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Grosser Schritt in Richtung Ligaerhalt

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Auch in Kloten versucht man es dieser Tage mit Galgenhumor. Mediensprecher Beat Equilino übte sich vor dem gestrigen Spiel in Pantomime, als er so tat, als müsste er sich durch eine grosse Menschenmenge kämpfen, um das Zimmer zu durchqueren. Er machte sich darüber lustig, dass der Presseraum mit einem Dutzend Journalistinnen und Journalisten nur spärlich gefüllt war. Nicht einmal ein Jahr ist es her, da mussten sich die Medienleute tatsächlich durch den rappelvollen Raum kämpfen, als sich Kloten und Gottéron im Playoff-Halbfinal gegenüberstanden.

Perfekter Start

Dass sich die Zeiten geändert haben, wurde gestern auch auf dem Eis schnell klar. Vor halb leeren Rängen waren die beiden Teams zunächst einmal in erster Linie darauf bedacht, keine Fehler zu begehen. Gottéron-Trainer Gerd Zenhäusern machte seine Ankündigung wahr und liess sein Team defensiv spielen. Freiburg machte kaum etwas für das Spiel und war sich nie für ein Icing zu schade. Zunächst ging die Taktik perfekt auf, die Gäste liessen vor dem eigenen Tor wenig zu und kamen wie aus dem Nichts zu einem Doppelschlag. Zunächst erzielte John Fritsche mit einem feinen Backhandlupfer in der 17. Minute das 1:0, und nur 66 Sekunden später beendete Julien Sprunger seine 638 Minuten andauernde Torflaute, als er Jim Vandermeer die Scheibe abluchste und sie an Martin Gerber vorbei zum 2:0 reinwürgte.

Wenig Präzision, viel Angst

Danach aber stellten die Freiburger einmal mehr unter Beweis, dass sie grösste Mühe haben, einen Vorsprung zu verwalten. Kurz nach Sprungers Tor kassierte Sebastian Schilt wegen eines Stockschlags eine unnötige Zweiminutenstrafe, so dass Denis Hollenstein noch vor der ersten Drittelspause Kloten wieder heranbrachte. Spätestens jetzt entwickelte sich ein richtiger Relegationsrunden-Match, mit wenig Präzision und viel Angst auf beiden Seiten. Kurz nach Spielmitte liess Freiburgs Goalie Benjamin Conz einen harmlosen Schuss Victor Stancescus nach vorne abprallen, Jérémie Kamerzin und Dominik Granak reagierten zu langsam, Stancescu verwertete den Nachschuss gleich selbst. Spätestens mit diesem Tor war bei Freiburg die zu Beginn der Partie scheinbar vorhandene Sicherheit weg. Wäre auf der anderen Seite nicht ebenfalls eine zutiefst verunsicherte Equipe gestanden, hätten die Freiburger das Spiel in dieser Phase wohl definitiv aus den Händen gegeben. Plötzlich leisteten sie sich im Spielaufbau haarsträubende Fehler und ermöglichten Kloten zahlreiche hochkarätige Chancen. Die beste vergab Simon Bodenmann mit einer Slapstick-Einlage, als er in der 35. Minute Torhüter Conz bereits umspielt hatte, den Puck dann aber unbedrängt am leeren Tor vorbeischoss.

Matchwinner Abplanalp

So konnte sich Freiburg für das Schlussdrittel wieder sammeln und die Partie ausgeglichen gestalten. Fünf Minuten vor Schluss gelang dann Marc Abplanalp im Powerplay mit seinem zweiten Saisontor tatsächlich der goldene Treffer, auf den die Klotener diesmal keine Antwort fanden. Insgesamt war es ein glücklicher Sieg für die Freiburger. Die Strafe gegen Hollenstein, die Abplanalp das 3:2 ermöglichte, war streng gepfiffen. Kommt hinzu, dass die Flyers dreimal nur den Pfosten trafen.

Doch egal, wie er zustande kam: Klar ist, dass der gestrige Sieg ein unglaublich wichtiger war. Freiburgs Vorsprung auf Kloten beträgt vier Runden vor Schluss der Relegationsrunde nun bereits vier Punkte. Mit zwei Spielen gegen Rapperswil hat es Gottéron am Samstag und Dienstag nun selbst in der Hand, frühzeitig die eigene Haut zu retten.

Gerüchte um Bezina

Während Gottéron auf dem Eis weiter um den Ligaerhalt kämpft, laufen hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen auf die nächste Saison. Gestern vermeldete die «Tribune de Genève», dass die Zeit Goran Bezinas in Genf abgelaufen sei und der bald 35-jährige Verteidiger wohl zu Gottéron wechsle und gar bereits einen Zweijahresvertrag unterschrieben habe. Die Zeitung bezog sich jedoch in erster Linie auf bereits seit Wochen kursierende Gerüchte. «Bezina hat nicht in Freiburg unterschrieben. Das ist alles, was ich zu sagen habe. Alles, was die nächste Saison betrifft, kommentieren wir bis Ende Saison nicht», sagte Generaldirektor Raphaël Berger auf das Thema angesprochen gestern vor dem Match.

Telegramm

Kloten – Gottéron 2:3 (1:2, 1:0, 0:1)

4264 Zuschauer. – SR Stricker/Wehrli, Bürgi/Kohler.Tore:17. (16:44) John Fritsche 0:1. 18. (17:50) Sprunger (Bykow) 0:2. 19. (18:46) Hollenstein (Guggisberg, von Gunten/Ausschluss Schilt) 1:2. 32. Stancescu (Frick) 2:2. 55. Marc Abplanalp (Sprunger/Ausschluss Hollenstein) 2:3.Strafen:3-mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 4-mal 2 Minuten gegen Freiburg.

Kloten Flyers:Martin Gerber; Back, von Gunten; Frick, DuPont; Vandermeer, Schelling; Harlacher; Guggisberg, Peter Mueller, Hollenstein; Leone, Bieber, Simon Bodenmann; Stancescu, Gian-Andrea Randegger, Brady Murray; Bühler, Kellenberger,

Casutt; Praplan.

Freiburg-Gottéron: Conz; Ngoy, Kwiatkowski; Abplanalp, Schilt; Kamerzin, Granak; Merola, Huguenin; Mauldin, Pouliot, Vauclair; Fritsche, Dubé, Hasani; Sprunger, Bykow, Mottet; Botta, Ness, Monnet.

Bemerkungen:Kloten Flyers ohne Jenni, Stoop, Santala, Andersson, Romano Lemm und Liniger, Gottéron ohne Plüss, Brügger, Zangger, Helbling (alle verletzt), Sprukts und Verreault-Paul (beide überzählige Ausländer). – Pfostenschüsse: Peter Mueller (20.), Stancescu (45.).

Die FN-Besten:Hollenstein und Fritsche

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