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Gottérons langer Atem

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Die SCL Tigers waren neben dem Lausanne HC und dem SC Bern die einzige NL-Mannschaft, die Gottéron in dieser Saison noch nicht bezwingen hatte können. Sowohl in der Meisterschaft als auch in den Cup-Achtelfinals setzte es für die Freiburger im Emmental eine knappe Niederlage ab. Gestern konnte Gottéron diese Scharte auswetzen, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit gewesen ist. Wie schon am Dienstag in Lugano sicherte sich Freiburg den Sieg mit drei Toren im Schlussdrittel. Zweimal Jim Slater und Flavio Schmutz sorgten dafür, dass Gottéron im neunten Spiel hintereinander Punkte sammeln konnte. Mit nunmehr 41 Zählern aus 22  Spielen ist die Mannschaft von Trainer Mark French klar auf Playoff-Kurs. In den vergangenen Jahren hatten jeweils um die 70 Punkte gereicht, um die K.o.-Runden zu erreichen. So gesehen würde es wohl reichen, wenn die Freiburger von den verbleibenden 28 Qualifikationsspielen jedes dritte gewinnen könnten.

Nach den drei Siegen gegen Zug, Davos und zuletzt in Lugano war die Ausgangslage für die Freiburger diesmal eine andere. Zu Hause gegen ein Team aus der unteren Tabellenregion ist ein Sieg im Grunde Pflicht. Zunächst konnten die Gastgeber die Rolle des Favoriten indes nicht ganz ausfüllen. Natürlich, Gottéron war spielbestimmend und Torhüter Ludovic Waeber, der erwartungsgemäss den Vorzug gegenüber Barry Brust bekommen hatte, blieb im Startdrittel so gut wie ohne Arbeit. Zu sehr ist das Spiel der Freiburger strukturiert, als dass die in der Offensive weitestgehend ideenlosen Tigers Waeber in Bedrängnis bringen hätten können. Gästehüter Damiano Ciaccio seinerseits geriet insbesondere dann in den Fokus, wenn Roman Cervenka auf dem Eis stand.

Cervenka steter Gefahrenherd

Der tschechische Filigrantechniker hätte seine Farben bereits früh in die Erfolgsspur bringen können, hatte sein Visier aber noch nicht eingestellt (3.). Mitte des Startdrittels war es dann aber soweit mit dem 1:0: Herrlich lanciert von seinem kongenialen Sturmpartner Andrei Bykow, liess Cervenka Ciaccio keine Abwehrchance. Dass sie nicht meiner einer höheren Führung in die erste Pause gehen konnten, hatten sich die Freiburger selber zuzuschreiben. Zu fahrlässig gingen sie mit ihren Möglichkeiten um. So hätte Jonas Holos kurz vor der Sirene im Powerplay das zweite Tor erzielen müssen. Bei all den Stärken des norwegischen Verteidigers offenbarte sich in dieser Szene jedoch einmal mehr, dass der Abschluss nicht zu seinen Qualitäten gehört.

Die fehlende Effizienz (ein Schussverhältnis von 30:17 über das ganze Spiel) sollte Gottéron an diesem Abend noch länger begleiten. Die Tigers wurden im Verlauf der insgesamt mediokren Partie zwar gefährlicher und Waeber musste nun vermehrt eingreifen, das Chancenplus lag aber nach wie vor beim Heimteam. Allein, es ging verschwenderisch damit um. So hätte wiederum Cervenka für die Vorentscheidung sorgen können (35.), doch stattdessen war drei Minuten später wieder alles offen. Wie so oft kam es, wie es kommen musste. Für einmal war die Freiburger Hintermannschaft unsortiert und verlor Ville Koi­stinen vor dem Tor aus den Augen, der nur noch zum Ausgleich einzuschieben brauchte. Im Gegenzug verpasste analog zum ersten Drittel Killian Mottet alleine vor Ciaccio wenige Sekunden vor der zweiten Pause das 2:1.

