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Gut gespielt, gut gekämpft, aber doch verloren

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Gottéron verlor auch erstes Heimspiel – Lugano mit einem Bein im Halbfinal

Besser kann Gottéron im Moment nicht spielen. Nach dem schwachen Auftritt am Dienstag in Lugano hat sich die Mannschaft von Colin Muller gestern vor den eigenen Fans rehabilitiert. Auch wenn es am Schluss nur zu einer «ehrenvollen» Niederlage reichte, durften die Freiburger Spieler das Eis erhobenen Hauptes verlassen. Sie hatten der Startruppe von Mäzen Geo Mantegazza bis kurz vor Schluss zumindest resultatmässig einen offenen Kampf geliefert. Ein krasser Abwehrfehler des logischerweise vielfach überforderten dritten Blocks, führte dann zum entscheidenden Tor. Misko Antisin vergass für einen Moment seine Freundschaft zum Gottéroncoach und jagte die Scheibe am verdutzten Östlund vorbei ins Netz. So gesehen setzte sich am Ende doch die grössere Klasse der Gäste durch, aber im Gegensatz zum ersten Spiel, musste der Schweizer Meister im St. Leonhard doch diesmal an seine Grenzen gehen.

Gottéron mit zwei guten Blöcken

Für dieses erste Play-off-Heimspiel nahm Colin Muller im Sturm eine Änderung vor, die sich lange Zeit positiv auswirkte. Der neue Kanadier Ryan Savoia wechselte an die Seite von Montandon und Conne, und damit hatte der HCF so etwas wie einen Leaderblock. Nicht von ungefähr erzielte diese Linie auch das wichtige 1:0, das der Mannschaft offensichtlich Mumm gab. Bis weit ins letzte Drittel hinein reichten dann die Kräfte, um die Spannung offen zu halten. Und dies sogar gegen einen unsicheren Spielleiter. Dem herrlichen 1:2 von Christian Dubé ging ein klares Foul an Savoia hinter dem Luganotor voraus. Captain Rottaris brachte sein Team dann mit einem haltbaren Weitschuss – Huet liess die Scheibe aus der Fanghand ins Tor gleiten – nochmals heran. Im letzten Abschnitt hatte dann der Heimklub kaum mehr echte Torchancen. Und nach dem unglücklichen 2:3 war der Ofen endgültig aus.

Luganos Paradeblock
eine Klasse für sich

Glücklich, wer eine solche Klasse-equipe coachen kann. Jim Koleffs Sturmduo Bozon/Dubé war auch gestern Abend allein das Eintrittsgeld wert. Vorweg der Kanada-Schweizer Christian Dubé wird immer mehr zur überragenden Figur im Schweizer Eishockey. Seine beiden Tore waren erste Güte, dies mussten selbst die einheimischen Fans neidlos anerkennen. So bleibt die Frage offen, wer dieses Lugano eigentlich an der Titelverteidigung noch hindern will. Gestern, als es am Ende um alles oder nichts ging, schaltete die Mannschaft blitzschnell einen Gang höher, und prompt fielen die entscheidenden Tore.

Gottéron im Sturm zu harmlos

Immer in wichtigen Spielen fehlen dem HC Freiburg in dieser Saison die Tore. Chancen waren diesmal ein halbes Dutzend da, aber Zählbares wenig. Ryan Savoia, der dieses Manko beheben sollte, erzielte wohl einen Treffer, Rottaris auch, aber dies reichte eben nicht zum Sieg. Und Pascal Schaller, der gestern seinen 29. Geburtstag feierte, meinte treffend: «Gegen so eine gute Mannschaft hat man nicht viele Chancen, wir haben sie zuwenig genutzt.» Anders Lugano, das im Angriff ein halbes Dutzend erstklassiger Spieler hat. Und Play-off-Zeit ist auch immer Antisin-Zeit: Bei seinen beiden letzten Auftritten in Freiburg liess es die Nummer 11 locker angehen, gestern als es um die Wurst ging, war er zur Stelle. Und dazu hatte Lugano auch noch Christian Dubé, der so ein Spiel im Alleingang entscheiden kann, ganz abgesehen von Dauerläufer Andersson. Ein Trost: Lugano musste gut zwei Drittel lang um den Sieg bangen, und dies ist vorweg ein Verdienst der Freiburger, die ihre Haut teuer verkauften.

Stimmen zum Spiel

«Wir haben gut begonnen, aber mit zunehmender Spieldauer hat sich die Klasse der Luganesi doch durchgesetzt. Mein Tor freut mich natürlich sehr, aber ich hätte lieber gewonnen und kein Tor erzielt. Am Schluss fehlte mir bei diesem hohen Tempo etwas die Luft. Ich hoffe, dass ich mich in den nächsten Spielen noch mehr ins Team integrieren kann.»

«Ich glaube, wir haben heute ein Reaktion auf die Niederlage in Lugano gezeigt und gut gespielt. Ein Fehler im letzten Drittel hat uns den Sieg gekostet. Wenn man gegen Lugano so kurz vor Schluss zurückliegt, ist es schwer, noch auszugleichen. Aber ich glaube, wir dürfen trotzdem stolz sein auf unsere Leistung. Und wir werden auch in den nächsten Spielen alles geben.»

«Wir waren heute um eine Klasse besser als beim 7:1, trotzdem hat es leider nicht zum Sieg gereicht. Ich glaube, wir haben heute eine einzigartige Chance verpasst, die Serie auszugleichen. Der Match war lange Zeit auf des Messers Schneide. Ein einziger Fehler, und schon wars passiert. Lugano ist zu clever, um so eine Chance zu verpassen.»

«Ich habe es schon am Dienstag gesagt, dass es in Freiburg ein viel knapperes Spiel geben wird. Huet hat uns im ersten Drittel mit guten Paraden im Spiel gehalten. Ab dem Mitteldrittel waren wir dann die bessere Mannschaft. Das 2:0 in der Serie war enorm wichtig, jetzt können wir am Samstag mit einem Heimsieg schon einen wichtigen Schritt Richtung Halbfinal machen.»

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