich hoffe, wir haben aus den Fehlern gelernt. Ich persönlich will mich als Erster verbessern.» Auch vor diesem Hintergrund wurde mit dem ehemaligen Servette-Coach Patrick Emond ein neuer Assistent engagiert. «Die neue Stimme wird den Spielern guttun.» Zusammen mit dem bisherigen Assistenten Pavel Rosa und Goalie-Trainer David Aebischer geben neu also vier Coaches den Weg bei den Freiburgern vor. «Das Eishockey hat sich weiterentwickelt, etwa was die Videoanalyse betrifft», so Dubé, der die sportliche Leitung somit auf mehrere Schultern verteilen kann.

Unter seiner Führung will das Trainer-Quartett weiter an der Siegermentalität der Mannschaft arbeiten, «eine Arbeit, die Zeit braucht». Deshalb habe er auch Spieler wie Lucas Wallmark oder Andreas Borgman ins Team geholt, die wüssten, wie man Titel gewinnt. «Sie sollen denjenigen Spielern, die noch nichts gewonnen haben, den Weg vorzeigen.»

Zuzüge sollen für Differenz sorgen

Insgesamt sei die Mannschaft – natürlich – besser als letzte Saison. «Es ist jedes Jahr die gleiche Rede. Ich habe auch noch nie von jemandem gehört, dass er mit einer schlechteren Mannschaft in die Saison startet», erklärte Dubé trocken. Mit der Rückkehr von Punkte- und Spektakelgarant Chris DiDomenico und den beiden Schweden Wallmark (für den zurückgetretenen David Desharnais) und Borgman (für Verteidiger Juuso Vainio) habe die Equipe an Qualität dazugewonnen. «Auch die jungen Spieler wie Maximilian Streule und Dominik Binias stossen hinterher.» Er sei überzeugt, dass die Mannschaft an Tiefe gewonnen habe. «Wir haben mehr Spieler im Kader, die für die Differenz sorgen können und zwei starke Powerplay-Formationen. Klar ist aber auch, dass Reto Berra im Tor gut sein muss…» Einen Backup wie Connor Hughes (zum LHC) gibt es nicht mehr, Bryan Rüegger – er kam aus der Swiss League – muss zunächst noch an die höchste Spielklasse herangeführt werden.

Gottérons Führungsetage im Gespräch (v.l.): CEO John Gobbi, Trainer und Sportchef Christian Dubé sowie Präsident Hubert Waeber.
Foto Keystone

Zuversichtlich zeigte sich auch Präsident Hubert Waeber. «Ich gebe aber zu, dass ich es letzte Saison auch schon war. Da war aber nicht alles schlecht. Eine Zeit lang hätten wir auch noch Vierter werden können.» Eine Serie von sechs Heimniederlagen in Folge brach den Freiburgern dann aber das Genick. «Hätten wir nur eines dieser Spiele gewonnen, wären wir in den Playoffs gewesen.» Nach einer profunden Analyse glaubt der Präsident aber an seine Mannschaft. «Im Sport musst du manchmal einen Schritt zurück, um zwei nach vorne zu machen. Wenn ich die Kohäsion im Team sehe, bin ich überzeugt, dass es alles geben wird, um die Playoffs zu schaffen.»

Dubés Dernière als Sportchef

Für Dubé wird es die letzte Saison sein, in der er als Sportchef und Trainer operieren wird. «Christian hat selbst gemerkt, dass er mit der Arbeit nicht mehr hinterherkommt, zumal er nur gerade einen Assistenten hatte», erklärte Waeber. Mit Emond erhielt Dubé nun Unterstützung an der Bande. Gleichzeitig sei es aber besser, die Jobs als Sportchef und Trainer aufzuteilen, so der Präsident. «Für eine gewisse Zeit war das gut so, jetzt aber müssen wir uns breiter aufstellen.» Die Suche nach einem Nachfolger für das Büro des Sportchefs läuft auf Hochtouren. CEO John Gobbi sprach von einem guten Dutzend Kandidaten. «Ziel ist es, den neuen Mann Ende Januar bekannt geben zu können.»

Bis dahin ist Dubé weiter zuständig für die Kaderplanung, bald würden die Diskussionen mit Spielern wie Berra oder Mauro Jörg, deren Verträge auslaufen, in Angriff genommen. Für die Saison 2024/25 kann Gottéron bei den Transfers dann auch wieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Restbetrag der Covid-Kredite, 1,5 Millionen Franken, sollte laut Gobbi bis Januar zurückbezahlt werden können. «Selbst wenn es Möglichkeiten auf dem Spielermarkt gegeben hätte, wusste Dubé, dass es nicht machbar ist, ehe die Kredite zurückbezahlt sind.» Das ändere sich nun wieder, womöglich schon ab Januar.

