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«Grösstes virtuelles Einkaufszentrum»

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Die Grissacher «Global Net International AG» hat Grosses vor und geht an die Börse

Der Informationstechnologie-Sektor gilt im Moment als Zukunftsbranche schlechthin. Geldgeber finden sich leichter als Mitarbeiter. Von dieser Situation, diesem Schwung profitieren will auch die «Global Net International AG» (GNI), deren Geschäftsräumlichkeiten sich in Grissach/Cressier befinden. Gestern hat die Unternehmensleitung an einer Medienkonferenz in Bern über ihre Absichten informiert: die Kotierung ihrer Aktien an der Telefonbörse in Bern und die Einbeziehung in den Freiverkehr der Berliner Börse.

E-Commerce: Handel im Internet

Schon länger verfügt die GNI als Nachfolgefirma der «Gastroline» im Internet über Portalseiten: den Schweizer Restaurantführer und einen Branchenführer. Seit kurzem vertreibt das Unternehmen eine ganze Produktelinie, die es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, zu erschwinglichen Preisen einen eigenen Shop im Internet einzurichten und zu betreiben (FN vom 4. November 1999).

Entwickelt hat dieses E-Commerce-Produkt Herbert Maier. Vor dreieinhalb Jahren habe er die erste «EasyOnline»-Version herausgegeben, erklärte er gestern den FN. «Wir sind überzeugt, dass kleinere und mittlere Betriebe früher oder später ihre Produkte im Internet verkaufen wollen.» Wie der Name der Software bereits verspricht, sei «EasyOnline» sehr anwenderfreundlich. Als Doktor der Biologie habe er wohl mehr Sinn für Praxisnähe gehabt als viele Informatiker, meint Herbert Maier.
Herbert Maier hat sein Software-Produkt an die GNI verkauft. Dessen Firmengründer, Geschäftsführer und Verwaltungsrat Robert Schmid aus Schwarzenburg, habe das Potenzial als Erster erkannt. Herbert Maier ist heute Verwaltungsratsmitglied und Geschäftsführer der deutschen Gesellschaft der GNI-Gruppe.

Einkaufszentrum

Da die Software leicht für verschiedene Sprachen hergerichtet werden kann, strebt GNI den ganzen europäischen Markt an. Nur den deutschsprachigen Teil Europas will GNI mit der neuesten Sparte ab 1. März erobern: einer Internet-Mall. Unter «www.easy-world.com» können Kunden ins Internet-Einkaufszentrum gehen, das gewünschte Produkt eingeben und dann Preisvergleiche anstellen. Das virtuelle Einkaufszentrum soll zum grössten Europas avancieren. Es ist eigentlich eine Suchmaschine – eine, die sich aber von den üblichen unterscheiden soll, betont Robert Schmid. «Es muss ein Erlebnis werden, mit Wettbewerben, Chats usw.»

375

Insgesamt 375000 Stück Inhaberaktien mit dem Nennwert von 10 Franken werden angeboten. Gestützt auf die Beschlüsse der Generalversammlung hat der Verwaltungsrat am 1. Februar beschlossen, das Aktienkapital auf maximal 11,25 Millionen Franken zu erhöhen. Die neuen Aktien werden ab 25. Februar bis 17. März zur Zeichnung in der Schweiz und in Deutschland angeboten. Zu haben sind die Aktien für 110 Franken das Stück.

Die angebotenen Aktien sind ab dem 1. Januar 2000 dividendenberechtigt. Die Dividenden werden in den ersten Jahren aber kaum zu Freudensprüngen Anlass geben, rechnen die Analysten doch in der Anfangsphase noch mit Verlusten: Aufgrund der Kosten des Börsengangs wird für 2000 mit 13,9 Millionen Franken Verlust gerechnet; erst ab 2002 soll ein Gewinn von 5 Millionen erzielt werden.

Chancen und Risiken

Eine Analyse hat ergeben, dass die Vorteile des Unternehmens allgemein im extrem wachsenden Bereich E-Commerce-Software liegen sowie im speziellen technologischen Vorsprung der GNI. Die Chancen stünden gut, da GNI auf eine risikomindernde Finanzierung ohne langfristiges Fremdkapital setzt. Hinzu kommt die Bekanntheit der bestehenden GNI-Portalseiten auf dem Schweizer Markt.

Umgekehrt ist die Firma auf dem deutschen Markt kaum bekannt und tritt gegen kapitalstarke, etablierte Konkurrenten (Yahoo, Freenet usw.) an. Zudem sei sie von einigen Key-Playern abhängig und habe die kritische Grösse noch nicht erreicht.
Bei GNI handelt man nach dem Motto: Wer als erster im Internet auftaucht, entwickelt sich zur wichtigsten Anlaufstelle. Den Vorsprung auf die Konkurrenz will GNI ausnützen. Deshalb habe man auch den ungewöhnlichen Gang ohne Bankbegleitung an die Berner Börse gemacht, erklärte Verwaltungsratspräsident Peter Honegger. Der Weg an eine grössere Börse wäre erst in einem Jahr möglich gewesen. Wichtig für die GNI sei die Berliner Börse, meint Robert Schmid. «In Deutschland kommt es nicht drauf an, an welcher Börse man kotiert ist. Es wird darauf geschaut, was für Zahlen man ausweist.»

Steuerbegünstigung
durch Staatsrat

Juristischer Sitz der GNI ist noch Zug. Wie Robert Schmid bereits im November sagte, ist die Verlagerung des Sitzes zur Geschäftsstelle nach Grissach vorgesehen. Gestern erklärte er, die kantonale Wirtschaftsförderung habe einem 5-jährigen Steuererlass zugestimmt. Die GNI warte jetzt nur noch darauf, dass der Staatsrat dies bestätige.

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