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Grenger müssen mehr zahlen

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An der Gemeindeversammlung von Greng vom Dienstag haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einer Steuererhöhung um sieben Prozentpunkte zugestimmt. Mit dem neuen Steuerfuss von 32 Prozent ab 2015 bleibt Greng aber noch immer mit Abstand die steuergünstigste Gemeinde im Kanton. Mit 21 Ja-Stimmen bei total 37 Stimmberechtigten war das Resultat nicht überwältigend.

Loch mit Reserven stopfen

«Um die laufenden Kosten zu decken, müssen wir den Steuerfuss erhöhen», sagte Ammann Peter Goetschi. «Theoretisch müssten wir den Satz sogar noch stärker anheben.» Grund dafür seien steigende Ausgaben bei der Bildung und der höhere Betrag, den die Gemeinde in den interkommunalen Finanzausgleichs-Topf einzahlen müsse (siehe Kasten). In diesem Jahr hat Greng rund 417 000 Franken Ressourcenausgleich bezahlt, 2015 wird es knapp eine halbe Million Franken sein. Wie der höhere Betrag zustande gekommen ist, konnte Goetschi auf eine Frage aus dem Plenum nicht erklären. «Diese Berechnungen sind sehr kompliziert.»

Laut Goetschi will die Gemeinde das künftige Loch in der Kasse mit den vorhandenen Reserven stopfen. Den Finanzausgleich könne die Gemeinde rund zehn Jahre lang mit vorhandenem Vermögen decken. «Wir wollen die Reserven abbauen und die laufenden Kosten mit den Einnahmen decken.»

«In den Unterlagen fehlen die Zahlen des Grenger Vermögens», sagte ein Votant. Aus den Aussagen Goetschis und den Steuerrückstellungen von rund einer Million lasse sich jedoch schliessen, dass das Grenger Vermögen rund sechs Millionen Franken betrage. Ein Anwesender empfahl, die Steuern nicht zu erhöhen, sondern das Vermögen rasch abzubauen, auch im Hinblick auf eine allfällige Fusion. Goetschi gab zu bedenken, dass in den nächsten Jahren grosse Investitionen für die Schule in Murten, das neue Zentrum der Feuerwehr, die ARA, die Trinkwasserleitungen und für das Gesundheitsnetz auf Greng zukämen und eine Fusion vor 2020 nicht realistisch sei.

Gespräch mit dem Amt

Ein Bürger schlug vor, den Beitrag an den Ressourcenausgleich durch eine Revisionsstelle prüfen zu lassen, denn es sei nicht logisch, dass sie trotz sinkender Steuereinnahmen mehr bezahlen müssten. Eine andere Person aus dem Plenum regte an, zuerst das Gespräch mit dem Amt für Gemeinden zu suchen. «Das werden wir tun», sagte Goetschi. Sie müssten sowieso noch mit dem Amt sprechen, weil es geheissen habe, dass man den Finanzausgleich nicht mit den Reserven bezahlen dürfe. «Die werden erst Ruhe geben, wenn der letzte Millionär den Kanton verlassen hat», sagte ein Bürger dazu.

Die Grenger nahmen den Voranschlag 2015 an. Dieser schliesst bei einem Aufwand von rund 1,6 Millionen mit einem Verlust von 70 500 Franken.

«Die werden erst Ruhe geben, wenn der letzte Millionär den Kanton verlassen hat.»

 Bürger von Greng

Umverteilung: Die Berechnung des Index

D er Finanzausgleich unter den Gemeinden wird jährlich neu berechnet. Laut dem Staatsrat kommen 2015 129 Gemeinden in den Genuss von Beiträgen, 33 zahlen ein. Massgebend für den Finanzausgleich ist das Steuerpotenzial. Dabei ist nicht der Betrag massgebend, den die Gemeinden einkassieren, sondern die Kantonssteuern. So spielen die unterschiedlichen Steuerfüsse keine Rolle. Das Steuerpotenzial ist die Summe der Pro-Kopf-Erträge aus Einkommens-, Vermögens-, Kapital-, Quellen-, Gewinn-, Motorfahrzeug- und Liegenschaftssteuern. Für den Steuerpotenzialindex berechnet der Kanton den durchschnittlichen Ertrag pro Kopf der letzten drei Jahre je Gemeinde und setzt diese Zahl zum gesamten Kanton in Relation. Greng ist neben Cressier, Siviriez und Ferpicloz eine der Gemeinden im Kanton, die am meisten in den Topf einzahlen müssen. emu

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