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Gurwolf will Firmen selbst auswählen

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Die Gemeinde Courgevaux möchte gezielter steuern, welche Unternehmen sich in der Arbeitszone Fin du Mossard nahe der Gemeindegrenze zu Murten niederlassen. Deshalb beantragte der Gemeinderat der Gemeindeversammlung am Dienstagabend, eine rund 14 400 Quadratmeter grosse, unbebaute Parzelle in der Arbeitszone zu kaufen. Dieses Grundstück befindet sich am südwestlichen Rand der Arbeitszone und ist im Besitz des Berner Energieunternehmens BKW. Vizegemeindepräsident Alfred Rentsch sagte, dass sich gemäss dem neuen Zonenplan auf dieser Parzelle nur Industrie und Gewerbe ansiedeln können, die sowohl Arbeitsplätze als auch Steuereinnahmen für die Gemeinde generieren. Doch sei der Zonenplan noch nicht bewilligt und diese Vorgabe deshalb nicht in Kraft.

Die Gemeinde brauche aber neue Steuerquellen, denn durch den Wegzug des Unternehmens Phonak nach Murten verringerten sich die Einnahmen durch Steuern von Unternehmen markant, so der Vizegemeindepräsident. «Es ist wichtig, dass sich auf diesem noch freien Baufeld Unternehmen ansiedeln, die der Gemeinde einen nachhaltigen Nutzen bringen», sagte Rentsch. Das Ziel sei, die Parzelle der Spekulation zu entziehen. Wenn auf dem Grundstück eine Lagerhalle errichtet werden sollte, würde das einen starken LKW-Verkehr in die Arbeitszone bringen, aber steuerlich hätte die Gemeinde nichts gewonnen.

100 Arbeitsplätze

Zwei Unternehmen würden derzeit Bauprojekte für die Parzelle vorbereiten, informierte der Gemeinderat. Sobald die Baubewilligungen vorlägen, werde die Gemeinde die Parzelle an die zwei Betriebe weiterverkaufen. So werde sichergestellt, dass die der Gemeinde vorgelegten Projekte realisiert würden. Um welche Unternehmen es sich handelt, wollte der Gemeinderat nicht verraten. Sie seien aber aus der Region, wollten sich vergrössern und könnten in Zukunft auf der Parzelle in Gurwolf um die 100 Personen beschäftigen.

Für die Gemeinde bringe der Landkauf und anschliessende Verkauf wenig Kosten, aber einen enormen Nutzen, sagte Rentsch. Die Gemeinde werde die Parzelle für rund 2,6 Millionen Franken kaufen und für 2,8 Millionen weiterverkaufen. Vor dem Verkauf werde die Gemeinde Erschliessungsarbeiten vornehmen. Für Courgevaux würden um die 25 000 Franken Zinskosten anfallen, der Rest sei ausgeglichen.

Nach vereinzelten Nachfragen und auch etwas Kritik – «Immobilienhandel ist keine Kernkompetenz einer Gemeinde» – stimmte der Grossteil der anwesenden 35 Bürgerinnen und Bürger für den Landkauf und -verkauf. Zum Landkauf sagten 27 Personen Ja und 3 Nein; zum Verkauf gab es 24 Ja- und 4 Nein-Stimmen.

Für Freizeit und Umwelt

Einen weiteren Landkauf bewilligten die Bürgerinnen und Bürger mit einer Gegenstimme: Eine Parzelle gegenüber des Medizinischen Zentrums an der Hauptstrasse geht für einen Preis von 60 000 Franken in die Hände der Gemeinde über. Bisher wird das Grundstück von einem Bauunternehmen als Abstellplatz genutzt. Wegen des nahen Mühlebachs und einer Hochspannungsleitung könne das Grundstück nicht bebaut werden. Die Gemeinde wolle die Parzelle für öffentliche Aktivitäten, Freizeitbeschäftigungen der Bevölkerung und den Umweltschutz nutzen, sagte Syndic Eddy Werndli. «Auf dieser Parzelle mitten im Zentrum und neben dem Bach können wir etwas Schönes machen.»

Das überarbeitete Schulreglement des zweisprachigen Primarschulkreises Murten wurde ohne Gegenstimme angenommen.

Zahlen und Fakten

Ein Plus von übereiner halben Million

In der laufenden Rechnung 2019 weist Courgevaux einen Einnahmenüberschuss von rund 582 000 Franken aus bei einem Aufwand von fast sieben Millionen Franken. Die Einkommenssteuern der natürlichen Personen hätten sich in den letzten zwölf Jahren fast verdoppelt, sagte Alfred Rentsch. Die Gewinnsteuern der juristischen Personen seien um rund 75 Prozent eingebrochen. Die künftige Entwicklung der Steuereinnahmen bereite der Gemeinde Sorgen.

jmw

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