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Gottérons Igeltaktik geht nicht auf

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Es war über weite Strecken nichts für Eishockey-Feinschmecker gestern in der ausverkauften Patinoire de Malley. Im Spiel zwischen Lausanne und Gottéron überwogen statt technischer Finessen und Spektakel vielmehr der Sicherheitsgedanke und taktische Fesseln. Weil sich innerhalb dieses Rahmens der LHC deutlich gefährlicher und geradliniger präsentierte als die reichlich uninspirierten und unkreativen Freiburger, schaute am Ende ein ebenso logischer wie verdienter 3:0-Sieg für das Heimteam heraus. «Im letzten Drittel kamen wir besser ins Spiel. Aber in den ersten zwei Dritteln haben wir viel zu viele Duelle verloren. So konnten wir uns kaum einmal durchsetzen, als wir den Puck hatten», sagte Gottéron-Stürmer Charles Bertrand, dem es ebenfalls an genau dieser Durchsetzungskraft fehlte, in der Analyse.

Abplanalp im Spital

Die Gäste kamen aber auch nur sehr selten überhaupt in Situationen, in denen sie für Gefahr hätten sorgen können. Bei den heimstarken Waadtländern entschied sich Gottéron für eine sehr defensive Ausrichtung. Über eine halbe Stunde lang ging die Igeltaktik mehr oder weniger auf. Überaus diszipliniert, gestanden die Freiburger Lausanne kaum etwas zu, obwohl mit Marc Abplanalp eines der wichtigsten Elemente der Freiburger Defensive bereits nach sechs Minuten verletzt ausfiel. Er war nach einem Zweikampf unglücklich hingefallen, hielt sich danach mit schmerzverzerrtem Gesicht am Arm und wurde noch während des Spiels zur Untersuchung ins Spital gebracht.

Während sich Lausanne zwar nur wenige Chancen herausarbeitete, sich aber immerhin eben doch Möglichkeiten schuf, kam offensiv von den Freiburgern noch weniger, nämlich so gut wie gar nichts. Das Problem: Wenn man eine solche Igeltaktik wählt, sollte man die wenigen Gelegenheiten, die sich einem bieten, konsequent nutzen. Das tat Gottéron allerdings weder in der Angriffsauslösung, wo die Freiburger bei sich anbahnenden Konterchancen mehrmals unnötig abbremsten oder einen zu wenig präzisen Pass spielten, noch bei seinen Powerplaychancen. Ein Pfostenschuss in Überzahl von Jonas Holos in der 14.  Minute war das einzig richtig Gefährliche, das Gottéron in den ersten zwei Dritteln zustande brachte. Nur gerade neun Mal schossen die Gäste in diesen 40 Minuten auf das Tor von Sandro Zurkirchen.

Die Fehlerkette zu viel

So hätten Freiburg und sein Torhüter Reto Berra defensiv schon die perfekte Partie abliefern müssen, um irgendwie zu Punkten zu kommen. In der 34.  Minute fing das Bollwerk der Gäste jedoch allmählich an zu bröckeln. Zunächst kam Lausanne-Verteidiger Lukas Frick frei zum Schuss, traf aber nur den Pfosten. Kurz danach war es auch um die Disziplin Freiburgs vorübergehend geschehen. Für eine Behinderung in der Mittelzone wurde Stürmer Killian Mottet auf die Strafbank geschickt. Bereits nach wenigen Sekunden erzielte das im Powerplay deutlich konsequenter und inspirierter spielende Heimteam durch Yannick Herren das vermeintliche 1:0. Der Treffer wurde allerdings aufgrund einer leichten Berührung an Torhüter Berra von den Schiedsrichtern annulliert – ein äusserst umstrittener Entscheid.

