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Gute Kameradschaft seit 46 Jahren

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Eduard Kolly hat diese Tage viel zu tun: Er hilft tatkräftig beim Aufbau der Infrastruktur des Bezirksmusikfests Sense, das ab morgen in Kollys Heimatdorf Plaffeien stattfindet. «Der Aufbau der Festzelte ist heute viel einfacher», sagt Kolly. Er muss es wissen, denn er war bereits beim letzten Bezirksmusikfest in Plaffeien 1973 dabei – damals sein erstes. «Die Aluminiumstangen von heute sind viel leichter als die Holzbalken von damals», sagt der Fähnrich der Musikgesellschaft Alphorn Plaffeien.

Trompete und Es-Horn

Dieser ist er 1972 beigetreten, zusammen mit einer Gruppe von Freunden. Wenn man damals Musik machen wollte, sei man eben der Musikgesellschaft beigetreten. Kolly spielte zuerst Trompete. «Aber nicht auf einem so hohen Niveau wie die Jungen heute, ich war nicht am Konservatorium.» Trompete spielen gelernt habe er in der Schule. Mit den Proben und Auftritten der Musikgesellschaft habe er dann stetig dazugelernt. Später wechselte er auf das Es-Horn.

Seit 2008 ist Kolly Fähnrich. «Die Finger wollten nicht mehr so recht», sagt er und blickt auf die von der harten Arbeit auf dem Bau gezeichneten Hände.

Als Fahnenträger ist er zwar nicht mehr bei jeder Probe dabei, erfüllt aber eine wichtige Funktion für den Verein. «Mit der Fahne vertrete ich die Musikgesellschaft bei Anlässen und Auftritten», erklärt Kolly. Rund fünfzehn Mal pro Jahr trägt er die Fahne.

Weisse Handschuhe

Die Rolle als Vertreter nimmt er ernst. Kolly war es, der das Tragen von weissen Handschuhen als Fähnrich eingeführt hatte. Das mache einfach mehr her. Für Beerdigungen hat er schwarze Handschuhe. Bei Vorträgen wie am Bezirksmusikfest sei es wichtig, dass er konzentriert neben den Musikerinnen und Musikern stehe, sagt Kolly. Ein Fähnrich, der unruhig sei und mal hier und mal dorthin schaue, das gehe gar nicht.

Schwierig wird es für ihn, wenn das Wetter nicht mitspielt. Beim Kantonalen Musikfest 2010 in Châtel-St-Denis etwa habe es stark gewindet – da habe er ziemlich fest zupacken müssen, um die Fahne zu halten. Bei einem Anlass in Schwarzsee vor einigen Jahren habe es so stark geregnet, dass die Fahne nach kurzer Zeit komplett durchnässt und ziemlich schwer geworden sei.

Gutes Wetter

Für das Bezirksmusikfest in Plaffeien wünscht er sich denn auch vor allem gutes Wetter. Nicht nur für ihn als Fahnenträger: «Wenn das Wetter schlecht ist, kommt nur die Hälfte der Leute.»

Kolly ist es ein Anliegen, seinen Kolleginnen und Kollegen von der Musikgesellschaft für ihren Einsatz für das Fest zu danken. Die Kameradschaft untereinander gefalle ihm am besten am Vereinsleben, sagt er während des Gesprächs mit den FN mehrmals. Es gebe keine Separation zwischen jungen und älteren Mitgliedern, alle hielten zusammen und pflegten ebendiese Kameradschaft gleichermassen.

Dieses Jahr wird Kolly 65 Jahre alt und geht in Pension. Für die Musikgesellschaft will er die Fahne aber noch so lange tragen, wie es die Gesundheit zulässt. «Wenn Gott will», fügt er hinzu. In rund einem Jahr steht für ihn das nächste Highlight an: Dann reist die Gesellschaft für einen Besuch ins belgische Kasterlee. Für den Verein und für Fähnrich Kolly wird es die vierte Reise nach Flandern sein.

Programm

Orchester und Unterhaltungsmusik

Do., 10. Mai: 17 Uhr Eröffnungsfeier mit Bankett, 20.30 Uhr Konzert von Viera Blech aus Österreich.

Fr., 11. Mai: 20 Uhr Konzert von HämBäg aus Schwarzsee, 22 Uhr Party und Konzert mit Fäaschtbänkler aus dem Rheintal.

Sa., 12. Mai: 13.30 Uhr Konzertvorträge in der Mehrzweckhalle Plaffeien, 18.30 Uhr Unterhaltungs­konzert der Musikgesellschaft Kerzers, Show der Tambouren Kirchberg, Tanz mit Rudis Oberkrainer.

So., 13. Mai: 8 Uhr Konzertvorträge in der Mehrzweckhalle Plaffeien, 12 Uhr Bankett mit Unterhaltungskonzert der Musikgesellschaft Brünis­ried, 14 Uhr Parade­musik im Dorf, Gesamtchor auf Fussballplatz, Tanz mit Rudis Oberkrainer.

jp

Qualität

Blasmusik ist auf «gutem Niveau»

Das Niveau der Musikgesellschaften im Sensebezirk sei «grundsätzlich gut», sagt der Präsident des Musikverbandes Sense, Markus Zollet, im Vorfeld des Bezirksmusikfests vom Wochenende. Die Bandbreite sei gross; alles in allem «kann man zufrieden sein». Verbesserungspotenzial gebe es aber immer: «Es ist wichtig, dass die Musikgesellschaften immer dranbleiben», sagt Zollet. Die Jugendförderung laufe gut: Viele junge Musikerinnen und Musiker besuchten das Konservatorium. Das Bezirksmusikfest sei eine Gelegenheit, um über den Tellerrand zu schauen und sich mit anderen Gesellschaften zu vergleichen. Der Expertenbericht nach dem Vortrag zeige, wo sich die Vereine noch verbessern könnten.

nas

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