Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gute Spargel-Ernte eingefahren

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Zeit der frischen Schweizer Spargeln ist vorbei, die Königin der Gemüse tankt nun Kraft für die nächste Saison. «Es war ein früher Traumstart Anfang April», zieht Spargelproduzent Kuno Werro aus Allenlüften in der Gemeinde Düdingen Bilanz, «es ging los wie eine Bombe». Doch dann hätten sie mit den Frostnächten im April eins aufs Dach bekommen. «Mit einer Frostbewässerung bei den Grünspargeln konnten wir das Schlimmste verhindern», erklärt Werro, «doch die Kälte bremste alles während etwa drei Wochen».

Kuno Werro baut auf vier Hektaren grüne und weisse Spargeln an. Den Ertrag pro Hektare schätzt er leicht geringer ein als für das letzte Jahr, genaue Zahlen hat er aber noch nicht. Dennoch sei er zufrieden mit der Saison. Letztes Jahr hätten sie fürs Spargelstechen Gummistiefel anziehen müssen, weil es so nass war, «dieses Jahr mussten wir Sonnencreme einstreichen, das war schon um einiges motivierender», sagt Werro und lacht.

Die Grünen sind erfroren

Landwirt Fredy Schwab aus Kerzers spricht von einer guten Saison: «Wir konnten Anfang April fast zwei Wochen früher mit der Ernte beginnen als normal, und dies bei trockenen und warmen Bedingungen.»

Schwab baut auf zwei Hektaren grüne und weisse Spargeln an. Gegenüber 2016 hätten sie leicht mehr weisse Spargeln ernten können. Bei den Grünspargeln sehe die Ertragsbilanz hingegen nicht so gut aus: «Während der Frostnächte im April sind unsere oberirdisch wachsenden Grünspargeln erfroren, wir mussten sie runterschneiden und eine Woche Ausfall in Kauf nehmen.» Die weissen Spargeln hingegen, die in Erddämmen wachsen, seien weitgehend geschützt geblieben, so der Spargelproduzent aus Kerzers.

Gute Qualität

Mengenmässig kann Schwab seine Ernte nicht beziffern: «Wir verkaufen die Spargeln vorwiegend ab Hof und wägen sie nicht», sagt der Landwirt. Die Qualität der Spargeln sei in dieser Saison jedoch aussergewöhnlich gut gewesen, betont Schwab, und auch um die Bedingungen für die Ernte stand es gut: «Weil es weitgehend trocken war, konnten wir gut arbeiten». Letztes Jahr hätten sie sich mit Nässe in den Mulden zwischen den Erddämmen schwergetan beim Spargelstechen.

Für Jakob Schwab von der Seeländerspargeln GmbH in Fräschels gab es in diesem Jahr eine Premiere als Spargelproduzent: «Ich hatte vorher noch nie erlebt, dass wir bereits am 1. April Spargeln stechen können.» Doch auch auf dem Betrieb der Seeländerspargeln gab es nach den Frostnächten Mitte April Schäden zu beklagen, «die Grünspargeln haben gelitten».

Frühe Jahre seien nicht unbedingt die guten Jahre, «denn auf einen frühen Saison­start folgen meist Einbrüche», weiss der Landwirt aus Erfahrung. «Das war typisch in diesem Jahr.» Und wenn es stark rauf und runter gehe mit den Temperaturen, «macht das den Pflanzen stark zu schaffen». Das letzte Jahr sei zwar nass, aber einigermassen konstant gewesen. Dennoch belaufe sich der Ertrag auf etwa die gleiche Menge wie letztes Jahr. «Und die Qualität war sehr gut.» Die Hitze der vergangenen Wochen sei kein Problem gewesen. 16 Hektaren weisse und zwei Hektaren grüne Spargeln baut die Seeländerspargeln GmbH an. Deren Spargelfest lockt jeweils Tausende Besucherinnen und Besucher nach Fräschels.

Zahlen und Fakten

Schweizer essen pro Kopf 1,4 Kilogramm

Die Spargelsaison endet immer um den längsten Tag im Jahr, dem 21. Juni. So hat die Pflanze genug Zeit, um Kraft für das darauffolgende Jahr zu sammeln. Spargeln treiben nach dem letzten Schnitt nochmals aus und bilden einen grünen Busch. Dieser dient der Fotosynthese, mit welcher die Pflanze Energie tankt. Schweizweit ist die Dauerkultur auf dem Vormarsch: Schweizer Gemüseproduzenten weiteten den Spargelanbau gemäss Angaben der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen auf 790 Tonnen Spargeln aus. Das sind rund 120 Tonnen mehr als im Vorjahr. Dennoch decke die hiesige Produktion nur rund sechs Prozent des Bedarfs ab: Von den 11 000 Tonnen, die 2016 verkauft wurden, stammten lediglich 670 Tonnen von hiesigen Äckern. Im Schnitt konsumieren die Menschen hierzulande jährlich 1,4 Kilogramm Spargeln pro Kopf.

emu

Mehr zum Thema