Im Schlussdrittel eine Macht

So begann im Schlussabschnitt noch einmal alles bei null. Mit Blick auf die Statistik lagen die Vorteile dabei klar aufseiten der Freiburger. Seit acht Partien hatte Gottéron kein drittes Drittel mehr verloren. Die Erklärung dafür lag auf der Hand: in all diesen Spielen blieben die Freiburger in den letzten zwanzig Minuten ohne Gegentor – eine bemerkenswerte Leistung. Es schien, als ob die Gastgeber sich dessen bewusst waren. Wie selbstverständlich belagerten sie sogleich das Tor von Langnau. Der Lohn folgte mit dem neuerlichen Führungstreffer durch Jim Slater prompt (43.). Zwei Minuten später war es dann aber vorerst vorbei mit den gegentorlosen Schlussdritteln. Pascal Berger entwischte und markierte mit seinem ersten Saisontor das 2:2. Die eine Serie war damit gebrochen, die andere sollte derweil Bestand halten. Dank den Toren von Schmutz und Slater in den letzten zehn Minuten gewann Gottéron zum neunten Mal in Folge das letzte Drittel, was zweierlei Schlüsse zulässt: Erstens, Gottéron kann die Ruhe behalten, und zweitens, konditionell sind die Freiburger auf der Höhe.

Heute beim ausgeruhten SCB

Ein körperliche gute Verfassung wird heute nicht weniger wichtig sein, wenn die Freiburger zu Gast beim gestern spielfreien Leader SC Bern sind. Für French gibt es keinen Grund, Wechsel im Team – sprich Brust wieder einmal spielen zu lassen – vorzunehmen. Zu wichtig sind die ausländischen Feldspieler, zu solide ist Waeber. Und in der momentanen Verfassung ist Gottéron auch zuzutrauen, mit einem Sieg in Bern den nächsten Tolggen im Reinheft zu entfernen.

Telegramm

Gottéron – SCL Tigers 4:2 (1:0, 0:1, 3:1)

5694 Zuschauer. – SR DiPietro/Vinnerborg, Gnemmi/Gurtner. Tore: 10. Cervenka (Bykow) 1:0. 38. Koistinen (Kuonen, Neukom) 1:1. 43. Slater (Holos, Birner) 2:1. 45. Berger (Koistinen) 2:2. 52. Schmutz (Cervenka, Stalder) 3:2. 56. Slater (Mottet) 4:2. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 2-mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.

Gottéron: Waeber; Kienzle, Stalder; Glauser, Schilt; Holos, Chavaillaz; Abplanalp; Rossi, Bykow, Cervenka; Mottet, Slater, Birner; Fritsche, Meunier, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Chiquet.

SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Koistinen; Erni, Blaser; Huguenin, Randegger; Lardi; Elo, Gagnon, Erkinjuntti; Kuonen, Gustafsson, Neukom; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Gerber, Berger, Rüegsegger.

Bemerkungen: Gottéron ohne Rivera (gesperrt), Rathgeb, Sprunger, Marchon (alle verletzt) und Brust, SCL Tigers ohne Himelfarb (beide überzählige Ausländer), Stettler, Peter, Haas, Seydoux und Berger (alle verletzt).

Die FN-Besten: Cervenka und Koistinen.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum SCB

• Die Berner geben pro Spiel knapp 33 Schüsse auf das gegnerische Tor ab und damit so viele wie kein anderes NL-Team.

• Mit einer Erfolgsquote von 23,75 Prozent hat der SCB das zweitbeste Powerplay der Liga.

• Bisher 61 Zwei-Minuten-Strafen hat Bern kassiert und damit so wenige wie keine andere Mannschaft. Zum Vergleich: Gottéron erhielt bereits 85 kleine Bankstrafen aufgebrummt.

• Von den letzten acht Heimspielen gegen Gottéron gewann der SCB sieben.

• Mit 94,15 Prozent weist Leonardo Genoni die beste Fangquote der NL-Goalies auf.

• Andrew Ebbet ist aktueller Liga-Topskorer mit 8 Toren und 18 Assists.

fs

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