FREIburg 30.07.2020

Der etwas andere Kino-Start

Maximal 300 Personen dürfen dieses Jahr im Open-Air-Kino im Bollwerk in Freiburg Platz nehmen.
Heute Abend öffnet das Open-Air-Kino im Bollwerk in Freiburg seine Türen. 300 Besucherinnen und Besucher dürfen die Organisatoren in das Kino lassen – ohne Maske. Mit einer Check-in-App soll das Contact-Tracing leicht gemacht werden.

Heute Abend startet im Bollwerk-Areal in Freiburg die Open-Air-Kinosaison. «Wir sind überglücklich, dass das Open-Air-Kino in Freiburg überhaupt stattfinden kann», sagt Corina Zurkinden, eine der Verantwortlichen des Open-Air-Kinos Freiburg. Lange herrschte wegen der nationalen Corona-Pandemie grosse Unsicherheit, ob und wie die Freiluft-Kinos in der Schweiz organisiert werden können.

Keine Maskenpflicht

«Maximal 300 Personen inklusive dem Personal dürfen jeden Abend im Open-Air-Kino in Freiburg sein», so Zurkinden. Die Verantwortlichen haben im Bollwerk in Freiburg Sitzmöglichkeiten für bis zu 550 Personen bereitgestellt. Das, damit zwischen den Besuchergruppen immer ein Stuhl Abstand sichergestellt werden kann. «Aufgrund unserer Lage und der einzuhaltenden Sicherheitsabstände haben wir gar nicht die Möglichkeit, mehr Gäste zu empfangen», erklärt Zurkinden. Die Organisatoren gehen davon aus, dass dadurch knapp 65 Prozent der Plätze besetzt werden können. «Am Eingang werden Kino-Mitarbeiter die Besucher empfangen und zu ihren Plätzen weisen», so Corina Zurkinden. Mit Markierungen auf dem Boden sorgen die Veranstalter dafür, dass die Abstandsregeln unter den Gästen und Mitarbeitenden stets eingehalten werden.

Im Open-Air-Kino in Freiburg herrscht hingegen keine Maskenpflicht – im Gegensatz zu Murten. Während des Films wird eine Pause gemacht und Essen und Trinken ist auch am Platz erlaubt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich an der Bar mit Masken und Trennscheiben schützen.

Viel Kreativität zeigten die Bar-Verantwortlichen bei der Herstellung eines eigens kon­struierten Desinfektionsmittelstands: Das Mittel kann mit dem Fuss bedient werden.

In Sektoren unterteilt

Das Contact-Tracing ist ein grosser Bestandteil des Schutzkonzepts in Freiburg. «Wir werden alle Besucher dazu anregen, die kostenlose und ano­nyme ‹Mindful Check-In›-App herunterzuladen, um das Contact-Tracing zu vereinfachen», sagt Corina Zurkinden. In anderen Open-Air-Kinos, wo die App bereits in Betrieb ist, wird sie von knapp 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher benutzt, sagt Zurkinden. Von den Besuchern, die kein Smartphone besitzen, werden die Open-Air-Kino-Betreiber die Kontaktdaten persönlich aufnehmen.

Das Kino ist in sieben Sektoren unterteilt; an jedem wird ein QR-Code platziert. Besucherinnen und Besucher scannen diesen mit ihrer «Mindful Check-In»-App und checken sich so ein. Nach dem Film meldet sich der Benutzer wieder ab. 14  Tage lang sind die Daten auf der App aktiv, danach werden sie gelöscht. «Das Gute an dieser App ist, dass bei einem Corona-Fall in einem gewissen Sektor nur die Kontaktdaten des betreffenden Sektors an die entsprechenden Stellen weitergegeben werden», so Zurkinden.

«Wir freuen uns auf alle»

Die Organisatoren haben sich nebst den Schutzmassnahmen auch mit ihrem Kerngeschäft, den Kinofilmen, beschäftigt. «Wir haben dieses Jahr viele gute Filme im Programm», so Zurkinden. So werden Filme in verschiedensten Sprachen gezeigt, wie das Zürcher Drama «Platzspitzbaby» im Dialekt. Am meisten freut sich die Mitorganisatorin jedoch auf den Dokumentarfilm «Women», der die Fähigkeit der Frauen zeigt, die Welt zu verändern. In den vergangenen Jahren füllte das Open-Air-Kino in Freiburg jeweils fast alle Sitzplätze, was ungefähr 500 Gäste bedeutete. «Wir sind uns bewusst, dass es dieses Jahr ein wenig anders sein wird», sagt Zurkinden. «Wir freuen uns jedoch auf jede Besucherin und jeden Besucher.»

Freiburg

Alles ausser gewöhnlich

Heute zeigt das Open-Air-Kino Freiburg die französische Komödie «Hors Normes» im Originalton. Die beiden Protagonisten Bruno und Malik setzen sich seit über 20 Jahren mit ihrer Einrichtung für autistische Kinder und Jugendliche ein, die sonst von der Gesellschaft zurückgewiesen würden und die bereits in diversen anderen Institutionen durch das Raster gefallen sind. Es gibt nur einen Haken: Nach französischem Gesetz wäre ihr selbstloser Einsatz strengstens verboten. Eine offizielle Genehmigung für ihre Einrichtung und ihren unermüdlichen Einsatz können die beiden nämlich überhaupt nicht vorweisen.

vk

Open-Air-Kino Freiburg, Bollwerk. Do., 30. Juli, 21.15 Uhr: «Hors Normes», Fd.

Murten

Die Trolls und ihre bunte Welt

Im Open-Air-Kino Murten wird es heute einen bunten und musikalischen Abend mit den Trolls geben. Lange war Poppy nicht klar, dass sie und ihre Freunde nicht die einzigen Trolls auf der Welt sind. Poppy bemerkt, dass es noch viele andere Stämme gibt – alle haben ihre eigene Musik, ihre Tänze und Bräuche. Die Königin des Hardrock ist damit nicht einverstanden und möchte, dass alle anderen Arten von Musik verschwinden und sie die Welt beherrscht. Poppy und ihre Freunde wollen das verhindern, denn die Welt kann gar nicht genug bunt, laut und vielfältig sein.

lk

Open-Air-Kino Murten, Stadtgraben. Do., 30. Juli, ca. 21.15 Uhr: «Trolls World Tour», D.