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Grosse Nachfrage in Düdingen nach ausserschulischer Betreuung

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In den Räumen der Fruchtzwerge-Gruppe der Ausserschulischen Betreuung (ASB) Düdingen riecht es noch nach dem Mittagessen. Der grosse Trubel ist aber vorbei, denn ein grosser Teil der Kinder ist bereits wieder in der Schule oder im Kindergarten. Einige Buben und Mädchen liegen auf Matratzen in der Ruheecke – sie sind aber nicht besonders ruhig, sondern schwatzen und kichern.

«Momentan sind sieben Kinder hier», sagt Bettina Werth­müller, die Leiterin der ASB, mit einem Schmunzeln. «Sie können sich vorstellen, wie laut es ist, wenn am Mittag 28  Kinder hier sind.»

28 Kinder, das ist das Maximum in der Fruchtzwerge-Gruppe, in der die Kinder der beiden Kindergartenstufen und die Erstklässler (1H bis 3H) betreut werden. Und es ist mehr, als die ASB Düdingen vor einem Jahr insgesamt anbot: Damals gab es 24 Plätze für alle Kindergarten- und Primarschulkinder. Heute sind es insgesamt 45, zu den Fruchtzwergen kommt die Gruppe der Gummibären, das sind Kinder, die die zweite bis sechste Klasse (4H bis 8H) besuchen.

Viel Interesse

Der Generalrat beschloss den Ausbau im Juni 2018 (die FN berichteten). Die Gemeinde klärte im Anschluss ab, wie viele Eltern interessiert sind – es waren viele. Im Frühling 2019 wurde klar, dass die bestehenden Plätze nicht ausreichen, wie Bettina Werthmüller erzählt. Zum ausgebauten Angebot kam nämlich noch ein weiterer Faktor: Die zwei Kindertagesstätten (Kitas) im Ort durften wegen neuer Vorgaben des Jugendamts die Kindergartenkinder nicht mehr betreuen, diese müssen neu in die ASB. «Wir hatten also zwei Jahrgänge zusätzlich.» Die ASB brauchte mehr Platz und mehr Personal, und das rasch, denn ab August sollte das ausgebaute Angebot gelten.

So kam es zur Rochade: Die ASB übernahm einen zweiten Raum im Zentrum Drei Rosen, jenen der Spielgruppe. Diese zügelte ins Untergeschoss, wo zuvor die Ludothek war. Und die Ludothek zog ins Thaddäusheim. «Beim Umzug und der Einrichtung halfen die Gemeindeverwaltung und das Personal des Werkhofs mit, ohne wäre es nicht gegangen», sagt Werthmüller.

Und es wurde mehr Personal angestellt: Arbeiteten zuvor sieben Betreuerinnen und Betreuer in der ASB, sind es nun zwölf inklusive der Leiterin Bettina Werthmüller. Die Betreuungsstunden stiegen von rund 8600 im Jahr 2018 auf rund 15 600 im Jahr 2019. 72  Kinder sind insgesamt eingeschrieben, sie besuchen die ASB aber nicht alle gleichzeitig, sondern an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten (siehe Box). Insgesamt hat das Jugendamt 45 Plätze bewilligt. «Im nächsten Schuljahr werden wir alle Plätze gefüllt haben», sagt Bettina Werth­müller. An einigen Tagen gebe es sogar mehr Anmeldungen als Plätze.

Kein Ausbau 2020

Braucht es also bald wieder einen Ausbau? Im Generalrat wurde dies im Dezember gefordert, und auch viele Eltern wünschen dies. Für nächstes Jahr müssen einige Eltern aber andere Lösungen suchen, denn ein Ausbau ist für das Schuljahr 2020/21 nicht vorgesehen, wie der Gemeinderat dem Generalrat sagte.

