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Grüne Container für sauberes Grüngut

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Die Entsorgung von Grüngut hat in Düdingen in den vergangenen Jahren häufig für Diskussionen gesorgt. Denn allzu oft landete in den drei Grüngutmulden in den Quartieren Abfall, der dort nicht hingehörte. Kontrollen gestalteten sich schwierig, und das Beseitigen der Verunreinigung kostete. «Der Inhalt der Mulden musste von Hand sortiert werden, um Plastik und anderen Abfall zu entfernen», erklärt der für das Entsorgungswesen zuständige Gemeinderat Stefan Siegenthaler (SVP). «Das kostete die Gemeinde 15 000 Franken.»

15 000 Franken, die Düdingen in Zukunft einsparen will. Denn im vergangenen Oktober hat der Generalrat ein neues Abfallreglement angenommen, das eine Grüngutabfuhr vorsieht (die FN berichteten). Ab kommendem Montag können Düdingerinnen und Düdinger ihr Grüngut gratis abholen lassen. Dafür müssen sie sich einen grünen Container in einer von vier zugelassenen Grössen zulegen, die der EU-Norm 840 entsprechen. Diese sind mit einer Hebevorrichtung für die Abfallsammelfahrzeuge ausgerüstet. Zudem müssen die Einwohner bei der Gemeinde eine Vignette abholen, die einmalig zehn Franken kostet. Das Grüngut wird von März bis November einmal die Woche abgeholt, im Winter alle zwei Wochen.

230 Vignetten verkauft

Bis gestern wurden rund 230 Vignetten verkauft, wie Beat Aebischer von der Gemeindeverwaltung Düdingen sagt. «Jetzt zieht es an, momentan verkaufen wir pro Tag zwischen 15 und 20 Vignetten.» Gemeinderat Stefan Siegenthaler fügt an: «Wir erwarten, dass wir insgesamt etwa 1150 Vi­gnetten abgeben werden.» Da Anfang März aber noch nicht viel Grüngut aus den Gärten anfalle, könne es gut sein, dass einige Einwohner ihre Vignette erst später abholten. Auch das Baucenter Riedo spürt die Einführung des neuen Reglements: Es verkaufte letzte Woche mehr als 150 Grün­con­tai­ner, wie Geschäftsführer Patrik Riedo auf Anfrage sagt.

Bei Plastik nicht leeren

Wie lässt sich mit der neuen Regelung verhindern, dass erneut Plastik und anderer Abfall im Grüngut landet? Stefan Siegenthaler erklärt: «Beim Kauf einer Vignette für den Grüngut-Container muss eine verantwortliche Person angegeben werden.» Werde beim Leeren des Containers unerlaubter Abfall gefunden, erhalte der Verantwortliche einen Brief. Und wenn die Grüngut-Abholer schon beim ersten Blick in den Container Plastik sehen, wird er gar nicht erst geleert, sondern mit einem Info-Zettel versehen. «So gibt es automatisch mehr Kontrolle», sagt Siegenthaler.

Neue Gebühr

Grüngut kann auch weiterhin bei der Abgabestelle Kevag im Warpel abgegeben werden, neu kostet das aber 38 Rappen pro Kilo. Mit der Gebühr hofft die Gemeinde die Einwohner zum eigenen Grün-Container bewegen zu können. «Die Kevag ist etwas zu beliebt», sagt Stefan Siegenthaler. Die vielen Abfallentsorger führten zu Verkehrs- und Sicherheitsproblemen. Denn auch viele Leute aus Nachbargemeinden entsorgten Grüngut bei der Kevag – entweder weil es bei ihnen keine Sammelstelle gebe oder weil sie das Entsorgen mit dem Einkauf in Düdingen verbänden. «Wir müssen an die Zukunft denken, Düdingen wird wachsen», gibt Siegenthaler zu bedenken. Die Kevag komme da an ihre Grenzen. Die neue Grüngutabfuhr sei eine günstige Alternative.

Von den Düdingerinnen und Düdingern habe er bisher positive Rückmeldungen erhalten, sagt Siegenthaler. Vereinzelt habe es Unklarheiten gegeben – im letzten Mitteilungsblatt hatte die Gemeinde diese mit einem ausführlichen Merkblatt auszuräumen versucht. In der Generalratssitzung vom Oktober war das neue Abfallreglement fast einstimmig angenommen worden. Stefan Siegenthaler zeigt sich optimistisch: «In anderen Gemeinden wie der Stadt Freiburg funk­tio­niert das System gut, darum denke ich, dass wir auch in Düdingen gut starten werden.»

«Wir müssen an die Zukunft denken, Düdingen wird wachsen.»

Stefan Siegenthaler

Gemeinderat Düdingen

Zahlen und Fakten

Rüstabfälle ja, gekochtes Essen nein

Rund 800 Tonnen Grünabfälle fallen in der Gemeinde Düdingen pro Jahr an, wie Gemeinderat Stefan Siegenthaler (SVP) sagt. Die Zahl schwanke jedoch stark: Wenn es trocken sei und der Rasen weniger schnell wachse, gebe es auch weniger Abfälle. Künftig können die Düdingerinnen und Düdinger ihr Grüngut abholen lassen, dafür müssen sie einen grünen Container in den Grössen 140, 240, 360 oder 770  Liter anschaffen, wie es auf einem Merkblatt der Gemeinde heisst. Dort steht auch, was ins Grüngut gehört: Gartenabfälle wie Rasenschnitte, Laub, Unkraut oder Äste sowie organische Abfälle aus dem Haushalt wie Rüstabfälle von Gemüse und Früchten, Kaffeesatz, Blumen, Eierschalen oder die Streu von pflanzenfressenden Haustieren. Nicht ins Grüngut gehören unter anderem Plastik, Blumentöpfe, Wurzelstöcke, Stämme, Kohle und Asche, gekochte Essensreste, Knochen sowie Hunde- und Katzenkot.

nas

 

 

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