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Gründung von Unternehmen gefördert

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Gründung von Unternehmen gefördert

Freiburger Wirtschaftsförderung stärkt ihre Präsenz auf den internationalen Märkten

Der gute Bildungsplatz Freiburg soll auch ein guter Arbeitsplatz sein. Diesem Einsatz gilt die Tätigkeit der kantonalen Wirtschaftsförderung. Sie steht all jenen Unternehmen unterstützend zur Seite, die mit guten Projekten und Produkten Beschäftigung bringen.

Von WALTER BUCHS

Staatsrat Michel Pittet erinnerte an der Jahrespressekonferenz der Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg am Mittwoch in Bulle daran, dass Freiburg über «ausgezeichnete Bildungsstätten» verfüge. Um den ausgebildeten jungen Menschen dann auch gute Berufsperspektiven zu bieten, bestehe das Ziel der Wirtschaftspolitik darin, Arbeitsplätze zu schaffen und namentlich die Branchen mit hoher Wertschöpfung zu stärken. Dabei werde – in enger Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft – dem Sekundärsektor (Industrie) grosse Aufmerksamkeit geschenkt.

Rekord an Neugründungen

«Wir sind uns der Bedeutung des Sekundärsektors, insbesondere der Bereiche mit hoher Wertschöpfung, sehr bewusst,» bestätigte Thierry Mauron, Direktor der Wirtschaftsförderung. Er konnte dabei bekannt geben, dass im Berichtsjahr 2004 39 Unternehmen ihre Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekte in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Wirtschaftsförderung realisiert haben. Von diesen Firmen handelt es sich bei 30 um neu gegründete Unternehmen, was laut Thierry Mauron ein Rekordergebnis für ein Jahr darstellt. Bemerkenswert sei zudem, dass von diesen 39 Gesellschaften 21 ausländischer Herkunft sind.

Gemäss Angaben der Wirtschaftsförderung gehen diese Unternehmen davon aus, dass sie in den nächsten fünf Jahren insgesamt 790 neue Arbeitsplätze schaffen werden, davon gemäss Buisness-Plan ein Drittel im Industrie- und zwei Drittel im Dienstleistungsbereich. Obwohl neue Unternehmen im Gründungsjahr in der Regel eher wenig Arbeitsplätze schaffen, haben die 2004 neu angesiedelten Firmen und jene, die ein Erweiterungsprojekt realisiert haben, im vergangenen Jahr bereits 242 Arbeitsplätze geschaffen, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde. Davon fallen 205 auf den Industriesektor.

Beispiele von Ansiedlungen

Reto Julmy, stellvertretender Direktor der Wirtschaftsförderung, gab ein paar Zusatzinformationen zu ausländischen und Schweizer Unternehmen, die im vergangenen Jahr bei der Standortsuche unterstützt wurden:

– Der deutsche Grossverteiler Aldi wird in Domdidier seine Zentralniederlassung und das Logistikzentrum für die Westschweiz aufbauen. Hier sollen in den kommenden Jahren über 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

– Die Galenica-Gruppe hat den Geschäftsbereich Pharma Schweiz per Ende 2004 im Kanton Freiburg zusammengefasst. Damit wird die Position der Galenica-Tochter Vifor AG in Villars-sur-Glâne gefestigt. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Arbeitsplätzen sollen dank des Reorganisationsprojekts 70 zusätzliche entstehen.

– Das von der ETH Zürich stammende Jungunternehmen preenTec ist im Bereich der Biotechnologie (DNA-Analyse) tätig und hat sich in den Räumen der Ilford in Marly niedergelassen. In den kommenden fünf Jahren sollen dort rund 20 hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Ende 2004 hatten die Staatsräte der Kantone Freiburg und Genf beschlossen, im Bereich der Wirtschaftsförderung enger zusammenzuarbeiten. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Städten und Regionen gesteigert und die Ansiedlung neuer internationaler Unternehmen gefördert werden. «Wir sind komplementär in verschiedener Hinsicht», betonte Direktor Mauron hiezu. Mit dieser Zusammenarbeit könnten die verfügbaren Mitteln optimal eingesetzt werden, ohne neue Strukturen zu schaffen oder zu finanzieren. Beide Wirtschaftsförderungen behielten dabei ihre Verantwortungsbereiche und ihre Unabhängigkeit, würden aber intensive Kontakte und Informationsaustausch pflegen.

Eine Mio. Investition pro Arbeitsplatz

Die Bilanz-Medienkonferenz der kantonalen Wirtschaftsförderung fand gestern im neu erstellten Verwaltungsgebäude der UCB Farchim in Bulle statt. Das biopharmazeutische Unternehmen mit Hauptsitz in der Nähe von Brüssel hat seit 1996 einen Produktionsstandort in Bulle. Für den belgischen UCB-Konzern ist der Standort im Greyerzerland gleichzeitig das weltweite Kompetenzzentrum für Allergien und Atemwegerkrankungen. Es beschäftigt gegenwärtig über 200 Mitarbeitende. Laut Aussagen von Verwaltungsratspräsident Marc Wiers hat UCB Farchim bisher am Standort Bulle rund eine Million Franken pro geschaffenen Arbeitsplatz investiert (siehe auch Kasten).

Die Schatten von «Redwood»

Der VR-Präsident der UCB Farchim, Marc Wiers, zeigte sich vor den Medienvertretern erstaunt darüber, welch hohe Wellen das Projekt «Redwood» schlägt. Gleichzeitig zollte er den Behörden Anerkennung für ihre Haltung.

Für das Projekt «Redwood», für das der Kanton Freiburg auf dem Gebiet der Gemeinde Galmiz eine neue Arbeitszone genehmigt hat, haben die Verantwortlichen der Wirtschaftsförderung die vom betroffenen Konzern angeforderten Unterlagen bereitgestellt. Der Direktor der Wirtschaftsförderung, Thierry Mauron, unterstrich am Mittwoch, dass es eine aussergewöhnliche Chance für die Schweiz und den Kanton Freiburg wäre, ein solches Projekt verwirklichen zu können.

Marc Wiers, VR-Präsident der UCB Farchim in Bulle, die auf dem gleichen Gebiet tätig ist wie der amerikanische Konzern, der sich für einen Produktionsstandort in der Schweiz interessiert, hatte viele anerkennende Worte für die Freiburger Wirtschaftspolitik. Wie das Interesse des ausländischen Konzerns zeige, habe sich diese positive Haltung sicher herumgesprochen.

Für Marc Wiers ist die negative Haltung gewisser Kreise einem so zukunftsträchtigen Projekt gegenüber angesichts der Arbeitsmarktlage in Europa und der Tatsache, dass kaum negative Auswirkungen zu erwarten sind, völlig unverständlich. Er sei höchst erstaunt, dass eine einmalige Chance, hochqualifizierte Arbeitsplätze in diesem Ausmass zu schaffen, solche Wellen schlage. Auch Staatsrat Pittet zeigte sich ungehalten darüber, dass die – meist ausserkantonale – Gegnerschaft die einstimmige und klare Haltung einer demokratisch gewählten Regierung hintertreiben wolle. wb

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