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Granit Xhaka – Ein Corona-Fall zur Unzeit

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Erstes Spiel, erste Unruhe: Nach dem 2:1 gegen Griechenland zum Einstand von Nationaltrainer Murat Yakin dreht sich fast alles um den Corona-Fall von Granit Xhaka. Er wird zur gesellschaftspolitischen Thematik, sollte aber eigentlich vor allem sportlich relevant sein.

Es geht jetzt sehr oft um das Wort „eigentlich“. Zum Beispiel: Es war eigentlich nur ein Testspiel. Aber es ist wohl lange her, dass ein solches bei der Schweizer Nationalmannschaft so viele sportliche Brennpunkte im Hinblick auf das folgende Pflichtspiel offenbarte. Dieser Test am Mittwoch gegen Griechenland, dieser 2:1-Sieg zum Einstand des neuen Nationaltrainers Murat Yakin, war nicht bloss ein „Sich-zeigen-dürfen“ für die Ersatzleute oder eine Repetition eingespielter Mechanismen für die Stammkräfte. Dieser Test war nämlich eigentlich vielmehr ein regelrechtes Qualifying für die Startformation am kommenden Sonntag im Spiel der WM-Qualifikation gegen Italien.

Deshalb wären nun eigentlich durchaus sportlich relevante Fragen zu diskutieren. Etwa: Wie sehr wird der neue Trainer in Zukunft Spieler und Öffentlichkeit überraschen, wenn er schon bei erster Gelegenheit auf die quasi offiziell angekündigte Umstellung von Dreier- auf Viererabwehr verzichtet? Oder: Wie gut ist Haris Seferovic in Form, der zuletzt fast einen Monat lang verletzt war, der aber der letzte im Schweizer Kader übrig gebliebene EM-Torschütze ist? Und dann: Weshalb fand Torschütze und Assistgeber Steven Zuber in der Bundesliga keinen Klub, wo er doch im Nationalteam konstant zu den Besten gehört?

Vorwurf an Xhaka unangebracht

Doch solche Fragen werden gerade kaum formuliert oder zumindest nicht gehört. Denn überlagert werden sie vom Corona-Fall von Captain Granit Xhaka. Der kurz vor dem Spiel publik gewordene positive Test erreichte rasch eine gesellschaftspolitische Dimension. Ausgerechnet der Captain war als einziger Spieler nicht geimpft oder genesen. Das ist für den SFV insofern problematisch, weil er nur Stunden zuvor ein Schreiben mit einer Impf-Empfehlung an seine 1400 Klubs und 300’000 lizenzierten Spieler verschickt hatte.

Doch mit dem Finger auf Xhaka zu zeigen, ist in dieser heiklen Thematik unangebracht. Das stellte auch Yakin klar: „Granit ist als Captain ein Vorbild, aber auch er ist ein Mensch. Es ist sein Entscheid, er hat seine eigenen Rechte.“ Ohnehin ist Xhaka als Ungeimpfter kein Schwarzes Schaf. Er gehört eher einer wuchtigen Minderheit an, denn in der Schweiz sind noch immer erst 52 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Vielmehr Sinn würde es eigentlich machen, den Corona-Fall Xhaka in seiner sportlichen Dimension zu betrachten. Sollte auch der Test am Donnerstag positiv ausfallen, fehlt der Kopf der Mannschaft am Sonntag gegen Italien. Im womöglich bereits vorentscheidenden Spiel um die direkte Qualifikation für die WM wäre die Schweiz vom Mittelfeld an nach vorne so sehr geschwächt wie seit Jahren nicht mehr. Zwei Drittel der (EM-)Stammkräfte würden ausfallen.

Zum ersten Mal ohne Xhaka und Shaqiri

Gegen Griechenland etwa haben Xhaka und Xherdan Shaqiri zum ersten Mal in einem Länderspiel gemeinsam gefehlt. Hinzu kommen die Absenzen des gesperrten Remo Freuler und von Breel Embolo. „Ich sehe keine Probleme, ich sehe nur Lösung“, sagte Yakin zwar. Trotzdem: Das Duell mit dem Europameister, auf dem Papier ohnehin die schwerstmögliche Aufgabe überhaupt, wird so zur Herkulesaufgabe.

Djibril Sow und Denis Zakaria im Mittelfeld und der formstarke, aber gegen Griechenland nicht eingesetzte Renato Steffen sowie Siegtorschütze Ruben Vargas dürften gegen Italien zum Einsatz kommen. „Es ist jetzt meine Hauptaufgabe, die Spieler so einzustellen, dass sie Verantwortung übernehmen und mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen“, so Yakin. Oder anders gesagt: Kaum beim Nationalteam angekommen muss Yakin in den nächsten Stunden und Tagen vor allem Basisarbeit leisten. Eigentlich.

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