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Gute Stimmen mit einem grossen Echo

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«I love Lady Gaga»: 77 Bombay Street sangen den Refrain in den Nachthimmel von Estavayer, und vom Publikum kam der Refrain so zurück, als ob wirklich alle Lady Gaga zu mögen schienen. 77 Bombay Street brachten zum Abschluss des Estivale 2013 eine Gute-Laune-Stimmung, der sich niemand entziehen konnte. Die vier Brüder aus Basel, in Sgt.-Pepper-Uniformen, stellten mit ihrem harmonischen Folk-Pop für das mehrheitlich frankofone Publikum eine angenehme Entdeckung dar.

Der Platz vor der Hauptbühne war bis zum Abschluss voll besetzt, obwohl eine Band spielte, die viele gar nicht kannten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Organisatoren des Estivale mit rund 8500 zahlenden Besuchern bei der diesjährigen Ausgabe einen Publikumsrekord verzeichneten, wie Co-Direktor Nelson Savoy gegenüber den FN bestätigte. Rund 2000 Besucher am Mittwoch, gegen 4500 am Freitag und nochmals 2000 am Samstag. Oder ganz zum Schluss sogar noch etwas mehr?

«Mit dieser Austragung sollten wir wieder schuldenfrei dastehen», so Savoy. Bei der Austragung 2010 hatten die Organisatoren einen Verlust von 150 000 Franken eingefahren, vor der diesjährigen Austragung standen noch 35 000 Franken Schulden zu Buche. «Jetzt haben wir wieder eine stabile Basis», so Savoy.

Garou als Magnet

Erstmals überhaupt in der Geschichte des Estivale vermeldeten die Organisatoren am Freitag einen ausverkauften Abend. Verantwortlich dafür war der frankokanadische Sänger Garou. In der Deutschschweiz nahezu unbekannt, ist er beim französischsprachigen Publikum durch Fernsehauftritte eine feste Grösse. Er machte sich einen Namen als Sänger in der Musical-Komödie «Notre-Dame de Paris». Wir wollten ihn aber nicht als Variété-Künstler, so Savoy. «Garou hat zuletzt ein Rhythm’n’Blues-Album herausgegeben, das zu unserem Festival passt.»

Dass Garou derart zieht, hätten die Organisatoren trotzdem nicht erwartet. Er trat aber diesen Frühling als Juror in der Sendung «The Voice» im französischen Fernsehen auf und erhielt dabei viel Publizität. «Da sahen wir auch, dass Garou eine charismatische Person ist», sagt Nelson Savoy.

Estivale setzt auf Junge

Das Organisationskomitee von Estivale wurde in den letzten Jahren verjüngt, und es strebt auch beim Publikum eine Verjüngung an, erklärt der Co-Direktor. Deshalb habe man für die Hauptbühne ausschliesslich Künstler verpflichtet, die dieses Jahr oder allenfalls letztes Jahr ein neues Album herausgegeben haben. «Auf der Nebenbühne hatten wir Bands, die zum Teil noch gar kein Album produziert haben», so Savoy. Von dieser Plattform profitierten auch einige Freiburger Bands: Catillon, Get in the Car Simone, Willow John. Und fast ganz zum Schluss trat noch eine Walliser Band auf, die man ganz einfach entdecken muss: Kyasma. Mit ihnen ist ein Wiedersehen garantiert, vielleicht schon bald auf der grossen Bühne.

Unfall: Mann ertrinkt unweit des Festivalgeländes

A uf dem Gelände des Musikfestivals Estivale in Estavayer-le-Lac spielte die bekannte Schweizer Band 77 Bombay Street ihre letzten Stücke, während sich unmittelbar daneben im Neuenburgersee ein tragischer Unglücksfall ereignete. Ein 33-jähriger Mann ertrank am Sonntag in der Früh gegen 0.40 Uhr im See und konnte trotz lang andauernden Versuche nicht mehr wiederbelebt werden. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Freiburg befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls zwei Gruppen Menschen auf zwei Booten, nur rund 20 Meter vom Ufer entfernt. Gemäss ersten Ermittlungen habe der Mann entschieden, an Land zu schwimmen, um sich auf dem Festivalgelände Getränke oder Lebensmittelnachschub zu holen. Als er dann länger nicht zurückkam, haben seine Begleiter nach ihm zu suchen begonnen. Sie fanden ihn leblos im Wasser und alarmierten sofort die Rettungskräfte. Die Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg, der Mann verstarb. Wie Polizeisprecher Pierre-André Waeber am Sonntagnachmittag gegenüber den FN erklärte, ist es noch nicht klar, ob der Mann das Festivalgelände überhaupt erreicht hat. Der Wasserstand sei an der Unfallstelle so niedrig, dass man ans Ufer laufen könnte, so Waeber. Am Ufer befinden sich grosse Steinbrocken und darüber eine rund 1,50 Meter hohe Stützmauer. Sowohl Polizeisprecher Waeber wie auch Estivale Co-Direktor Nelson Savoy gehen davon aus, dass der Mann kein regulärer Festivalbesucher war. Insofern ist für Savoy kein direkter Zusammenhang zum Festival gegeben. Dennoch wurde er von der Polizei befragt. Gemäss Nelson Savoy war das Sicherheitskonzept von Estivale vorgängig von den Behörden genehmigt worden. Man habe auch schon diskutiert, an der Mole einen Zaun anzubringen, doch das könnte eher zu gefährlicheren Situationen führen, sagte Savoy am Sonntagnachmittag den FN. uh/sda

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