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Grossräte segnen Zukunftsprojekt ab

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Die Blue Factory soll das Flaggschiff der Innovations- und Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg werden. Der Staatsrat legte gestern dem Grossen Rat einen Bericht und zwei Dekrete vor. Darin werden die Finanzierung der Entwicklung und der Anteil des Kantons definiert (die FN berichteten). Der Grosse Rat segnete die Pläne des Staatsrates ab. Grundsätzlich war die Unterstützung einhellig. Im Detail wurden aber auch kritische Stimmen laut.

Der Staat beteiligt sich am Smart Living Lab (SLL, siehe Kasten), dem zentralen Element der neuen Filiale der ETH Lausanne. Dafür spricht der Staat einen Anschubbeitrag. Geld fliesst auch zugunsten der zweiten Technologieplattform auf dem Gelände, dem Dienstleistungszentrum für Medizinaltechnik (SICHH). Der Kanton gibt ein Darlehen von drei Millionen Franken und garantiert eine Bürgschaft über neun Millionen Franken für den Ankauf von Geräten.Die Dekrete wurden fast einstimmig angenommen.

Anfang eines Abenteuers

Die meistgenannten Begriffe waren Innovation, Mut und Vision. Didier Castella (FDP, Pringy) geht es darum, dass sich Freiburg in die Nationalliga der innovativen Kantone aufschwingt: «Heute können wir alles ändern und unsere Schwächen zu Stärken machen.» Thomas Rauber (CVP, Tafers) sprach von einem grossen Potenzial und einer Chance, welche Freiburgs Teilnahme am nationalen Innovationspark biete. Rauber würdigte auch, dass sich das SICHH als unabhängige, aber operationell mit der Uni verbundene Institution auf die Bedürfnisse der industriellen Nutzer einstelle. Die Forscher erhalten Zugang zu Spitzentechnologie und Geräten, die sonst nicht finanzierbar gewesen wären. Eric Collomb (CVP, Lully) verspricht sich eine hohe Rendite vom Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. «Wir befinden uns am Anfang eines Abenteuers, das die Geschichte unseres Kantons prägen wird.»

Ambitiös und riskant

Für den Misston im Konzert der schönen Stimmen war Emanuel Waeber (SVP, St. Antoni) zuständig. Die Informationen im Bericht seien ungenügend, vor allem fehlten Angaben zu zwei weiteren Projekten. Er kritisierte, dass die Uni finanziell gegenüber der ETH den Kürzeren zu ziehen drohe, und bemerkte, dass die Start-ups, die sich auf dem Gelände ansiedeln, bei schlechtem Geschäftsverlauf rasch wieder verschwinden könnten. Da müsse sich der Staat vorsehen. Pierre Mauron (SP, Riaz) würdigte das Konzept als ambitiös und fundiert. Freiburg müsse aber viel Geld in die Hand nehmen. «Es ist seltsam, auf der einen Seite Geld mit vollen Händen auszugeben und auf der anderen Seite jeden Franken umzudrehen.» Er teilt Waebers Besorgnis, dass die ETH Lausanne gegenüber der Uni und der Hochschule für Technik und Architektur (HTA) privilegiert werden könnte. Kommissionssprecherin Erika Schnyder (SP, Villars-sur-Glâne) entgegnete, man sei sich des Risikos bewusst, doch bei solchen Projekten gebe es keine absoluten Garantien. Wer nicht wage, der nicht gewinne.

Garant für Wohlstand

Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen (CVP) atmete am Schluss auf. «Ich war nach den Verhandlungen in der Kommission nicht so sicher, dass die Projekte so schlank durchkommen würden.» Er hatte sich mit Verve für das Projekt eingesetzt. Das Innovationsquartier werde ein Garant für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand sein. Aber es sei nicht gratis: «Es braucht die Unterstützung des Staates, um durchstarten zu können.» Für ihn sei klar, dass die Blue Factory ohne den Einbezug der ETH-Filiale und die Integration in den Innovationspark keine Chance hätte.

Vonlanthen versprach, dass die Uni und die HTA auch nach dem Auslaufen der Startphase staatliche Mittel erhalten würden, um ihre Funktionen im Rahmen der ETH-Filiale zu erfüllen. Die Gelder sollen ins Staatsbudget aufgenommen werden. «Wir wollen, dass das Projekt fortgesetzt wird.»

Zu den Projekten

Ein vierblättriges Kleeblatt für Freiburg

Für das Smart Living Lab verlagert die ETH Lausanne fünf Lehrstühle nach Freiburg, der Kanton bezahlt deren drei. Der Staat leistet dafür 26,2 Millionen Franken für die Startphase, davon 7,2 für HTA und Uni. Das Projekt SICHH stellt Medizinal-Hightech und Spezialisten zur Verfügung. Die Universität hat dafür eine Aktiengesellschaft gegründet. Die Dekrete zu den Plattformen Innosquare und BCC kommen im Herbst vor den Grossen Rat. Die Kosten für den Bau des Versuchsgebäudes der ETH-Filiale trägt die Betriebsgesellschaft der Blue Factory.fca

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