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Grünes Licht für Feuerwehrgebäude

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Erleichterung machte sich breit, als die Präsidentin des regionalen Feuerwehrverbandes, die Murtner Gemeinderätin Katharina Thalmann, das Abstimmungsergebnis bekannt gab. Die Delegierten der zehn Mitgliedsgemeinden genehmigten nach intensiver Diskussion in Muntelier den Baukredit in der Höhe von 13,8 Millionen Franken für das neue Feuerwehrgebäude im Murtner Gebiet Tioleyres mit zwölf zu sechs Gegenstimmen. «Dieser Entscheid ist für die Feuerwehr und den Verband zukunftsweisend», so Thalmann. Das neue Zentrum ermögliche «nach langer, sehr langer Leidenszeit, einen ersten Schritt zu machen».

Projekt deckt Bedürfnisse ab

Thalmann verteidigte das Projekt: Das Bedürfnis nach einer neuen Feuerwehrzentrale sei gross. Das aktuelle Gebäude im Zentrum Murtens sei über 40 Jahre alt, zu eng und entspreche nicht mehr den Anforderungen. Das neue Gebäude ersetze die zwölf aktuellen Standorte, liege zentral und sei von überall her schnell erreichbar. Sie verwies darauf, dass das Projekt gegenüber der ersten Studie mit Kosten von 16 Millionen Franken um zwei Millionen Franken reduziert wurde. Das Raumprogramm sei angepasst worden, die Nutzfläche habe um einen Viertel abgenommen. «Wir haben das Projekt bis zu einem Minimum an Funktionalität reduziert», stellte Thalmann klar. Dennoch erfülle es die Bedürfnisse einer modernen Feuerwehr.

Gurwolf führte Widerstand an

Die Brisanz der Vorlage zeigte sich am kurzfristigen Antrag von Gurwolf und Cressier; die beiden Gemeinden hatten eine Neubeurteilung des Standortes und eine Verschiebung beantragt. Der Syndic von Gurwolf, Eddy Werndli, wollte Kosten, Ausbaumöglichkeiten und Platzverhältnisse genauer angeschaut haben. Der Standort Fin de Mossard in Gurwolf hätte noch einmal evaluiert werden sollen. «Die Vorteile dieses Standortes wurden in der Vorstudie vernachlässigt, sie überwiegen aber.» Der Vorstand nahm das Traktandum so kurzfristig nicht mehr an, zumal viele Delegierte nicht mehr die Möglichkeit hatten, sich zu beraten. Vom Fin de Mossard aus könnten die Einrückzeiten nicht eingehalten werden, betonte Thalmann, man würde einen weiteren Standort brauchen. Dies habe die neue Evaluierung ergeben. Zudem drohe eine Beschwerde wegen Verfahrensfehler. Ihr Fazit: «Der Antrag ist unrechtmässig.»

Gurwolf erhielt bei der Detailberatung Beistand: «Galmiz kann diesem Kredit nicht zustimmen», betonte Ammann Thomas Wyssa. Für Galmiz seien die Kosten noch immer zu hoch. Besonders störe er sich an der Haltung der Kantonalen Gebäudeversicherung (KGV): «Es ist ein Affront, dass sie noch keine klare Position zur Höhe der Subvention bezogen hat.» Er erwarte eine höhere Beteiligung der KGV an den Kosten. Thalmann entgegnete, dass 30 Prozent der Kosten zugesichert seien; allenfalls sei noch mehr zu erwarten. Der Syndic von Cressier, Jean-Daniel Pointet, äusserte Zweifel daran, dass 13,8 Millionen Franken reichen werden. Bei den anderen Gemeindevertretern kam das abgespeckte Projekt gut an. Rudolf Herren, Vertreter der Standortgemeinde und des Hauptzahlers Murten, bezeichnete das Projekt als «ausgereift und kostenverträglich».

Das Projekt wird nun der Bevölkerung der Mitgliedsgemeinden vorgelegt. Am 10. Januar wird eine Informationsveranstaltung in Murten durchgeführt. Die acht Freiburger Gemeinden befinden am 12. Februar an der Urne darüber, in den Berner Exklaven Münchenwiler und Clavaleyres entscheidet am Tag danach eine Gemeindeversammlung. Die Kosten werden gemäss einem Schlüssel unter den Gemeinden aufgeteilt. Die Inbetriebnahme ist für 2019 vorgesehen.

Voranschlag

Investitionen steigen wegen Bauprojekt an

Der Aufwand des Feuerwehrverbandes wird im Budget 2017 auf 1,3 Millionen Franken geschätzt – eine Zunahme von 100 000 Franken gegenüber 2016. Gestiegen sind etwa die Ausgaben für die Ausbildung. Neu ist das Projekt Tioleyres im Budget integriert. Die ersten Posten sind der Kauf des Baulands für 200 Franken pro Quadratmeter, die Kosten für das rechtliche Verfahren und für die Planung. Für 2017 sind Investitionen in der Höhe von 2,2 Millionen Franken vorgesehen, was pro Kopf 161.66 Franken bedeutet (2016: 15.40 Franken). Mit den Betriebskosten müssen die Gemeinden für die Feuerwehr 228 Franken pro Kopf auslegen – gegenüber 88.50 Franken im Vorjahr.

fca

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