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Gottérons Tief hält weiter an

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Autor: Kurt Ming

Eigentlich wäre es ja höchste Zeit, dass Gottéron neuen Wind in seinen zuletzt schwachen Angriff bekommen würde. Aber Neueinkauf Björn Melin stand den Freiburgern noch nicht zu Verfügung. Seine Ankunft via sein Heimatland Schweden hatte sich so sehr verzögert, dass der Flügelstürmer müde und mit kleinen Äuglein nur als Zuschauer im Stadion war.

Schlechtes Powerplay

Ob das Fehlen des neuen Angreifers sich negativ auf die Moral der einheimischen Mannschaft niederschlug, lässt sich nicht beantworten. Aber zumindest hätten die Freiburger die Ideen und körperliche Präsenz von Björn Melin auf dem Eis gut gebrauchen können. Denn einmal mehr sah man vom ausländischen Duo Aubin/Mowers auch gegen das spielerisch bescheidene Biel wenig bis nichts, und weil auch die Schweizer Tenöre im Team des Heimspiels offensiv keinen Schuh vor den andern brachten, war diese unnötige Heimniederlage am Schluss nur logisch.

Das ebenfalls stark ersatzgeschwächte Biel tat auch nur das Nötigste, machte aber aus seinen wenigen Möglichkeiten eben seine zwei Tore, und dies reichte zum Sieg. Selbst eine fünfminütige Überzahl konnte der HCF im letzten Drittel nicht zum Ausgleich nutzen, spätestens da waren die Pfiffe der 6200 Fans in der Halle (Saisonminusrekord) immer mehr zu hören.

Sprunger war Chancentod Nummer eins

Mit so vielen Chancen hätte Julien Sprunger noch letzte Saison ein Spiel ganz im Alleingang entschieden, seit der schlacksige Stürmer allerdings mit der Captainbinde umherfährt, hat er viel von seiner Torgefährlichkeit verloren. Schon in der von Gottéron bestimmten Startphase verpasste die Nummer 86 zwei hundertprozentige Möglichkeiten allein vor dem allerdings starken Berra. Und auch die letzte Chance im Spiel mit sechs Feldspielern vor Ende vergab der Internationale aus kurzer Distanz.

Spätestens mit dem Einsatz von Melin neben Jeannin dürfte Coach Pelletier seinen Topsturm mit Sprunger, Plüss und Bykow wohl wieder zusammen laufen lassen. Der kleine Center fehlte gegen die Seeländer wegen einer Grippe, auch seine offensiven Impulse fehlten seiner Mannschaft 60 Minuten lang.

Langsam, aber sicher verlieren die Saanestädter mit solchen bescheidenen Leistungen ihren Vorsprung auf den Strich. Noch läuten im St. Leonhard in dieser Beziehung die Alarmglocken nicht auf vollen Touren, aber mit solchen Auftritten wird man auch in Zukunft kaum grosse Stricke zerreissen.

Schwaches Spielniveau

Biel scheint in dieser Saison im St. Leonhard Glück zu haben, denn nach dem Startspiel Anfang September holte das Team von Trainer Kevin Schläpfer nun schon zum zweiten Mal das volle Punktezahl. Hatten die Berner damals noch von einer desolaten Leistung von Goalie Ciaccio profitiert, so lag diesmal der Grund nicht beim Keeper des Favoriten. Huet hielt seine Mannschaft bis zum Schluss im Spiel.

Lange Jahre waren die Spiele zwischen den alten Rivalen Gottéron und Biel jeweils intensive Partien mit viel Emotionen. Der gestrige Match mit bescheidenem Niveau erinnerte mehr an ein Freundschaftsspiel denn an eine relativ wichtige Qualifikationspartie. Im Moment stimmt bei den Drachen im Zusammenspiel der Linien und Blöcke nur wenig zusammen, ob dies auch mit den vielen Umstellungen vor und während des Spiels zu tun hat, ist von aussen schwer zu beurteilen. Jedenfalls liefen im Verliererteam auch gestern mindesten ein halbes Dutzend Spieler ihrer Saisonanfangsform bös hinterher. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen gegen Servette am kommenden Freitag (ebenfalls in Freiburg) steht das Pelletier-Team sozusagen am Scheideweg.

Langsam, aber sicher müsste der Chef an der Bande auch taktisch etwas mehr Schwung bringen, denn bis zum späten Time-out schien man im Trainerduo das Schicksal irgendwie tatenlos hinzunehmen.

In dieser Beziehung wirkte der EHC Biel um ein Spur bissiger, und dies sollte nebst einer grundsoliden Abwehrleistung am Ende über Sieg und Niederlage mitentscheiden.

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