«Wir bräuchten mehr Platz und mehr Personal», erklärt die für das Schulwesen zuständige Gemeinderätin Anita Johner-Tschannen (ML-CSP). Namentlich brauche es nach Vorgaben des Jugendamts mehr Toiletten, denn derzeit gibt es nur je eine pro Gruppe. Aber: «Wir können dem Personal nicht noch einmal so eine Hauruckaktion wie dieses Jahr zumuten», sagt Johner-Tschannen. Gerade der Beginn des Schuljahrs mit vielen neuen kleineren Kindern sei sehr anstrengend gewesen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. «Wenn wir wegen eines erneuten raschen Ausbaus ausgebrannte Betreuerinnen haben, ist das auch nicht gut.»

Im Generalrat kam es nicht gut an, dass für 2020 kein Ausbau vorgesehen ist. «Eltern, die keine Lösung haben, müssen bis 2021 warten. Das können wir nicht stehen lassen», sagte Jacqueline Haymoz von den Freien Wählern. Sie forderte eine Übergangslösung. Doch auch das lässt sich so rasch nicht realisieren.

Bettina Werthmüller hat schon einige Mails von Eltern bekommen. «Natürlich ist es für die Eltern nicht einfach, wenn wir ihnen sagen müssen, dass es keinen Platz hat.» In Düdingen gebe es viele Zuzüger, die keine Verwandten in der Umgebung hätten, die bei der Kinderbetreuung einspringen könnten. Zudem teilten sich heutzutage viele Paare die Kinderbetreuung und arbeiteten beide – seien aber an einigen Tagen auf Unterstützung von aussen angewiesen.

Pädagogische Unterstützung

Bettina Werthmüller betont: «Ausserschulische Betreuung heisst nicht nur, dass die Kinder einen Ort fürs Mittagessen, Spielen und die Hausaufgaben haben. Es braucht auch pädagogische Betreuung und Unterstützung.» Ihr Team leiste hier sehr gute Arbeit, die von den Eltern sehr geschätzt werde. Anita Johner-Tschannen ergänzt: «In der ASB zu arbeiten, ist ein anspruchsvoller Job. Wir wollen den Angestellten nicht mehr aufbürden, als zumutbar ist.» Derzeit werden immerhin einige Stellenprozente aufgestockt. Eine Betreuerin, die geht, soll durch eine ausgebildete Fachperson mit mehr Stellenprozenten ersetzt werden.

Und Anita Johner-Tschannen betont, dass es durchaus geplant sei, die ASB in Zukunft auszubauen. «Ziel ist es, auf das Schuljahr 2021/22 hin mehr Plätze anzubieten.» Sicher ist noch nichts, doch Johner ist guter Dinge. Angesichts der Bautätigkeit in Düdingen werde die Nachfrage nach ausserschulischer Betreuung in den nächsten Jahren sicher nicht sinken. Umgekehrt sei eine gut ausgebaute ASB ein Standortvorteil für die Gemeinde und mache sie attraktiv.

«Natürlich ist es für die Eltern nicht einfach, wenn wir ihnen sagen müssen, dass es keinen Platz hat.»

Bettina Werthmüller

Leiterin ASB Düdingen

Zum Angebot

Betreuung während Schulzeit und Ferien

Auf das aktuelle Schuljahr hat die Ausserschulische Betreuung (ASB) Düdingen ihr Angebot ausgebaut. Die Kinder werden während der Schulwochen von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr abends betreut. Es gibt verschiedene Module, etwa frühmorgens, vormittags, über den Mittag mit Mittagessen, nachmittags und nach der Schule. Während neun Schulferienwochen bietet die ASB eine Betreuung von 7 bis 18  Uhr an, auch hier gibt es verschiedene Module, die gebucht werden können. Geschlossen bleibt die ASB während drei Wochen im Sommer, zwei Wochen über Weihnachten sowie an Feiertagen. Die Kinder verbringen die Zeit in zwei Räumen an der Alfons-Aeby-Strasse beim Schulhaus Wolfacker. Es gibt Spiel- und Ruheräume mit Spielsachen und Büchern sowie einen Essbereich mit Tischen, an denen auch Hausaufgaben erledigt werden können. Das Mittagessen liefert das Pflegeheim Wolfacker, das sich gleich gegenüber befindet.

nas

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