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Gratis Bratwürste und eigenes Bier

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Gratis Bratwürste und eigenes Bier

Zwischen Fasnacht und ambitioniertem Sport: Grümpelturniere im Sense- und Seebezirk

Ein bisschen Kicken, ein bisschen Feiern: So machen Grümpelturniere Spass. Zungenbrecher für den Speaker gehören dazu. Beinbrüche hingegen müssen nicht sein.

Von PATRICK HIRSCHI (Text) und
ALDO und CHARLES ELLENA (Bilder)

Sie sind der Albtraum jedes Platzsprechers – jene Mannschaften, die sich bei der Anmeldung für das Grümpelturnier unmögliche Namen einfallen lassen. «Chlapfbodehööyi macht a Boxestop» (Tentlingen) kann man sich nach einigen Durchläufen immerhin noch einprägen. Bei anderen Namen hingegen wird schnell einmal deutlich, dass es vor allem darum geht, für Verwirrung zu sorgen: «Iz spüut uf Platz 2» (Tafers) und «Platz A schuttet uf Platz B» (Tentlingen).

Einige Mannschaften nutzen die Möglichkeit der freien Namenwahl, um via Platzsprecher eine Falschmeldung zu verbreiten: «I de Büvetta gits gratis Bratwürst» (Gurmels). Oder man gewährt Einblick in die eigenen taktischen Absichten: «Fäbu mach nit aus alinig!» (Tentlingen).

Wo es einige mit der Fantasie übertreiben, fehlt sie bei anderen umso mehr: «A beliebiga Name» taufte sich ein Team in Gurmels – und wurde innerhalb der Kategorie nur noch von «A beliebiga Name II» getoppt.

Wenn die Piraten kommen

Der Spass soll beim Grümpelturnier im Vordergrund stehen. Doch vielerorts weichen originelle Verkleidungen den konventionellen Tenüs. Eine der letzten Bastionen für kostümierte Gelegenheitsfussballer ist das Grümpelturnier des FC Giffers-Tentlingen. Der lockere Charakter des Festes am Ufer der Ärgera wird durch die Tatsache unterstrichen, dass es statt auf dem Fussballfeld auf einem Acker ausgetragen wird.

Zahlreiche Teams treten nicht nur verkleidet an, sondern fahren mit Traktor und Anhänger ans Spielfeld. Sogar ein Piratenschiff samt Besatzung machte dem Turnier dieses Jahr seine Aufwartung.

Privatparties auf dem Wagen

Dass heute an den meisten Turnieren kaum noch Mannschaften mit Wagen antreten, stört deren Organisatoren wohl kaum. Im Gegenteil: Oft dienen die Wagen als privater Party-Ort, wo vor allem mitgebrachte Getränke konsumiert werden – zum Leid der offiziellen Festwirtschaft.

Auch in Tentlingen ist man sich dessen bewusst, wie OK-Präsident Patrick Aeby gegenüber den FN sagt. Sein Organisationsteam setzt deshalb auf konkurrenzfähige Preise. «Ausserdem ist unser Bier immer schön kühl», nennt Aeby einen weiteren Vorzug.

Wagen hin, Getränke her – ein Grümpelturnier ist nach wie vor keine bierernste Sache. Das beweist beispielsweise ein Detail im Turnier-Reglement des FC Gurmels: «Die Spieldauer beträgt zwischen 13 und 20 Minuten», heisst es da. So bleibt dem Platzsprecher stets genügend Zeit, um das fehlerlose Aussprechen der Mannschaftsnamen zu üben.
Sicherheit am Grümpelturnier

Verletzungen kommen an Grümpelturnieren leider immer wieder vor. Sehr oft liegt die Ursache von Unfällen bei Teilnehmern, die ihre spielerischen Limiten durch ehrgeizigen Einsatz wettzumachen versuchen.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, hat die Suva vor vier Jahren die Aktion «Sicherheit bei Grümpelturnieren» eingeführt. Veranstalter können ihr Turnier bei der Suva anmelden. Die Suva stellt ausgebildete Liga-Schiedsrichter zur Verfügung, leistet einen Beitrag von 500 Franken ans Grümpelturnier und stellt Material zur Verfügung – zum Beispiel Schienbeinschoner, Prospekte mit Aufwärmtipps oder Absperrbänder für separate Trainingsplätze.

«Vor allem die offiziellen Schiedsrichter können viel zur Beruhigung eine Spiels beitragen», meint Peter Kuhn vom Bereich Freizeitsicherheit der Suva in Luzern. Er ist überzeugt von der Wirksamkeit dieser Aktion und zitiert eine Statistik, wonach bei einem herkömmlichen Grümpelturnier auf 1000 Spieler durchschnittlich 16 Unfälle kommen. Bei einem Suva-Turnier seien es pro 1000 Teilnehmer nur noch vier Unfälle.
Schweizweit betreut die Suva jährlich rund 100 Turniere, darunter mehrere im Kanton Freiburg. Von der Idee überzeugt ist man auch in Tafers, wo die Aktion nach 2002 dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand. «Wir verzeichneten dieses Jahr bloss ein paar Prellungen und Blasen», sagt OK-Präsident Ivan Schmutz gegenüber den FN. Deshalb sei für das kommende Jahr wiederum die Zusammenarbeit mit der Suva geplant. hi

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