Freiburg 12.04.2019

Perollesquartier setzt auf Deutsch

Sechs neue Vorstandsmitglieder, ein neuer Name und der Einzug von Deutsch als offizielle Vereinssprache prägten die Versammlung des Quartiervereins Perolles.

Ein stetes Kommen und Gehen im Vorstand hat den Quartierverein «Habiter ­Pérolles – im Perolles wohnen» in den letzten Jahren begleitet. Auch dieses Jahr gab es mit Baptiste Oberson und Jacqueline Echanove zwei Rücktritte. An der Jahresversammlung vom Dienstagabend unterbreitete das Komitee den fünfzehn anwesenden Vereinsmitgliedern deshalb Vorschläge zu Statutenänderungen, die den Verein fit für die Zukunft machen sollen. Neben dem neuen Namen und dem aufgefrischten Logo genehmigte die Versammlung, dass sich das Komitee selbst organisieren und die Pflichten des Präsidenten untereinander aufteilen kann. Neu wird zudem in den Statuten Deutsch zur offiziellen Sprache des Quartiervereins erklärt – bisher war die offizielle Sprache nur Französisch. Mit Applaus wurden sechs neuen Vorstandsmitglieder bestätigt, die sich zu den bisherigen Marc Baeriswyl, Raphaël Casazza und Alexandra Übersax Echegoyen gesellen.

Debatte um Ehrenmitglieder

Zu Unstimmigkeiten führte der Vorschlag des Vorstands, den Status des Ehrenmitglieds aus den Statuten zu streichen. Wer über 25 Jahre lang im Vorstand wirkte oder sich besonders verdienstvoll eingesetzt hatte, wurde bis anhin Ehrenmitglied und bezahlte keinen Mitgliederbeitrag mehr. Mit der Statuten­änderung war unklar, was mit den aktuellen Ehrenmitgliedern passieren würde, woraufhin zwei von ihnen empört den Saal verliessen. Der scheidende Vereinspräsident Baptiste Oberson teilte daraufhin mit, dass die bisherigen Ehrenmitglieder ihren Status behalten würden.

Vernetzer im Perolles

Baptiste Oberson informierte darüber, dass der Verein regelmässig Klagen von Quartierbewohnern bezüglich der Nutzung des Dominoparks erhalte. «Wir stellen fest, dass es Verständnisprobleme zwischen den verschiedenen Nutzergruppen gibt, und haben daraufhin das Zentrum für soziokulturelle Animation ­REPER kontaktiert, welches verschiedene Projekte vorgeschlagen hat», so Oberson. Hoffnungen setze er auch in eine vermehrte Zusammenarbeit mit der Stadt und die Verantwortliche für die soziale Kohäsion. Pauline Despont, Leiterin des Projekts «Gemeinsam für die Gemeinde», kündigte an, dass die Stadt im Jahr 2020 Ausbildungen für Vernetzer im Perollesquartier anbieten werde.