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«Güggeli»-Ping-Pong geht weiter

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Produzenten, Behörden und Einsprecher am gleichen Tisch

Die Landwirtschaftszone soll nicht zu einer halbindustriellen Zone werden. Diesen Standpunkt vertritt der WWF. Seine Einsprache gegen die Vergrösserung einer bestehenden Masthalle wurde vom Bundesgericht letzthin gutgeheissen. Das Dossier aus dem Jahre 1997 liegt nun wieder beim Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, und die Bauernfamilie auf dem 11-Hektaren-Betrieb muss weiter auf bessere Zeiten warten. Momentan sind im Kanton Freiburg sieben Gesuche wegen Einsprachen hängig.

Zur Aussprache in Maules (Greyerzbezirk) hat die Freiburgische Landwirtschaftskammer eingeladen. Direktor Francis Maillard forderte insbesondere Aufstockungsmöglichkeiten für kleinere und mittlere Betriebe. Das Stimmvolk habe mit dem klaren Entscheid (über 66 Prozent Ja-Stimmen im Kanton Freiburg) verdeutlicht, dass es eine flexible Handhabung des RPG ausserhalb der Bauzone wolle, damit die Bauern Nebenerwerbstätigkeiten aufbauen könnten. Wie er ausführte, sehe die Landwirtschaft im Geflügelsektor noch Möglichkeiten, denn die schweizerische Geflügelproduktion decke nur gerade 50 Prozent des Bedarfes ab.

Unnötige Polemik

Der Kanton habe die Bewilligungen jeweils von der Düngerbilanz (Abnahmeverträge) und betriebseigenen Futtermittelproduktion abhängig gemacht, führte Landwirtschaftsdirektor Pascal Corminboeuf aus. Um beispielsweise auf die geforderte 70 Prozent Trockensubstanz (eigene Futterbasis) zu gelangen, wurde die Zusammenarbeit mit einem anderen Landwirt verlangt. Werde der Nebenerwerb in der neuen Verordnung wie im bisherigen RPG auf 25 bis 33 Prozent des Einkommens begrenzt, sehe er nicht, wie noch Masthallen gebaut werden könnten. Dies sei doch absurd, stellt er fest.

Der Anwalt der Produzenten, Damien Piller, forderte die Umweltorganisation auf, die hängigen Dossiers zu deblockieren. Auf dieses Begehren gingen die WWF-Vertreter natürlich nicht ein. Es gehe doch nicht an, dass man in aller Öffentlichkeit mit Verhandlungen beginne, stellte Ing. Agr. Walter Vetterli klar. Er ist innerhalb des WWF zuständig für die Fragen der Landwirtschaft.

«Freiburg, eine
einzige Hühnerfarm?»

Für den WWF Freiburg ist es wichtig, dass der Kanton in der Frage der Geflügelmasthallen eine klare politische Haltung einnehme, sagte Regionalkoordinatorin Catherine Martinson. Auf die Frage, wieviele Hallen denn noch geplant seien, wollte sich Optigal-Direktor Beat Schwander nicht einlassen. Dies entscheide die Marktnachfrage, sagte er. Der Ökologie messe ihre Organisation eine grosse Bedeutung zu, hielt er fest.

Der WWF fordert ein «bestimmtes Verhältnis» zwischen Betriebsgrösse und Tierzahl. Immerhin räumte Vetterli ein, dass ihre Organisation Zusammenarbeitsverträge und Betriebsgemeinschaften anerkenne. Dies war laut Dienstchef Felix Aeby bislang nicht der Fall. Den Vorwurf, der WWF erhebe systematisch Einspruch, wurde zurückgewiesen. Die Umweltorganisation ist nicht zuletzt wegen Gewässerschutzproblemen gegen eine Intensivierung der Tierhaltung. Im Kantone Freiburg ortet die Umweltorganisation einen beträchtlichen Rückstand, war herauszuhören.
«Wer befiehlt?», fragte sich der Greyerzer Oberamtmann Placide Meyer. Ein Gesuch werde von zahlreichen Stellen begutachtet. «Warum soll die Baubewilligung nicht erteilt werden können, wenn alle Bedingungen erfüllt sind?», fragte er.
Jacques Vial, Le-Mouret, brachte wirtschaftliche Bedenken in die Diskussion. Die Firma hat bisher für die Geflügelproduktion über 500 Masthallen erstellt. Für die in den Bau von Masthallen spezialisierte Firma in Le Mouret und ihre Zulieferer ist die künftige Politik bedeutungsvoll.
Auch aus Umweltschutzgründen sei die Produktion von Geflügelfleisch im Kanton Freiburg sinnvoll, denn die meisten Hallen seien in einem engeren Einzugsgebiet der Verarbeitungsfirma in Courtepin angesiedelt, wurde von mehreren Votanten ausgeführt. Von Seiten der anwesenden Produzenten mussten die WWF-Vertreter kritische Voten hören.

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