Freiburg 08.02.2019

4,2 Millionen Franken für den Umbau des Arcades

Der Umbau des Arcades beinhaltet die Stärkung der Terrasse sowie Renovation und Erweiterung des Cafés.
Der Gemeinderat von Freiburg ersucht den Generalrat um einen Kredit von 4,2 Millionen Franken für die Sanierung und den Umbau des Arcades-Gebäudes auf dem Ulmenplatz. Gestern stellte er das Projekt, das noch in diesem Herbst starten soll, den Medien vor.

Das Gebäude am Ulmenplatz in der Stadt Freiburg, in dem sich das Café des Arcades befindet, muss saniert werden. Wasserleitungen, Sanitäranlagen, elektrische Installationen oder auch Kücheneinrichtungen sind in die Jahre gekommen, die Farbe an den Wänden ist verblasst, die Dachterrasse muss auf der ganzen Länge verstärkt werden, damit sie uneingeschränkt genutzt werden kann. Dies erklärte Bauvorsteherin Andrea Burgener (SP) gestern vor den Medien.

Teil der Quartieraufwertung

Der Umbau ist Teil des Wiederaufwertungsprojekts des Burgquartiers und wurde vom Studio Montagnini Fusaro ausgearbeitete. Aussen bleibt alles beim Alten. Die Elemente der Innendekoration der Gaststätte werden ebenfalls beibehalten. Dagegen werden die Küche und die Toiletten in das erste Stockwerk verlegt, wodurch die Gaststätte grösser wird. Das Erdgeschoss wird den Speisesaal und die Bar­theke beherbergen. Die ursprüngliche Treppe, die zum ersten Stockwerk hinaufführte, wird erneut gebaut, um die Verbindung zu diesem Stockwerk und zum Pavillon sicherzustellen. Ferner soll ein neuer Lift zu allen Stockwerken führen. Die Personal-, Lager- und Kühlräume befinden sich im Untergeschoss. Im Erdgeschoss wird das an das «Café des Arcades» angrenzende Lokal beibehalten und zum öffentlichen Ausstellungsraum umgestaltet.

Bletz-Terrasse und Pavillon

Das Projekt sieht vor, den Pavillon in das Betriebskonzept zu integrieren. Für den Pavillon ist eine einfache Kücheneinrichtung vorgesehen, die eine Schnellrestauration sicherstellt, um die Kunden an der Bar und auf der Terrasse des Bletz-Pavillons zu bedienen. Die Einrichtung des Pavillons soll auf ein Minimum beschränkt werden, um seine Holzverkleidung und den Blick nach draussen aus den grossen bestehenden Fenstern zu bewahren.

Gemäss dem kommunalen Energierichtplan ist zudem vorgesehen, das Arcades-Gebäude dem Fernwärmenetz anzuschliessen. Die Finanzierung ist bereits im Gemeindebudget enthalten.

Dagegen muss der Generalrat am 18. Februar noch der Finanzierung des Umbaus des Arcades-Gebäudes zustimmen: Kostenpunkt: 4,2 Millionen Franken.

Termine

Das Arcades bleibt 13 Monate geschlossen

Der jetzige Patron des Café des Arcades, Reto Schumacher, will auch nach der Renovation weitermachen. Wie er gegenüber den FN erklärte, freue er sich auf die Erweiterung des Cafés. Sie bringe aber auch organisatorische Veränderungen mit sich. Zudem müsse sicherlich das Gastronomiekonzept angepasst werden. «Nach der Wiedereröffnung wird es darum gehen, die Kundschaft wieder zurückzugewinnen», sagte Schumacher weiter. Denn das Arcades wird während der Bauarbeiten von Oktober 2019 bis Oktober 2020 geschlossen bleiben. Was er und seine 20 Angestellten in dieser Zeit machen werden, sei noch offen. Ge­mäss Finanzvorsteher Laurent Dietrich (CVP) läuft der Pachtvertrag bis 2020 und soll danach gemäss heutige Stand verlängert werden. Derzeit werde der künftige Pachtzins verhandelt. Im Baukredit enthalten sei zudem ein Betrag für eine mögliche Entschädigung während der Zwangspause. Für Reto Schumacher ist jetzt aber erst einmal wichtig, dass der Generalrat dem Kredit zustimmt. «Bis dahin stehen wir auf ­Stand-by.»

rsa