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Gottérons Schnitzer in der Defensive

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Gottérons Schnitzer in der Defensive

Die Freiburger verlieren das Vier-Punkte-Spiel zuhause gegen Kloten

Gottéron verlor gestern Abend das vorgezogene Meisterschaftsspiel gegen Kloten im St. Leonhard mit 5:3 Toren und muss dadurch die Flieger im Klassement vorbeiziehen lassen. Trotz einem Dutzend Chancen reichte es den defensiv miserablen Drachen nicht zu Punkten. Die neuen Ausländer Fortier und Dubé waren Durchschnitt.

Von KURT MING

Seit mehr als drei Jahren wartet Freiburg nun auf einen Heimsieg gegen die Kloten Flyers. Gestern wäre eigentlich ein gute Gelegenheit gewesen, diese schwarze Serie abreissen zu lassen. Den Zürchen fehlten beim Anpfiff in der schwach besetzten St.-Leonhard-Halle inklusive dem verletzten Guolla nicht weniger als ein halbes Dutzend Spieler. Freiburg könnte mit so vielen Absenzen kaum mehr ein Nationalliga-fähiges Team stellen. Anders das Trainerduo Hybler/Hollenstein: Die Gäste spielten 60 Minuten lang mit vier Blöcken und hatten punkto Tempo keine Probleme. Und nebst dem unglaublich starken Angriffsduo Pittis/ Rintanen beteiligten sich beim Sieger auch Schweizer Spieler wie Lemm, Blindenbacher und Lindemann am Torreigen. Da nützten auf der anderen Seite auch die beiden ersten Saisonskorerpunkte von Torschütze Berger zum 2:2 und Schneiders Assist beim ersten Tor nichts. Die entscheidenden Fehler machte der HCF einmal mehr in der löchrigen Abwehr. Das Duo Gerber/ Studer stand bei sage und schreibe vier Gegentoren auf dem Eis. Nach diesem 3:5 stellt Gottéron mit 68 Gegentoren in 18 Runden die schwächste Abwehr der Liga – und dies trotz zwei Ausländerverteidigern.

Tag der offenen Türe

Kloten liebt mit seinem Offensiv-Eishockey solche Spiele ohne defensive Absicherung. Und die Freiburger tun ihnen seit Monaten und Jahren im heimischen Eisstadion den Gefallen, das gefährliche Tempospiel mitzugehen. Mit dem Resultat, dass die Flieger am Schluss solche Russisch-Roulett-Partien eben meistens gewinnen. Gestern vorweg deshalb, weil sie aus ähnlich vielen Torchancen eben zwei Tore mehr erzielten und hinten mit zwei ausländischen Backs und einem guten Stephan ein Spur weniger schlecht standen. Für die Fans wars an und für sich ein gutes Spiel, mit vielleicht zwei Dutzend Torszenen und einem lange Zeit ausgeglichenen Skore.

Die entscheidenden Szenen sahen die knapp 4000 Fans zur Spielmitte: Kurz bevor Lindemann nach einem Konter Mona zwischen den Beinen zum 5:3 erwischte, hatte Schneider auf der anderen Seite ein kapitale Chance zum Ausgleich verpasst. Aber auch nach dem letzten Tor der Zürcher hatte der HCF eigentlich noch genug Möglichkeiten, um zumindest einen gestellten Gang zu erhaschen. Aber Montandon, Plüss und Rhodin verpassten allein vor Stephan erstklassige Chancen, indem sie entweder auf den Torhüter zielten oder das Tor verfehlten.

Lage am Strich wird immer kritischer

Auswärtsniederlage in Ambri und jetzt eine bittere Heimschlappe gegen die seit vier Spielen punktelosen Klotener: Die Lage für den HC Freiburg im Playoff-Kampf wird immer schwieriger. Kommt noch dazu, dass ausgerechnet in dieser Phase zwei der Stammausländer fehlen, was dem Mannschaftsspiel der Drachen alles andere als gut bekommt. Aber Hand aufs Herz, sowohl am Samstag wie auch gestern hat man den Match vorweg in der Abwehr verloren. Mit neun Gegentoren in zwei Spielen kann ausser Lugano in der Liga niemand gewinnen. Anders die Flieger, die im vielleicht wichtigsten Spiel der bisherigen Saison aus ihren Möglichkeiten fast ein Optimum herausholten. Dies sehr zur Freude von Chef Peter Bossert, der sich spitzbübisch über den Sieg seiner Truppe an der Saane freute. Angeführt von einem starken Ausländerquartett stellten die Zürcher gegen Freiburg einmal mehr die technisch und schlittschuhläuferisch bessere Mannschaft.
Weiter auf Ausländersuche

