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Gut – aber zu wenig gut für Punkte

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Trotz zwei Niederlagen an diesem Wochenende bleibt der Abstand von Gotté­ron 15 Runden vor dem Ende der Qualifikation bei vier Verlustpunkten auf den Strich und ist damit noch nicht hoffnungslos. Aber sowohl am Freitag in Lugano wie dann 24 Stunden später zu Hause gegen Leader Zug wäre für die Freiburger mit etwas mehr Cleverness vor dem gegnerischen Tor mehr dringelegen. Um in so engen Partien zu punkten, genügt die Torproduktion des Tabellenneunten im Moment schlichtweg nicht. Nur zwei Tore in zwei Spielen sind eine viel zu magere Ausbeute. In Lugano traf Topskorer Julien Sprunger zweimal, gegen die defensiv kompakt stehenden Zuger reichte es dem Freiburger Goldhelm nur zu einem Stangenschuss im Powerplay wenige Minuten vor Spielende. Sprungers Teamkollegen blieben ansonsten in 120 Spielminuten ohne Torausbeute. Da nützt es auch nichts, wenn man im Spiel fünf gegen fünf und in der Torschussstatistik ebenbürtig ist. Philippe Furrer brachte es dann nach dem Match auf den Punkt: «Es genügt in der ausgeglichenen Liga eben nicht, bloss gut zu spielen, man muss ganz gut spielen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen.» Und das habe man weder im Tessin noch gegen die Zuger geschafft.

Ein Shorthander und ein Powerplaytor

Die Geschichte dieser an sich recht umstrittenen Partie ist schnell erzählt: Den wichtigen Führungstreffer erzielten die Gäste schon nach sieben Minuten, als sie mit einem Mann weniger auf dem Eis standen. Killian Mottet konnte den Puck an der blauen Linie nicht im gegnerischen Drittel halten, der zurückeilende Philippe Furrer musste den Querpass von Santeri Alatalo zu Garrett Roe durchlassen, und der kanadische Center liess an der weiteren Ecke Freiburgs Goalie Reto Berra keine Abwehrchance. Statt 1:0 in Führung lag man gegen die konterstarken Innerschweizer schnell zurück und verminderte damit die Siegeschancen um ein Vielfaches.

Und spätestens, als der neu verpflichtete Dennis Everberg Anfang des zweiten Drittels für Zug im Überzahlspiel auf 2:0 erhöhte, war in der Freiburger Eishalle bereits eine Vorentscheidung gefallen. Verteidiger Benjamin Chavaillaz brachte den Abpraller Berras nicht genug schnell weg, und der Schwede profitierte.

Zug brauchte in der Folge eigentlich nur noch die eigene blaue Linie abzuschirmen – und das beherrscht das Team von Coach Dan Tangnes bekanntlich hervorragend. Mit der Rückkehr des vorher gesperrten Abwehrchefs Raphael Diaz und einem in Superform spielenden Santeri Alatalo gelang das dem späteren Sieger relativ leicht. Das dritte Tor, ein Empty-Netter von Center Yannick-Lennart Albrecht in der letzten Spielminute, war so gesehen nur Zugabe und änderte kaum mehr etwas am schon vorher klaren Verdikt. Da fiel für einmal auch gar nicht gross auf, dass die Zuger nur mit drei Ausländern antreten konnten, ihre beiden gesetzten Stürmer David McIntyre und Carl Klingberg traten die Fahrt in die Saanestadt verletzungshalber gar nicht an.

Die dreckigen Tore fehlen

Sowohl für Charles Bertrand wie auch für Philippe Furrer war der Grund für die Samstagniederlage schnell einmal zur Hand: Man gehe zu wenig dorthin, wo es eben wehtue, nämlich in den Slot, und bringe den Puck deshalb auch nicht genügend aufs Tor. «Wir müssen versuchen, wieder vermehrt sogenannte dreckige Tore zu schiessen, wie es unsere Gegner in jedem Match tun», so Furrer.

