Freiburg 11.01.2020

Der Husky von Pete Doherty biss im Freiburger Dominopark zu

Pete Doherty tritt immer wieder mal im Raum Freiburg auf – beispielsweise im September 2016 in Bulle am Festival Francomanias.
Vor seinem Konzert im Mai 2019 ging der britische Sänger mit seinen beiden Hunden in den Dominopark. Dort biss sein Husky einen fremden Hund.

Einen Strafbefehl mit einer Busse von 250 Franken: Diese Grüsse aus Freiburg hat Peter Pete Doherty vor kurzem erhalten. Das Enfant terrible des britischen Rocks spielte im letzten Mai mit seiner Band The Puta Madres im Freiburger Konzertlokal Fri-Son. Vor seinem Auftritt führte der 40-Jährige seine beiden Hunde, einen Husky und einen Malamute, in den nahe gelegenen Dominopark. Auf dem Weg dorthin legte er laut Facebook-Einträgen von Fans den Hunden offenbar statt einer Leine Klinkenkabel um. Spätestens im Dominopark waren die Hunde jedoch nicht mehr an einer Leine. «Der eine von ihnen wollte mit einem anderen Hund spielen», heisst es im Strafbefehl der Freiburger Staatsanwaltschaft. «Dabei hat er diesen Hund mehrmals gebissen.» Er habe den Jack Russel am Hals verletzt.

Keine Antwort von Doherty

Die Zwanzigjährige, die mit dem Jack Russel Gassi ging, erkannte Pete Doherty. Nach dem Vorfall versuchte sie, ihn via Facebook, Instagram und Mail zu erreichen; doch er meldete sich nicht. Darum twitterte sie drei Tage später: «Dein Husky hat meinen Hund angegriffen. Als ich gesehen habe, was passiert, habe ich nach dir und deinen Freunden gerufen, aber du bist einfach abgehauen!» Weil er nun auch auf ihre Kontaktaufnahmen nicht reagiere, zeige sie ihn halt bei der Polizei an. Die Anzeige erstattete dann die Mutter der Zwanzigjährigen, welcher der verletzte Jack Russel gehört.

Er muss 445 Franken bezahlen

Aus dem französischsprachigen Strafbefehl geht nicht hervor, ob die Freiburger Staatsanwaltschaft Kontakt mit dem Rockstar hatte. Staatsanwalt Jean-Luc Mooser verurteilte Doherty wegen Verstosses gegen das freiburgische Gesetz über die Hundehaltung, in dem unter anderem steht: «Die Halterinnen und Halter müssen ihren Hund jederzeit unter Kontrolle haben.» Zudem müssen sie dafür sorgen, dass ihr Hund anderen Tieren keinen Schaden zufügt. Mooser verzichtete jedoch auf eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung; dieser Tatbestand sei nur erfüllt, wenn absichtlich gehandelt werde, schreibt er im Strafbefehl. Sachbeschädigung wäre infrage gekommen, da Tiere vor dem Schweizer Gesetz nach wie vor als Sache gelten. Zur Busse von 250 Franken kommen noch Verfahrenskosten von knapp 200 Franken, die Doherty übernehmen muss.

Pete Doherty war im letzten Mai nicht das erste Mal im Fri-Son. 2013 war er dort noch mit seiner Band Baby­shambles aufgetreten. Und 2016 trat er am Festival Francomanias in Bulle auf. Für das Konzert im letzten Mai kündigte das Fri-Son ihn als einen Mann an, «bei dem man nicht weiss, ob ihn der Teufel treibt oder ob es am Ende nicht umgekehrt ist». Gegen Schluss des Konzerts kamen damals übrigens auch seine beiden Hunde auf die Bühne.