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Guglera – Eine Schule, die fördert und fordert

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Guglera – Eine Schule, die fördert und fordert

Seit 1969 wird das Institut Guglera als Mädchensekundarschule geführt

Das Institut Guglera hat in den vergangenen 140 Jahren Hunderten von Jugendlichen den Start ins Berufsleben ermöglicht. Es ist denn auch nicht die mangelnde Nachfrage nach Ausbildungsplätzen, die zur Schliessung der Schule im Sommer 2007 führt.

Von ANTON JUNGO

Zurzeit besuchen rund 100 Schülerinnen die Orientierungsschule im Institut Guglera. Über 20 sind extern, das heisst stammen aus den umliegenden Gemeinden, und machen sich die Guglera als Tagesschule zunutze. Etwa ein Viertel aller Schülerinnen sind französischer Muttersprache. Fast die Hälfte der Schülerinnen stammt aus dem Kanton Freiburg, die andern kommen aus den verschiedensten Kantonen. Das Bildungsprogramm der Guglera ist auf den offiziellen Lehrplan der Freiburger Orientierungsschulen ausgerichtet.

Individuelle Förderung

Wie die Schulleiterin Sr. Imelda Steinegger gestern erklärte, versteht sich die Guglera als Alternative zur öffentlichen Schule. «Mit der praktizierten Zweisprachigkeit, dem Niveau-Unterricht, dem begleiteten Studium und den Strukturen des Internats erweitert sie die Chancen für die Zukunft lernwilliger Mädchen», betonte sie und konnte mit Stolz darauf hinweisen, dass ein überdurchschnittlicher Prozentsatz von Schulabgängerinnen der Guglera eine weiterführende Schule besuchen. Zwar führe die Guglera keine progymnasialen Klassen, doch werde Niveau-Unterricht erteilt und die einzelne Schülerin gefördert.

Unter den 22 Schwestern, die heute noch in der Guglera leben, sind zahlreiche ehemalige Lehrerinnen. Die Schülerinnen haben Gelegenheit, bei ihnen Stützunterricht in einzelnen Fächern zu geniessen.

Früher wurden die Mädchen oft zum Besuch des Internats in der Guglera «verdonnert», meinte Sr. Imelda. «Heute wird mit Eltern und Jugendlichen vorgängig das Gespräch gesucht. Der Besuch unserer Schule hat nur einen Sinn, wenn ein Mädchen die Chance selbst packen will», führte sie aus und gesteht ein, dass es heute keine Selbstverständlichkeit mehr sei, wenn eine Jugendliche bereit sei, während drei Jahren nur mit Mädchen zusammenzuleben.

Sr. Imelda sieht darin aber auch eine Chance, weil auf die Bedürfnisse der Mädchen spezifisch Rücksicht genommen wird, und sie ist überzeugt, dass das Selbstwertgefühl der Mädchen im Internat gestärkt wird. «Das Zusammenleben mit Gleichaltrigen verschiedener sozialer und geografischer Herkunft erhöht die soziale Kompetenz. Das Internat kommt den heutigen vielfältigen Familiensituationen entgegen», hält sie fest.

Die Schulleiterin hat festgestellt, dass die Nachfrage nach dem Eintritt in die zweite oder dritte Klasse zugenommen hat. Sie sieht darin ein Zeichen, dass Jugendliche oder Eltern oft feststellen, dass die Schulsituation zuhause unbefriedigend ist und das Internat eine Alternative böte. Andere stellen im Verlauf der Schulzeit fest, dass sie, um einen anspruchsvolleren Beruf ergreifen, einen guten Schulabschluss brauchen. In einzelnen Fällen sei auch die soziale Situation der Familie (Scheidung, alleinerziehende Elternteile usw.) für den Besuch des Internats ausschlaggebend.
Seit je war der zweisprachige Unterricht ein wichtiger Grund für den Besuch der Guglera. «In verschiedenen Deutschschweizer Kantonen wird der Französischunterricht . Doch in vielen Berufen werden Französischkenntnisse immer noch verlangt», erläuterte Sr. Imelda einen weiteren Grund für die stetige Nachfrage des Schulbesuchs in der Guglera.

Stufenweise Schliessung

Das Kloster Ingenbohl hat entschieden, das Institut Guglera nicht abrupt zu schliessen. Mädchen, die zurzeit die Guglera besuchen, sollen die Schule auch in der Guglera beenden können. Ab Schuljahr 2005/06 werden aber keine ersten Klassen mehr geführt, ab Schuljahr 2006/07 keine zweiten Klassen und am 30. Juni 2007 wird die Schule endgültig geschlossen.

Die vielseitigen Aufgaben in Schule und Internat und im hauswirtschaftlichen Bereich werden gegenwärtig von 40 Personen wahrgenommen: 22 Schwestern (vier noch nicht im AHV-Alter), zehn auswärtige Lehrerinnen (meist mit Teilzeitpensum), sechs Frauen im Haushalt (davon eine vollzeitlich), einer Frau im Rechnungsbüro (teilzeitlich) und ein Hauswart.

Das Älterwerden der Schwestern hat es mit sich gebracht, dass immer mehr weltliches Personal eingestellt werden musste. Von den 230 wöchentlichen Pflichtschulstunden bestreiten die Schwestern gegenwärtig noch 120 Stunden. Die übrigen werden von Laienpersonal wahrgenommen.

Der Hauptteil der Einnahmen setzt sich aus Schul- und Pensionsgeldern zusammen. Diese sind sozialverträglich, das heisst abgestuft nach dem Einkommen der Eltern gestaltet. Im laufenden Jahr liegen die Ansätze für interne Schülerinnen zwischen 14 250 und 18 750 Franken. Die externen Schülerinnen zahlen ein Schulgeld zwischen 1500 und 2700 Franken.

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