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Grosser Schritt in Richtung Spital 4.0

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Seien es Blutproben, Lumbalpunktionen, Wundabstriche oder die Entnahme anderer biologischer Flüssigkeiten – am Freiburger Spital HFR fallen jährlich rund 230 000 Aufträge, 700 000 Proben und 3,8  Millionen Patientenergebnisse an. Seit diesem Oktober können sie elektronisch mithilfe von Strichcodes erfasst werden. Ein erster Testlauf dauert noch bis Ende Jahr, danach wird das neue System Anfang 2019 am Standort Freiburg und per Anfang Juni an sämtlichen anderen Standorten des Freiburger Spitals in Betrieb genommen.

Zwei Jahre Vorbereitung

«Dieses Projekt setzt auf die Verwendung von Strichcodes für elektronische Laboraufträge und ist bezüglich Sicherheit und Effizienzsteigerung eines der prioritären Projekte am Freiburger Spital», bemerkt die HFR-Kommunikationsbeauftragte Jeannette Portmann.

Die Vorbereitungsarbeiten für dieses ambitionierte Vorhaben dauerten rund zwei Jahre und wurden vom HFR-Laborleiter Jean-Luc Magnin und dem Informatik-Projektleiter Christophe Bosteels in enger Zusammenarbeit mit interdisziplinären Arbeitsgruppen umgesetzt. «Das Ziel dabei war, die Nachverfolgbarkeit der Teströhrchen und die Sicherheit der Daten jederzeit zu gewährleisten», so Magnin. «Vor allem spart das Personal aber auch wertvolle Zeit.» Bosteels schätzt, dass dank dem neuen System etwa ein Drittel der anfallenden Zeit pro Auftrag eingespart werden kann. Dies habe man sogar anhand von Vide­oaufnahmen mit Probe-Patienten empirisch überprüft.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. «Die Sicherheit der übermittelten Laboranalysen wird durch dieses System deutlich optimiert», so Bosteels. Man könne kein Kästchen mehr falsch ankreuzen oder die handgeschriebene Anordnung eines Arztes falsch verstehen. Ausserdem haben die Ärzte und das Pflegepersonal den Überblick über die Daten jedes Patienten und sehen genau, welche Proben zu welcher Zeit entnommen wurden. Wenn also eine zusätzliche Untersuchung notwendig wird, können sie schnell abklären, ob sie eine bestehende Probe dafür verwenden können.

Mit Laptop oder Smartphone

Künftig wird es folgendermassen ablaufen: Die Pflegefachfrau kommt mit einem Laptop – oder in naher Zukunft sogar mit einem Smartphone – zum Patienten, der ein Armband mit einem Strichcode trägt. Die Pflegerin scannt zunächst den eigenen Strichcode, dann denjenigen des Patienten und schliesslich denjenigen des entsprechenden Behandlungsprotokolls. Erst wenn die Codes übereinstimmen, wird weitergearbeitet. Anschliessend kann die Pflegerin einen einmaligen Strichcode auf die Proberöhrchen kleben, die Proben entnehmen und sie ans Labor schicken.

«Das Scannen ist absolut unschädlich für die Gesundheit der Patienten», versichert Magnin. «Es ist im Prinzip das gleiche System, das auch beim Self-Scanning im Einkaufszentrum zum Zuge kommt, mit dem Unterschied, dass unsere Scan-Geräte aus hygienischen Gründen gewaschen und desinfiziert werden können.» Elektronische Auftragsformulare gebe es zwar schon länger. «Doch hier sind wir mit der elektronischen Kontrolle der Entnahme noch einen Schritt weiter gegangen», bemerkt Magnin dazu.

Es sei von Anfang an darauf geachtet worden, dass dieses neue Strichcode-System mit dem gesicherten schweizerischen elektronischen Patientendossier (e-Health), welches im Jahr 2020 eingeführt wird, kompatibel sein werde. Momentan wird die Kommunikation mit anderen Spitälern, Hausärzten und Pflegeheimen wie bis anhin gehandhabt.

«Die Strichcodes sind eines der prioritären Projekte am Freiburger Spital.»

Jeannette Portmann

Kommunikationsverantwortliche des Freiburger Spitals HFR

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