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Grosser Rat befürwortet staatliche Hilfe für Bau von günstigen Alterswohnungen

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Autor: Arthur Zurkinden

freiburg Das Kantonsparlament hat am Donnerstag die Volksmotion der CSP Feiburg mit 81 zu 3 Stimmen (10 Enthaltungen) überwiesen. Die CSP will, dass der Staat den Bau von angemessenen Alterswohnungen unterstützt. «Ich kann mir vorstellen, dass der Staat an gemeinnützige Wohnbauträger und öffentliche Institutionen wie Baugenossenschaften, Vereine, Stiftungen oder Gemeinden zinslose Darlehen gewährt oder dass er die Mieten der minderbemittelten älteren Personen subventioniert», erklärt CSP-Nationalrätin Marie-Thérèse Weber-Gobet gegenüber den FN. Sie erinnert daran, dass für solche Personen AHV und Ergänzungsleistungen nicht reichen, um sich gute Alterswohnungen leisten zu können. Und nebst den Alterswohnungen sollten diesen Menschen auch von einem breiten Angebot an Dienstleistungen profitieren können, wie Haushaltshilfen, Spitex- und Mahlzeitdienste, Ärzte, welche Hausbesuche machen, Transporte, Anlässe usw.

Im Rahmen des Projektes «Senior+»

Der Staatsrat will diese Frage im Rahmen des Projektes «Senior+» behandeln. Wie Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre gestern ausführte, wird gegenwärtig ein Konzept für eine Gesamtpolitik für ältere Menschen ausgearbeitet. Dabei wird nicht nur das Anliegen der älteren Menschen, den Lebensabend möglichst lange zu Hause oder in einer Alterswohnung verbringen zu können, angegangen. Auch die Gesundheit, soziale Aspekte, Vereinsamung, Partizipation am Leben der Gesellschaft usw. werden analysiert. Das Projekt soll in ein umfassendes Gesetz münden, das im Jahr 2013 in Kraft treten sollte.

Die vielen Enthaltungen und Nein-Stimmen kamen aus dem FDP-Lager. Dessen Sprecherin Christiane Feldmann wollte mehr wissen darüber, wie die finanzielle Hilfe aussehen soll. «Alt sein heisst nicht sogleich behindert sein», hielt sie fest und wies darauf hin, dass sich die Situation der älteren Menschen sehr unterschiedlich und die Probleme sehr vielschichtig seien. Auch sie gab zu verstehen, dass soziale Aspekte wie die Vereinsamung, die Prävention und die Selbstverantwortung angeschaut werden müssten. Nach ihren Worten wird die FDP zur Finanzierung Stellung nehmen, wenn das Gesetz zur Alterspolitik beraten werde.

Es eilt

Andere Grossräte riefen den Staatsrat auf, nicht bis im Jahre 2013 zu warten, um Hilfe anzubieten. Laut SP-Sprecherin Ursula Krattinger-Jutzet ist das Problem dringend. «Wir müssen jetzt handeln und nicht immer noch neue Studien und Gesetze abwarten», meinte sie.

Edgar Schorderet (CVP, Marly) wollte, dass nicht nur gemeinnützige Wohnbauträger von der staatlichen Hilfe profitieren können, sondern auch private Promotoren.

CSP-Sprecher Benoît Rey und CVP-Sprecherin Jacqueline Brodard machten sich auch für den Ausbau der Hilfe zu Hause stark. Laut Rey ist der Kanton Freiburg in diesem Bereich arg im Hintertreffen.

Freiburg ist bezüglich Pflegeheimplätze Spitze

Anne-Claude Demierre ist sich auch bewusst, dass die Zwischenstrukturen wie Spitex, Tagesheime, Kurzaufenthalte usw. ausgebaut werden müssen. «Bezüglich Pflegeheimplätze im Verhältnis zur älteren Bevölkerung ist Freiburg schweizweit an der Spitze», sagte sie und verwies dabei auf eine Studie.

Sie bestätigte, dass viele Gemeinden, aber auch Private Projekte für Alterswohnungen haben, deren Finanzierung aber oft auf Schwierigkeiten stosse. «Wenn solche Wohnungen eine Rendite von sechs Prozent abwerfen sollen, sind die Mietzinse für viele ältere Menschen zu hoch», gab sie zu bedenken. Nach ihren Worten müssen Lösungen gefunden werden, um Wohnungen anbieten zu können, die z. B. von einer Rendite von vier Prozent ausgehen.

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