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Grabplatte eines Ritters gefunden

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Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg Peter Rych liegt, mit Helm, Kettenhemd und Sporen gekleidet, auf einer Grabplatte; unter dem Kettenhemd trägt er eine Tunika mit plissierten Ärmeln und darüber ein ärmelloses Überkleid. All diese Details sind auch heute noch klar erkennbar, obwohl die Grabplatte im 13. Jahrhundert angefertigt worden ist. Gefunden hat sie der Archäologische Dienst des Kantons Freiburg in der Stadtfreiburger Liebfrauenkirche.

Die Kirche wird restauriert (die FN berichteten). Weil dabei für die neuen Heizungskanäle einiges zerstört werden müsse, nimmt der Archäologische Dienst Ausgrabungen vor – und ist auf die Grabplatte von Peter Rych gestossen. «Sie ist sehr gut erhalten und von sehr guter Qualität», sagt Kantonsarchäologe Claus Wolf. Aussergewöhnlich ist der Fund auch deshalb, weil es sich um eines der ältesten Beispiele einer Liegefigur in der Westschweiz handelt.

Peter Rych war 1264 Mitglied des Kleinen Rates der Stadt Freiburg und in den Jahren 1283 und 1285 Leiter des Bürgerspitals. Sein Todesdatum ist auf der Platte nicht ablesbar. Doch vermutet der Archäologische Dienst, dass er 1285 verstorben sein könnte, da er in der Kirche des Spitals bestattet wurde: Damals sass er das zweite Mal dem Spital vor.

Das Schild mit den drei goldenen Hähnen auf blauem Grund entspricht dem Wappenbild der Familie Rych. Diese Familie, die im 15. Jahrhundert ausgestorben ist, war auch an der Gründung des Klosters in der Magerau beteiligt; dort wurde ebenfalls eine Grabplatte mit dem Wappenbild der Familie im Kirchenchor gefunden.

Noch ist unklar, was mit der Grabplatte passiert. Bleibt sie in der Liebfrauenkirche, so macht der Archäologische Dienst mehrere Abgüsse davon. «Dann wird sie geschützt, und der neue Fussboden kommt drüber», sagt Wolf. Die zweite Möglichkeit wäre, die Platte herauszunehmen. «Das ginge aber nicht so einfach, die Grabplatte hat doch einige Risse», sagt Wolf. Zudem würden so die Bauarbeiten in der Kirche verzögert.

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