Seit sich am vergangenen Freitag Lintner und Karlberg beim Heimsieg gegen Rappi verletzt hatten, gingen die beiden folgenden Spiele mit den drei neuen Ausländern Berens, Fortier und Dubé verloren. Allein an diesen drei NLB-Ersatzstürmern lag es sicher nicht. Aber diese Secondhand-Söldner konnten und können die Lücken des Slowaken und des Schweden sicher nicht füllen. Berens hat man bereits wieder zu Langenthal zurückgeschickt und der schon 38-jährige Marc Fortier hat mit
dem Tempo in der NLA etwa gleich viel Mühe, wie La Chaux-de-Fonds’ kanadischer Flügel Yannick Dubé, der gestern als Einziger der Neuen zu einem Assist kam. Das Duo Dubé/Fortier verliess das Eis gegen Kloten mit einer 2:2-Bilanz. Dubé wird übrigens schon heute wieder bei seinem Neuenburger Stammklub spielen.

Ärztliche Untersuchungen haben ergeben, dass Richard Lintner mit einem Gesässmuskelriss bis
zu acht Wochen ausfallen wird.
Für den Slowaken will Direktor von Mentlen in der NHL bis spätestens nach der Natipause einen valablen Verteidigerersatz suchen: «Er muss aber in unser Budget passen», sagte von Mentlen an der Pressekonferenz vor dem Spiel. Etwas weniger gravierend sieht es beim Schweden Karlberg aus,
der sich wie bereits vergangene Saison an den Adduktoren verletzte. Mit dem Center rechnet man
beim HCF spätestens wieder nach der zehntägigen Meisterschaftspause Mitte November. So oder so, Gottéron benötigt im harten Playoff-Kampf möglichst schnell guten ausländischen Ersatz. Denn kaum ein anderer Klub in der
Liga ist so wie die Freiburger auf seine Ausländer angewiesen. Dies haben die beiden letzten Spielen in Ambri und gegen Kloten einmal mehr zur Genüge bewiesen. mi
Gottéron – Kloten 3:5 (2:3, 1:2, 0:0)

St. Leonhard. – 3910 Zuschauer. – SR: Kurmann, Mauron/Rebillard. Tore: 4. Wirz (Schneider, Sprunger) 1:0. 9. Pittis (Rieder) 1:1. 12. Blindenbacher (Lindemann, Lemm) 1:2. 13. Berger (Dubé, Hentunen) 2:2. 14. Rintanen (Pittis, Seydoux) 2:3. 23. Brisebois (Brunold) 2:4. 24. Hentunen (Rhodin) 3:4. 30. Lindemann (Lemm, Blindenbacher) 3:5. Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
Freiburg/Gottéron: Mona; Gerber, Studer; Rhodin, Berger; Birbaum, Marquis; Schneider, Wirz, Sprunger; Hentunen, Fortier, Dubé; Vauclair, Montandon, Howald; Plüss, Schümperli, Berthoud.
Kloten: Stephan; Brisebois, Seydoux; Helbling, Blindenbacher; Pollock, Schulthess; Gossweiler, Baumgartner; Rieder, Pittis, Rintanen; Lindemann, Ehrensperger, Lemm; Kostovic, Brunold, Bühler; Stanescu, Reichert.
Bemerkungen: Gottéron ohne Karlberg und Lintner, Kloten ohne Klöti, Hofer, Guignard, Peter, Bärtschi und Guolla (alle verletzt). 59:02 Timeout Gottéron, ab dann Gottéron ohne Goalie. – Beste Spieler: Hentunen und Rintanen.
Ambri – Gottéron 4:2 (2:0, 0:1, 2:1)

Valascia. – 4691 Zuschauer. – SR: Reiber, Bürgi/Wirth. Tore: 2. Trudel (Liniger/Ausschluss Montandon) 1:0. 20. (19:28) Domenichelli (Johnsson/Ausschlüsse Trudel; Berens) 2:0. 38. Hentunen (Wirz, Rhodin) 2:1. 44. Trudel (Domenichelli/Ausschluss Studer) 3:1. 60. (59:03) Plüss (Howald, Wirz/Gottéron ohne Goalie) 3:2. 60. (59:51) Trudel (Domenichelli, Liniger) 4:2 (ins leere Tor). Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Ambri, 8-mal 2 Minuten gegen Gottéron.
Ambri : Manzato; Tallarini, Nicola Celio; Johnsson, Gianini; Dubois, Kobach; Chiesa; Demuth, Tiilikainen, Camichel; Imperatori, Pont, Baldi; Domenichelli, Liniger, Trudel; Leuenberger, Lüber, Friedli.
Gottéron: Mona; Studer, Gerber; Rhodin, Berger; Haldimann, Marquis; Birbaum; Schneider, Wirz, Sprunger; Hentunen, Fortier, Berens; Vauclair, Montandon,

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