Einer der Titelanwärter sein

Die zusätzlichen Gelder sollen dem Club dazu verhelfen, seine Vision 2025 umzusetzen. «Wir wollen zu den vier oder fünf Teams gehören, die jedes Jahr um den Titel mitspielen können», hält Waeber fest. Der Meistertitel von Servette habe gezeigt, dass das auch für eine Mannschaft aus der Romandie möglich sei. «Es geht nicht nur um das Budget, sondern auch um die Art und Weise, wie man spielt.» Gottéron will also nicht nur aus seinen Fehlern lernen – sondern auch vom Erfolgsweg der anderen.

Am Samstag bestreitet Gottéron im Rahmen von seinem «Big Day» in der BCF-Arena das letzte Testspiel gegen Ajoie. Die Saison 2023/24 startet am Mittwoch, 13. September, mit dem Heimspiel gegen den LHC, und die Freiburger können ein erstes Mal zeigen, ob sie gute Schüler waren.

BCF-Arena: Das Platzangebot wird weiter ausgebaut

Wie im Vorjahr sind auch für die Saison 2023/24 die 7500 verfügbaren Saisonkarten vergriffen. «Rund 300 Personen stehen auf der Warteliste. Aber es gibt immer noch 1500 Tickets im Verkauf für die Spiele», erinnerte Gottéron-Präsident Hubert Waeber. Es ist bekannt, dass der Club bestrebt ist, das Angebot an Plätzen weiter zu erhöhen. So begannen am Montag die Bauarbeiten für weitere 60 Plätze, die ein dem Dine-and-View ähnliches Konzept verfolgen. Statt Fondue wird auf der neuen Plattform jedoch ein Entrecôte serviert. «Verkauft werden Tische ab sechs Personen, ein Unternehmen kann zum Beispiel aber auch gleich alle Plätze für ein Spiel reservieren.» Ende Oktober, Anfang November soll das Angebot zu den bisherigen 9009 Plätzen verfügbar sein.

Übernächste Saison sollen schliesslich zusätzliche 250 Sitzplätze in den Verkauf gehen. «Wir haben immer gesagt, dass wir 300 Plätze aufstocken wollen, aus Budgetgründen kommen jetzt erstmal die 60 Plätze», führte Waeber weiter aus. Ein von vornherein grösseres Stadion sei aus Platzgründen auf dem Areal St. Leonhard nicht möglich gewesen. «Abgesehen davon ziehe ich es vor, ein mit 9400 Zuschauern jedes Mal ausverkauftes Stadion zu haben, als vor 2000 leergebliebenen Plätzen zu spielen.»

Mario Antonelli (vorne) ist der neue Ausbildungschef von Gottéron.
Foto Keystone

Der Club versuche ständig, die Infrastruktur zu optimieren, erklärte CEO John Gobbi. So ist neu in den Katakomben hinter dem Gästesektor ein Kraftraum für den Nachwuchs installiert. Es ist Teil der Bemühungen, die Juniorenbewegung unter der Leitung des neuen Ausbildungschefs Mario Antonelli zu stärken. Dazu gehört auch, dass Spieler aus dem Nachwuchs regelmässig mit dem Fanionteam trainieren können und die Betreuung der Junioren – etwa was den mentalen Aspekt betrifft – ausgebaut wird.

Die Marken schärfen

Apropos ausgebaut: Das gastronomische Angebot wird nicht nur mit der eingangs erwähnten Plattform vergrössert, neu ist auch die Bar «La Griffe», die die Fans nach den Spielen zum Verweilen einlädt. All dies soll zusätzliche Einnahmen in die Clubkasse spülen, genau gleich wie Events in der BCF-Arena. So kehrt im Februar «Art on Ice» zurück, und im nächsten Jahr findet der Superfinal im Unihockey in Freiburg statt. «Wir müssen agil bleiben», schloss Gobbi. Die Marken Gottéron und BCF-Arena sollen noch bekannter werden. Damit beauftragt ist die neue Abteilung Communication and Brand, die vom langjährigen Freiburger RTS-Journalisten Marc-André Berset geleitet wird.

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