Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Grosser Rat solidarisiert sich mit Klimademonstranten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zwei Demonstrationen gegen die Folgen des Klimawandels haben in den letzten drei Wochen in Freiburg mehrere Tausend mehrheitlich junge Demonstranten auf die Strasse gebracht (die FN berichteten). Nun solidarisiert sich der Grosse Rat mit ihnen. Mit 77 zu 11 Stimmen stimmte er gestern bei 8 Enthaltungen einer entsprechenden Resolution zu, die von Bruno Marmier (Grüne, Villars-sur-Glâne), Bernadette Mäder-Brülhart (Mitte links – CSP, Schmitten) und 33 Mitunterzeichnenden von rechts und links eingereicht worden war.

«Der Grosse Rat spricht den jungen Freiburgern, die sich für das Klima mobilisieren und einen fundamentalen Wandel in der Klimapolitik zugunsten der Zukunft unseres Planeten und der künftigen Generationen fordern, seine volle Unterstützung aus», heisst es in der Resolution. Weiter fordere das Kantonsparlament den Staatsrat auf, eine Delegation dieser Jungen möglichst bald zu empfangen, um deren Forderungen zu berücksichtigen, sowohl im Hinblick auf den kantonalen Klimaplan, der derzeit ausgearbeitet werde, als auch auf alle anderen politischen Entscheidungen. Und der Staatsrat wird aufgefordert, die nötigen finanziellen Mittel für eine Reduktion der Kohlen­dioxidemissionen bereitzustellen und einen ambitionierten Klimaplan mit genauen Zielen und einer konsequenten Finanzierung zu präsentieren.

In der Debatte unterstützten sämtliche Votanten die Resolution. «Die Klimademonstranten haben einen Schrei aus tiefstem Herzen formuliert, dem wir uns einfach anschliessen müssen», sagte etwa ­Susanne Aebischer (CVP, Kerzers). «Es ist eine Tatsache, dass die Durchschnittstemperatur auch in der Schweiz ansteigt – die Folgen sind unter anderem stärkere Trockenheit und Wassermangel. Nun ist Zeit, zu reagieren.»

Pierre Mauron (SP, Riaz) sagte: «Die Reaktion dieser jungen Menschen ruft die Politiker direkt zur Verantwortung.» Er bezeichnete die Resolution als «moralischen Appell» und forderte weitere Massnahmen, namentlich in den Bereichen Verkehr, Heizungen und Landwirtschaft. «Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf», so Mauron.

Christa Mutter (Grüne, Freiburg) erinnerte daran, dass der heutige Klimawandel seine Ursachen in den letzten 100 und insbesondere in den letzten 40  bis 50 Jahren habe. «Unsere Generation und diejenige vor uns ist also dafür mitverantwortlich», sagte sie.

«Widersprüchliche» Haltung?

Bruno Marmier zeigte sich im Gespräch nach der Sitzung sehr erfreut über das Ergebnis der Abstimmung. Gleichzeitig sei es «widersprüchlich und sogar etwas lächerlich, wenn die gleichen Abgeordneten, die einen Tag zuvor eine Deckelung der Pendlerabzüge ablehnten, nun Ja zu dieser Resolution sagten». Bei guten Absichten sei man im Kanton Freiburg immer sehr stark, aber nicht, wenn es ums Finanzielle gehe, so Marmier. «Dennoch ist dies ein wichtiger erster Schritt, auch wenn er nur ein deklaratorischer ist», bemerkte der Kantonalpräsident der ­Grünen.

Bernadette Mäder-Brülhart war ebenfalls zufrieden. «Ich erwarte nun aber auch konkrete Massnahmen», sagte sie. Immerhin bedeute die Annahme dieser Resolution «ein Zugeständnis, dass man die Angelegenheit ernst nimmt».

Chronologie

Die Jugend mobilisiert sich

Vor Weihnachten demons­trierten erstmals Schülerinnen und Schüler in Bern, Basel, Zürich und St. Gallen gegen die Klimaerwärmung. Am 18.  Januar gingen 1000 Schüler aus dem ganzen Kanton für den ersten Freiburger Klimastreik auf die Strasse. Am vergangenen Samstag nahmen dann rund 2500 Personen an einer zweiten Demonstration in der Kantonshauptstadt teil.

jcg

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema