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Gottéron zerzaust Junioren-Truppe

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Freiburg erwischte an diesem erfolgreichen Wochenende mit zwei Siegen den vielleicht günstigsten Moment, um auf den langjährigen Angstgegner Kloten zu treffen. Die Zürcher, die am Vorabend ja noch gegen den «HC Davos light» ohne Joe Thornton und Rick Nash gewonnen hatten, mussten in der Saanestadt mit gut einem halben Dutzend Junioren und nur Micki Dupont als Ausländer antreten und waren ab Spielmitte vom Tempo der viel routinierteren Drachen zum Teil völlig überfordert. Für den Sieger war dies deshalb eine gute Gelegenheit, den neu formierten Sturmreihen nach dem Match in Rapperswil ein weiteres Mal Spielgelegenheit zu geben. Ein weiterer Elchtest nach dem verlorenen Auswärtsspiel gegen Bern folgt nämlich schon morgen Abend im St. Leonhard, wenn der noch ungeschlagene Leader Servette seine Aufwartung machen wird.

Starke Jurassier beim HCF

Nebst dem routinierten «SCB-Duo» Simon Gamache und Christian Dubé macht bei den Freiburgern im Moment vorweg ein jurassisches Trio die Musik auf dem Eis. Torhüter Benjamin Conz gehörte gegen die Lakers und Kloten zu den defensiven Trümpfen der Mannschaft: In der Zirkusstadt hielt er gut ein halbes Dutzend Penaltys, einen Tag danach stoppte er im Mitteldrittel–als der Match noch auf des Messers Schneide stand–hintereinander Hollenstein, Liniger und Stancescu in grosser Manier. «Ich fühle mich in der Mannschaft von Spiel zu Spiel besser integriert. Bereits die Spiele in der European Trophy mit den Reisen nach Tschechien und Schweden haben uns als Team zusammengeschweisst», freut sich der Neo-Gottéronspieler über den guten Start bei seinem dritten Club innert ebenso vielen Jahren.

Sein Trainer Hans Kossmann freut sich jedenfalls über die guten defensiven Werte seiner Mannschaft: «Wenig Gegentore sind seit jeher auch im Eishockeysport der Schlüssel zum Erfolg, und Benjamin strahlt mit seiner Ruhe viel Selbstsicherheit auf die Vorderleute aus.» Etwas weiter vorne spielen die weiteren Jurassier Sandy Jeannin und besonders Tristan Vauclair mit ihren Leistungen eine Frühform aus. Der jüngste Bruder der Vauclair-Dynastie könne hier in Freiburg jetzt sein Potenzial besser ausspielen, als er dies in Lugano in der vierten Linie noch hatte tun können, sagte Teamkollege Conz nach dem Kloten-Spiel. Der Flügelstürmer bringt mit seinem Offensivpower jedenfalls in der Startphase dieser Meisterschaft viel Druck ins Angriffsspiel der Drachen.

Gamache ein Gewinn

Auch wenn die Leistung der Freiburger am Samstag insgesamt sicher gut war, allzu viel einbilden sollte man sich im Lager des Siegers darauf nicht. Die Gegenwehr der Flyers war gelinde gesagt bescheiden. In einer solchen Verfassung wird der langjährige Spitzenclub in dieser Spielzeit keine grossen Bäume ausreissen. Offensichtlich plant aber Retter Philippe Gaydoul schon in dieser Woche, entgegen bisherigen Meldungen, die Geldschatulle für NHL-Stars zu öffnen, was bei Freiburg-Gottéron weiterhin kein Thema ist. Wie am Vorabend in Rapperswil musste auch diesmal Verteidiger Joël Kwiatkowski draussen bleiben. Spätestens, wenn die fehlenden Stürmer Andrei Bykow, Julien Sprunger, Sebastian Sutter und Sandro Brügger zurück sein werden, wird Hans Kossmann die Karten im Ausländerroulette neu mischen. Gute Karten vor dem Servettematch holte sich sicher Simon Gamache, dessen Comeback am Wochenende äusserst erfolgreich ausfiel. Der wirblige Flügelstürmer brachte enorm frischen Wind in den Dubé-Sturm.

In der Schlussphase kam dann mit Juris Zandovskis zudem endlich wieder mal ein Gottéron-Junior zum Einsatz, der eine NLA-würdige Körpergrösse aufweist.

 

Telegramm

Gottéron – Kloten Flyers 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)

Kloten-Trainer Tamfal: «Mit diesem Kader lag nicht mehr drin»

W ie immer im Sport war des einen Freud des andern Leid, so auch beim tschechischen Kloten-Trainer Tomas Tamfal. «Ich hatte mein Team vor einem Rückstand gewarnt. Gottéron ist eine Mannschaft, die mit Emotionen und einem Vorsprung im Rücken über sich hinauswächst und genau so ist es heute auch gelaufen», zog der frühere Elite-Trainer beim Verlierer Fazit. Man habe den Match im ersten und zweiten Drittel verloren, wo man aus den eigenen Chancen keinen Nutzen ziehen konnte. Besser sei Freiburg auch im Powerplay gewesen. Seiner jungen Truppe wollte er trotz der klaren Niederlage keinen Vorwurf machen. «Mit diesem Kader lag eben ganz einfach nicht mehr drin.»

Laut Hans Kossmann kommt sein Team von Spiel zu Spiel besser in Fahrt. Aber gegen Servette und die nächsten schweren Widersacher würde man dann sehen, wie es ausgehe, wenn der Gegner richtig dagegenhalte. Eines ist sicher: Die zwei Siege waren für das Selbstvertrauen gewiss förderlich. Und bei Gottéron ist dies meist schon die halbe Miete. mi

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