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Grossräte fordern Komfort im Rathaus

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Die Umgestaltung des Sitzes des Kantonsparlaments – das Freiburger Rathaus – wird schon seit vier Jahren geplant. Nachdem das Kantonsgericht aus dem Rathaus auszog, gab es freien Platz. Zudem erfüllt das historische Gebäude die heutigen Standards punkto Isolation, Klimatisierung und Zugänglichkeit für Behinderte nicht. Vor kurzem hat der Staatsrat ein Projekt vorgestellt, das diese Mängel beheben soll (die FN berichteten). In diesem wurden die Bedürfnisse der Benützer studiert, wie Kommissionspräsident Benoît Rey (CSP, Freiburg) bei der gestrigen Debatte im Grossen Rat sagte. Im Vergleich zum Zeitpunkt des Studienkredits, als von ungefähr 15 Millionen Franken die Rede war, geht man nun von Kosten von 20,45 Millionen Franken abzüglich des Studienkredits aus. «Es sind keine Mehrkosten, sondern es ist ein neuer Kostenbetrag, der sich nach zahlreichen Abklärungen ergab», so Rey. So habe man etwa klären müssen, welche Mauer welchen Teil des Gebäudes trägt. Und auch die Aushöhlung für einen Lift wurde neu berechnet. Demgegenüber habe sich die ursprüngliche Schätzung auf das Gebäudevolumen gestützt.

Die Höhe des Kredits war gestern unbestritten. Das Parlament genehmigt den Verpflichtungskredit mit 85 gegen 0 Stimmen. Baudirektor Jean-François Steiert (SP) wies auf die ungewöhnliche Konstellation hin, dass das Parlament bei diesem Geschäft Auftraggeber und Genehmigungsinstanz zugleich ist. Obwohl in der Arbeitsgruppe bisherige und künftige Ratspräsidenten mitmachen, wurde Kritik laut, dass ausgerechnet der Ratssaal im Projekt nicht vorkomme.

Rat bewilligt Zusatzstudie

«Es ist überraschend, dass der Mangel an Funktionalität des Grossratssaals nicht berücksichtigt wurde», meinte Pierre Décrind (CVP, Romont). So sei der Zugang zu den Holzbänken für die Grossräte unbequem, die Sitzordnung mit Grossräten im Rücken der Staatsräte sei nicht ideal, und mal sei es zu heiss, mal zu kalt.

Grossrat Markus Bapst (CVP, Düdingen) brachte deshalb einen Änderungsantrag ein, gemäss dem für maximal 100 000 Franken ein Zusatzkredit gewährt wird, um Ausrüstung, Zugänglichkeit und Funktionalität des Grossratssaals nochmals zu studieren.

Dieser Saal wurde Ende der 1990er-Jahre renoviert, und er gilt als geschützt. «Es gibt etwas Spielraum, aber der ist nicht riesig», sagte Jean-François Steiert. Auch Kommissionspräsident Benoît Rey zeigte sich vorsichtig: «Der Saal hat ein beschränktes Volumen.» Für ihn ist wichtig, dass neue Überlegungen zum Saal das Gesamtprojekt und den Zeitplan der Arbeiten nicht beeinträchtigen. Er versprach aber, dass die Wünsche betreffend den Grossratssaal der künftigen Baukommission mit auf den Weg gegeben werden. Das Rathaus soll 2020 und 2021 umgebaut werden.

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