Freiburg 07.03.2018

Drei Organisten erinnern mit einem Gedenkkonzert an Walter Artho

Der Pianist Walter Artho war als Organist Autodidakt.
Ein Konzert in der Kirche St. Peter in Freiburg erweist dem vor einem Jahr verstorbenen Organisten Walter Artho die Ehre.

Vor einem Jahr ist in Spanien der Pianist und Organist Walter Artho verstorben, der in Freiburg unter anderem als langjähriger Organist an der Kirche St. Peter bekannt war. Ebenda findet diesen Freitag ein Orgelkonzert zu Arthos Gedenken statt. Es spielen die drei Berner Organisten Erwin Messmer, Hans Peter Graf und Ivo Zurkinden. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Dupré, Liszt, Bédard und Graf. Im Anschluss an das Konzert ist ein Kurzfilm über das Leben und Wirken von Walter Artho zu sehen, wie die Organisatoren mitteilen. «Wir sind dankbar, mit Walter Artho befreundet gewesen zu sein; er war uns allen ein Vorbild», schreibt Erwin Messmer zu seiner Motivation für das Gedenkkonzert, das stimmigerweise an jenem Instrument stattfinde, das Artho ein halbes Leben lang bespielt habe.

Walter Artho wurde 1930 geboren und wuchs in Rapperswil-Jona auf. Nach einer kaufmännischen Lehre zog er nach Basel, wo er unter anderem als Barpianist arbeitete, obwohl er keine Noten lesen konnte. 1953 nahm er dank eines Stipendiums ein Musikstudium am Konservatorium Freiburg auf, das er 1955 mit dem Lehrdiplom abschloss. Danach unterrichtete er während 25 Jahren Klavier. In den Siebzigerjahren war Artho Dirigent des Gemischten Chors Tafers, ehe er die Organistenstelle an der Kirche St. Peter in Freiburg übernahm, die er bis 2014 innehatte – wohlbemerkt als Autodidakt an der Orgel. 2014 liess sich Artho in Spanien nieder, dem Heimatland seiner Ehefrau, das er nicht zuletzt von vielen Konzertreisen kannte. In seiner Villa an der Costa Blanca verstarb er am 11. März 2017.

cs

Kirche St. Peter, Freiburg. Fr., 9. März, 20 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.