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Gottérons verpasster Saisonstart

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Gottérons verpasster Saisonstart

Die Genfer waren viel kaltblütiger im Abschluss

Gottéron ist der Start in die neue Saison gestern Abend völlig missglückt. Gegen die viel cleveren Genfer kassierten die Freiburger im St. Leonhard vor 5280 Zuschauern eine ernüchternde 0:4-Niederlage. Die entscheidenden Tore zum 0:3 und 0:4 im letzten Drittel schoss der Gast sogar in Unterzahl!

Von KURT MING

Wie in der vergangenen Saison gab es für Gottéron auch dieses Jahr in der Startrunde eine Heimniederlage. Im Vorjahr verlor man allerdings gegen Absteiger Lausanne nur knapp, diesmal gegen ein körperlich und spielerisch klar besseres Servette gleich deftig. Dazu gab es mit Plüss (Hirnerschütterung), Marquis (Fingerbruch) und Montandon (Kopfverletzung) am Ende gleich noch drei angeschlagene Spieler. Wahrlich kein Start nach Mass, aber ausser ein paar guten Chancen in den zwei ersten Dritteln hatte das McParland-Team offensiv nicht viel zu bieten. Und als es zu Beginn des letzten Drittels endgültig um die Wurst ging, schlichen sich im Powerplay noch böse Schnitzer im Abwehrsystem ein. Romy und Lehoux liessen sich diese Möglichkeiten alleine vor Mona nicht entgehen und skorten kaltblütig.

Freiburgs Offensive inexistent

Eigentlich hat Gottéron mit seiner Mannschaft gegen einen guten Gegner nur eine Siegeschance, wenn die Offensive klappt. Gegen Servette sah man von den Leistungsträgern der Dragons im Abschluss jedoch wenig bis nichts. Klar, Reto Pavoni zeigte sich in Freiburg wie in den Klotener Meisterjahren wieder einmal von der besten Seite. Aber auf der anderen Seite vergaben die Stürmer des Platzklubs ganz einfach zu viele gute Chancen, um im Spiel zu bleiben. Erst als auf dem Eis längst alles gelaufen war, gaben Banham, Holden und Hyvönen richtig Gas. Der finnische Haudegen hatte allerdings die meiste Kraft in der Pause zum letzten Drittel mit einem Kraftausbruch vergeudet.

Einen starken Eindruck hinterliess auf der anderen Seite der Sieger in diesem TV-Spiel über die grösste Zeit des Spiels. Die Genfer haben eine Truppe beieinander, die sich vor niemandem zu fürchten braucht. In allen Linien hat Coach McSorley überragende Spieler zur Verfügung, und punkto Körperspiel dürften die Freiburger Fans gestern das beste Servette seit dem Aufstieg gesehen haben. Dabei hat der kanadische Trainer erstaunlicherweise weniger Geld für die erste Mannschaft zur Verfügung, als dies Roland von Mentlen in Freiburg ausgeben kann. Nebst den guten Ausländern holten sich mit Romy (geht wohl am Montag zum ZSC), Deruns und Trachsel auch junge Spieler Skorerpunkte. Beim HCF fehlten diese an diesem tristen Abend an allen Ecken und Enden.

Zwei Drittel lang war der Match im St. Leonhard trotz leichten Chancenplus Servettes ziemlich ausgeglichen. Die Entscheidung fiel anfangs des letzten Abschnitts als Gottéron unerklärlicherweise im Überzahlspiel zwei Gegentore einkassieren musste. Leider standen bei diesen zwei unnötigen Toren Leute wie Lintner und Murphy in der Hintermannschaft des Verlierers. Erst als der Gast im Hinblick auf die morgige Runde beim Stande von 4:0 verständlicherweise etwas Tempo wegnahm, konnte Freiburg noch die eine oder andere Torchance herausspielen.
Freiburg – Servette 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)

St. Leonhard. 5280 Zuschauer. SR: Stalder, Rebillard/Schmid. Tore: 19. (18:37) Grosek (Schirjajew, Hlavac/Ausschluss Lintner) 0:1. 41. (40:40) Schirjajew (Déruns, Trachsler) 0:2. 46. Romy (Ausschluss Savary!) 0:3. 48. Lehoux (Ausschluss Romy!) 0:4. Strafen: 6×2 Min. gegen Freiburg, 8×2 Min. gegen Servette.
Freiburg: Mona; Lintner, Berger; Murphy, Studer; Ngoy, Marquis; Haldimann; Banham, Holden, Geoffrey Vauclair; Hyvönen, Oliver Kamber, Benjamin Plüss; Sprunger, Montandon, Botter; Neuenschwander, Sassi, Merz, Neff; Lauper.
Servette: Pavoni; Rytz, Bezina; Gobbi, Schirjajew; Snell, Horak; Breitbach; Benoit, Grosek, Johansson; Treille, Lehoux, Hlavac; Trachsler, Romy, Déruns; Fedulow, Savary, Knöpfli.
Bemerkungen: Freiburg ohne Zenhäusern und Birbaum, Servette ohne Cadieux und Sarault (alle verletzt). – Benjamin Plüss (19./Kopf), Montandon (43./Kopf) und Marquis (50./Schulter) verletzt ausgeschieden. – Vorgezogene Drittelspause wegen Blut auf dem Eis (18:07). – Torschuss-Verhältnis 31:39.
Mit letztem Aufgebot zu Basel

Im FN-Interview unmittelbar vor der Saison hatte HCF-Trainer Mike McParland gesagt, Verletzungen könne man sich mit diesem schmalen Kader keine leisten. Jetzt hat die Verletzungshexe schon im Startspiel grausam zugeschlagen: Zenhäusern, Montandon und Plüss werden in Basel sicher nicht dabei sein. Ob Captain Marquis mit einer Schiene spielen kann, ist fraglich.

Elitespieler sollen diese Lücken schliessen. Aber eines ist schon jetzt klar: Ohne eine Steigerung der fünf Ausländer wird es auch beim Aufsteiger, der gestern Abend sein Startspiel in Ambri ebenfalls klar verlor, kaum zu Punkten reichen. Grosse Frage: Wer aus dem Duo Basel/Freiburg schiesst das erste Meisterschaftsgoal?

Spielbeginn in der Eishalle St. Jakob 19.45 Uhr. mi
Wütender Gottéroncoach

Für kurze Momente verlor Mike McParland nach dem Spiel in der Kabine die Beherrschung: «Ich habe der Mannschaft ein paar unschöne Worte gesagt. Es kann doch nicht sein, dass wir im letzten Drittel in ein paar Sekunden alles kaputt machen, was wir vorher aufgebaut haben.»

Man habe dem Gegner den Sieg in dieser Phase auf dem Tablett serviert. «Wir hatten im letzten Drittel 17 Schüsse, Servette nur deren 9. Aber das Torverhältnis war 0:3. Da muss man sich nicht fragen, warum wir verloren haben.» Seiner Mannschaft bleibe nichts anderes übrig, als dieses schlechte Spiel möglichst schnell zu vergessen und sich auf die Aufgabe von heute zu konzentrieren.

Auf der anderen Seite attestierte Assistenztrainer Hans Kossmann seiner Mannschaft eine reife Leistung: «Im letzten Drittel waren wir besser.» Dem gibt es nichts anzufügen. mi

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