Bis auf wenige Ausnahmen wie in Ambri kommt von den Söldnern bei Gottéron punkto Torausbeute wenig bis nichts. Und ausser Killian Mottet, Julien Sprunger und den erneut an einer Hirnerschütterung leidenden Andrei Bykow gibt es im Drachenteam kaum einen Schweizer Stürmer, der für die Liga eine anständige Skorerwertung aufweisen kann. Das Spiel der Freiburger sieht fürs Auge jeweils gut aus, in den beiden letzten Dritteln hatte man sogar zwei, drei beste Möglichkeiten, um nochmals heranzukommen, aber sowohl Samuel Walser wie auch Matthias Rossi brachten aus besten Positionen den Puck nicht im Tor unter.

Klar, der Druck am Strich wird für die Mannschaft von Runde zu Runde grösser, aber mit dieser Erwartung müsse man leben können, sagt Phi­lippe Furrer. Für sein Team hätten praktisch schon jetzt die Playoffs begonnen. Charles Bertrand, der mit seiner persönlichen und der Leistung seiner Linie alles andere als zufrieden war, war der Meinung, man müsse trotz der Niederlagen versuchen, auch das Gute in den Spielen zu sehen und eben weiter im Training und in den Spielen hart zu arbeiten. Leichter werde es in Zukunft sicherlich nicht, aber man sei ja immer dran am Gegner und kassiere nie klare Niederlagen.

Coach Mark French, der nach zwei Jahren in Freiburg mit den Spielern und der Presse nach wie vor kein einziges deutsches und französisches Wort spricht, schlug mit seinen relativ anteillosen Analysen mehr oder weniger in die gleiche Kerbe.

Die unglaubliche Geschichte des Sandro Aeschlimann

Am Freitagabend hatte sich Zugs Stammgoalie Tobias Stephan am Bein verletzt, so kam gegen Gottéron wie schon im ersten Spiel in Freiburg (6:3 für Zug) wiederum der 25-jährige Sandro Aeschlimann zum Zuge. Er konnte gleich einen Shutout verbuchen. Aeschlimann, mit dem die Zuger in 12 Spielen noch nie verloren haben, wechselt auf die nächste Saison hin zum HC Davos. Aeschlimann wurde nach dem Spiel von seinen Kollegen zu Recht gefeiert, doch der «Matchwinner» gab die Blumen sofort an das Team zurück: «Es war heute eine richtige Mannschaftsleistung, die an diesem Abend zum Sieg geführt hat. Ich habe in einzelnen Phasen des Spiels, besonders im letzten Drittel, ein paar Mal auch das nötige Glück gehabt.» Der Glücksrabe sagte auch, dass man einmal mehr ein sehr gutes Boxplay gezeigt und in diesem sogar noch das wichtige 1:0 erzielt habe.

Blick nach vorne

Lange Zeit, um über die Niederlage nachzudenken, bleibt Gottéron nicht, den schon stehen am Dienstag gegen den ZSC mit Neutrainer Arno Del Curto zu Hause und dann am Donnerstag in Rapperswil zwei weitere wegweisende Partien auf dem Programm der Drachen. Und spätesten nach diesem Wochenende ist klar, dass die Freiburger ab sofort mehr als einen Zähler pro Runde brauchen, wollen sie im März doch noch die Finalspiele erreichen – das Minimalziel der Klubleitung.

Telegramm

Gottéron – Zug 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

6052 Zuschauer. – SR Oggier/Wiegand, Gnemmi/Wolf. Tore: 7. Roe (Alatalo/Ausschluss Suri!) 0:1. 23. Everberg (Alatalo/Ausschluss Furrer) 0:2. 59. Albrecht (Suri) 0:3 (ins leere Tor). Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gotté­ron, 7-mal 2 Minuten gegen Zug.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Furrer; Schneeberger, Stalder; Marco Forrer; Bertrand, Slater, Mottet; Sprunger, Walser, Miller; Rossi, Schmutz, Lhotak; Vauclair, Meunier, Marchon; Sandro Forrer.

Zug: Aeschlimann, Morant, Diaz; Thiry, Alatalo; Zryd, Schlumpf; Zgraggen, Stadler; Lammer, Roe, Everberg; Widerström, Albrecht, Suri; Martschini, Zehnder, Simion; Leuenberger, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Freiburg-Gottéron ohne Bykow, Schilt (beide verletzt) und Micflikier (überzähliger Ausländer). Zug ohne Klingberg, McIntyre und Stephan (alle verletzt). – Timeout Freiburg-Gotté­ron (57.). – Pfostenschuss Sprunger (58.).

Die FN-Besten: Sprunger und Aeschlimann.

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