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Gotthard-Aushubmaterial im Stedtli

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Gotthard-Aushubmaterial im Stedtli

Autor: Urs Haenni (Text) und Charles Ellena (Bilder)

Normalerweise findet die Murtner Fastnacht statt, wenn die anderen vorbei sind. Da dieses Jahr Ostern aber spät ist, fallen für einmal auch die Fasnachtsfeiern der katholischen Gebiete auf das traditionelle erste März-Wochenende der Murtner Fastnächtler. Murten gleichzeitig wie Rio de Janeiro, Luzern und Freiburg, dazu die Überschneidung mit den Skiferien – das kann der Murtner Narren-Event mit seiner mehr als 60-jährigen Tradition verkraften.

Die Zuschauer standen bei schönstem Wetter dicht gedrängt entlang der Umzugsroute. Dem Kenner der Murtner Fastnacht fehlten wohl die Gast-Guggenmusiken aus der Zentralschweiz, etwa die Rotsee-Husaren. Doch die Tschaupi aus Biel vermochten die Zuschauer mit ihrem Highlander-Kostüm und einem schaurig schön gespielten «Amazing Grace» zu entzücken. Fastnachtsgesellschafts-Sprecherin Brigitte Bosch lobte die Gastguggen als «vom Feinsten».

Mehrmals Berge versetzt

Top wie immer war die Qualität der Wagen-Sujets. Da wurden gleich mehrfach Berge in das Murtner Stedtli versetzt. So präsentierten die Gässliguuger einen löchrigen EU-Geldschrank, auf den ein Schweizer Skilift führte. Die Moosrugger Galmiz bauten zu ihrem Jubiläum einen Berg mit Gold, und schliesslich hatten auch die Mineure vom Gotthard ihren Bohrer durch das Gesteinsmassiv im Murtner Stedtli angesetzt. Das Aushubmaterial stellte sich als Konfetti heraus und verteilte sich dank der Bise schön in der ganzen Altstadt. Ein Szene-Kenner: «So ne Morerei wie no nie!»

Die Murtner müssen im vergangenen Jahr brav gewesen sein. So wurde mit «Piffa-Seppi» Blatter erstmals ein Üsser-Schwiizer zum Füdlibürger erkoren. Korruption im Fussballweltverband und die WM-Vergaben nach Russland und Katar sind bekannt. Heute Montag wird ihm der Prozess gemacht. Sicher kommen noch andere Sachen hervor, die Blatter in und um Murten verbrochen hat. Wetten, dass Blatter aber nach der Verbrennung auf dem Kanonenmätteli bei der Fifa weiter fest im Sattel sitzt?

Jubiläum als Rückblick

Zwei Murtner Fastnachtscliquen feiern dieses Jahr Jubiläum: die Moosrugger 50 Jahre und die Glögglifrösche 40 Jahre. Die Glögglifrösche liessen in einem kleinen Umzug ihre Themen wieder aufleben. Begonnen hat das vor 40 Jahren, im Jahr des Frauenstimmrechts. Es folgten etwa der Panzer 68, ET – der Ausserirdische, der mit Glykol gepanschte Wein, die Abwahl von Elisabeth Kopp, Villigers Sparprogramm bei der Armee, das Theater mit den Murtner Parkplätzen, der Verkauf der Murtner Ersparniskasse, das Swissair-Grounding, der Angriff auf den Cervelat und die Lärmproblematik bei den Murten Classics.

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