Viel genützt hat es Gottéron allerdings nicht. Im gleichen Powerplay standen Benjamin Chavaillaz und Laurent Meunier neben dem Puck und hätten ihn relativ ungehindert aus der eigenen Zone spedieren können. Statt dass der besser postierte Chavaillaz dies übernahm, versuchte es Meunier backhand – ohne Erfolg. Unmittelbar danach liess der ansonsten starke Berra einen Schuss von Robin Grossmann unglücklich durch die Beine passieren. Es war für die Gäste letztlich bereits die Fehlerkette zu viel.

Danach hatte Gottéron Glück, nicht schnell noch höher in Rückstand zu geraten. Kurz nach dem ersten Gegentreffer musste Mottet, der für das Team in der aktuellen Form wahrlich keine Hilfe ist, schon wieder auf die Strafbank. Auch dank Berra überstand Gottéron das neuerliche Unterzahlspiel schadlos – genau wie die Szene zu Beginn des Schlussdrittels, als Frick erneut nur die Torumrandung traf.

Vergebliche Hoffnung auf den Lucky Punch

So durften die Freiburger, die nun einen Tick offensiver spielten, bis zum Schluss auf einen Lucky Punch hoffen. Es hätte allerdings schon viel zusammenkommen müssen, damit die Gäste, deren Trainer Mark French seinen Spielern nach der Partie vorwarf, sie seien nicht kompetitiv genug gewesen, an diesem Abend tatsächlich ein Tor erzielt hätten. Am nächsten kamen dem Ausgleich noch Jim Slater und Nathan Marchon mit einer Doppelchance in der 43. Minute. Danach liess Lausanne aber nicht mehr viel anbrennen und war dem zweiten Tor immer näher als Gottéron dem 1:1. Nachdem Berra mehrmals mit tollen Paraden die Entscheidung noch verhindern konnte, machte der Sensler Christoph Bertschy mit dem 2:0 knapp zwei Minuten vor Schluss den verdienten Lausanne-Sieg klar. Mit dem 3:0-Erfolg, Dustin Jeffrey traf kurz vor Schluss noch ins leere Tor, haben sich die Waadtländer gleichzeitig wohl auch aus dem Strichkampf verabschiedet.

Ganz im Gegenteil zu Gottéron, das immerhin froh sein konnte, dass gestern mit Lugano und überraschend auch Genf die beiden direkt nach ihm klassierten Mannschaften ebenfalls verloren. So bleibt das Team von Mark French vor dem heutigen Heimspiel gegen den EHC Biel über dem Strich.

Telegramm

Lausanne – Gottéron 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

6700 Zuschauer (ausverkauft). Tore: 37. Grossmann (Emmerton/Ausschluss Mottet) 1:0. 58. Bertschy (Jeffrey) 2:0. 60. (59:07) Jeffrey (Bertschy) 3:0 (ins leere Tor). Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5-mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gottéron.

Lausanne: Zurkirchen; Truttmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Schelling; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Kenins, Emmerton, Partanen; Moy, Froidevaux, Leone; Antonietti, In-Albon, Herren; Traber.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Schneeberger, Schilt; Forrer; Bertrand, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Mottet; Meunier, Schmutz, Vauclair; Lhotak.

Bemerkungen: Lausanne ohne Borlat, Mitchell und Junland (alle verletzt), Gottéron ohne Furrer (verletzt), Miller (überzählig). – 57:54 Timeout Gottéron von 58:02 bis 59:08 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Bertschy und Berra.

Der heutige Gegner

Fakten zum EHC Biel

• Von den letzten 12 Spielen in Freiburg konnte Biel nur zwei für sich entscheiden. Das letzte gewannen die Seeländer im Dezember allerdings mit 4:0.

• 40 Prozent der Bieler Tore werden von den Ausländern erzielt. Nur bei den Lakers und den Tigers ist der Anteil noch grösser.

• Biel ist das schlechteste Team der National League in Sachen Faceoffs. Nur 46  Prozent der Bullys werden gewonnen.

• Topskorer der Bieler ist der finnische Flügelstürmer Toni Rajala mit 24 Toren und 18  Assists.

fs

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