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Grosses Dankeschön an alle Freiwilligen

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Gastkolumne

Autor: Paul Krähenbühl

Grosses Dankeschön an alle Freiwilligen

In den Tagen vor dem Jahreswechsel gibt es spezielle Momente. Vielleicht bei einem Spaziergang durch den Wald, während der Fahrt im Auto oder im Zug, möglicherweise auch vor dem Einschlafen. Es ist der kurze, stille Moment, in dem wir innehalten und uns fragen: Was habe ich in diesem Jahr gut gemacht, was weniger? Hatte ich auch etwas Zeit für mich, habe ich etwas bewegt, etwas unternommen, das mir Freude bereitete? Glückliche beschäftigen sich bekanntlich in «Musse» mit einem Hobby. Die einen tun dies mit Aktivitäten bei Spiel und Sport, andere wiederum mit Reisen oder Jassen. Dabei unterziehen sie sich freiwillig auch Strapazen und tun oft Dinge, die sie sich nur schwerlich verordnen liessen. Teils angestrengt, teils entspannt, aber fast immer zufrieden, nutzen sie so ihre Freizeit.

Da gibt es aber noch andere. Beispielsweise diejenigen, die sich weg vom Berufsalltag in ihrer Freizeit als Ausbildner, Vereinsfunktionär oder Fussball-Platzwart zu Gunsten Dritter einsetzen. Das Resultat ihres Engagements ist nicht messbar. Sie übernehmen Führungs- und Bereichsverantwortung, wissend, dass ihr Einsatz unentgeltlich ist und sie sich da und dort sogar Kritik und Unverständnis aussetzen. Ihre Zeit und Energie setzen sie für Vereinskameraden, Partner und Partnerinnen ein im Bewusstsein, dass ihr Einsatz der Sache dient und es Freude bereitet, im Team ein gemeinsames Ziel verfolgen und erreichen zu können. Sie spüren und erleben Solidarität und Gemeinsamkeit und empfinden zuweilen eine innere Befriedigung, etwas bewegt zu haben.

Positive Beispiele dafür gibts genug. Da entscheidet sich eine Vereinsleitung, ein Klubhaus zu errichten. In Fronarbeit, unter Einbezug von Jung und Alt, unterstützt von den Behörden und Unternehmern der Gemeinde, entsteht ein Bijou, das seinesgleichen sucht. Da besuchen Sie als Zuschauer das Cup-Spiel Plaffeien gegen den FC Luzern und treffen auf einen Festplatz, welcher einem Mini-Cup-Final alle Ehre macht. Von A bis Z triffst du da auf eine perfekte Organisation, ein grossartiges Fussballfest, das weit über die Region hinaus Freude bereitet.

Die Frage sei erlaubt. Wird seitens der Vereine und der Verbände für die Rekrutierung des für die Weiterentwicklung und den Erfolg eines Klubs so wichtigen Funktionärs-Nachwuchses genug getan? Ist man sich deren Wichtigkeit bewusst? Denn Tatsache ist, dass die Bindung an einen Verein, die Bereitschaft, ein Amt zu übernehmen, in den letzten Jahren stark gesunken ist. Ehrenamtlich Tätige müssen von der Notwendigkeit einer Aufgabe überzeugt und vielfach überredet werden.

Vereine und Verbände sind aufgerufen, aktiv zu werden. Geben wir doch einem jungen Leader-Typ im Verein die Chance, das Grümpelturnier zu organisieren. Er wird seine Kollegen als Helfer um sich scharen. Mit dem Erfolg wird er schrittweise an neue Führungsaufgaben herangeführt. Zeigen wir auf, dass das Mitmachen in einem Verein nach Beendigung der beruflichen Karriere eine dankbare Möglichkeit bietet, das grosse Wissens- und Erfahrungspotential an Jüngere weiter zu geben. Verbessern und vereinfachen wir seitens der Verbände die Rahmenbedingungen für die Vereinsführung. Eine Funktionärs-Ausbildung, Checklisten oder spezielle EDV-Programme können entlasten, motivieren.

Und, dies vor allem: Nehmen wir die Befindlichkeiten der «Freiwilligen» ernst. Ihnen bleibt vielfach bei ihrem grossen Einsatz «nur» die Wertschätzung – Dankbarkeit und Anerkennung. Wären nicht gerade die vor uns stehenden Festtage Anlass, diese Wertschätzung in Form eines kleinen Geschenks, einer Vergünstigung oder mit einem grossen «Merci» zu manifestieren?

Paul Krähenbühl ist Präsident der Amateurliga des Schweizer Fussballverbandes. Der Chef des Infrastruktur-Centers Thun der Logistikbasis der Armee ist Mitglied und ehemaliger Präsident des FC Kerzers.

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