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Grosse Aufgaben für Gesundheitsnetz See

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Autor: Lukas Schwab

Bis ins Jahr 2020 braucht es im Seebezirk rund 63 zusätzliche Pflegebetten, um den Bedarf abzudecken. Bis 2035 sind im Vergleich zu heute sogar 263 neue Pflegebetten nötig. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichen Studie das Beratungsbüros BVM, die im Auftrag des Gesundheitsnetzes See (GNS) durchgeführt wurde.

Die Studie soll aufzeigen, wie sich das Netzwerk der Pflegeheime Courtepin, Jeuss, Kerzers, Murten und Sugiez in den nächsten 25 Jahren strategisch, organisatorisch und betreffend Infrastruktur weiterentwickeln könnte und welche Auswirkungen dies hat.

Teurer Ausbau

Die Zahl der fehlenden Betten beruht laut Studie auf der statistisch erwiesenen Bevölkerungsentwicklung, die in den kommenden Jahren zu einer starken Zunahme der älteren Bevölkerung im Bezirk führen wird. Dadurch wird auch die Nachfrage nach Betreuungs- und Pflegeleistungen stark ansteigen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, muss das GNS laut Studie seine Bettenzahl von heute 238 bis ins Jahr 2020 auf 301 und bis 2035 gar auf 501 erhöhen.

Um dies zu erreichen sollen die fünf bestehenden Heime ausgebaut und später mit zwei neuen Pflegeheimen ergänzt werden. Die geschätzten Kosten des Ausbaus betragen laut Studie bis 2020 geschätzte 35 Millionen Franken, von 2020 bis 2035 weitere rund 60 Millionen Franken.

«Das sind für die Gemeinden grosse Investitionen», sagt der Präsident des Gesundheitsnetzes See, Markus Ith, auf Anfrage. Es stehe aber fest, dass der entsprechende Bedarf da sei. Dass die Studie von einer Zunahme des Bedarfs an Pflegebetten ausgehe sei zu erwarten gewesen, sagt Ith: «Das Ausmass ist aber schon überraschend.»

Angebot anpassen

Neben der zahlenmässigen Zunahme rechnet das Entwicklungskonzept auch damit, dass die ältere Generation künftig andere Bedürfnisse haben wird. Beim betreuten Wohnen gebe es im Bezirk einen grossen Nachholbedarf und es brauche in Zukunft eine spezialisierte Demenzstation für den gesamten Bezirk. Deren Aufbau ist im Pflegeheim Jeuss denkbar.

Weiter werde die Nachfrage nach Spitexleistungen in Zukunft stark ansteigen. «Die Angebote sind entsprechend auszubauen, die Organisation ist zu professionalisieren», lautet die Schlussfolgerung in der Studie.

Die vom Gesundheitsnetz vorgesehene Zusammenarbeit von Heimen und Spitex soll daher mit Nachdruck weiterverfolgt werden.

Würde das GNS gemäss Entwicklungskonzept der Studie ausgebaut, hätte es dereinst rund 500 Mitarbeitende und einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Franken. «Um dieses Unternehmen zu führen, braucht es eine entsprechend professionelle Führung und Organisation auf strategischer und auf operativer Ebene», so der Schluss der Studie. Der Vorschlag: Es ist eine neue Organisation aufzubauen, bei der eine Direktorin oder ein Direktor in einer neu geschaffenen Stelle die operative Führung übernehmen wird.

Das Home St-François in Courtepin: Hier soll ein Pflegecluster für den französischsprachigen Bezirksteil aufgebaut werden.Bild Charles Ellena

Studie:Wie soll es weitergehen?

Den Gemeinden wurde das Entwicklungskonzept (siehe Haupttext) des Gesundheitsnetzes See letzte Woche vorgestellt. Am 14. Juni werden sie sich an der Delegiertenversammlung dazu äussern. «Wir haben fünf konkrete Fragen zur Studie gestellt, welche die Gemeinden beantworten müssen», sagt Markus Ith, Präsidfent des Gesundheitsnetzes See. Wichtig sei, dass es sich um ein Konzept handle, das nicht fixfertig sei. «Wir werden es nun gemeinsam mit den Gemeinden erarbeiten», so Ith. Entscheidend sei, dass das Gesundheitsnetz des Seebezirks erarbeite, in welche Richtung es in Zukunft gehen soll. luk

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