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Gutscheine für Weiterbildungen sollen definitiv eingeführt werden

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 Während vier Monaten wurden in der Stadt Freiburg und im Glanebezirk die Einführung von Bildungsgutscheinen getestet. 106 Personen bewarben sich um eine staatliche Unterstützung für den Besuch von Weiterbildungskursen, 70 erhielten einen Gutschein. Dies schreibt der Staatsrat in einem Bericht über das Pilotprojekt. Die Grossräte Xavier Ganioz (SP) und Jean-Pierre Siggen (CVP) hatten die Einführung von Bildungsgutscheinen gefordert.

Sie wollen erreichen, dass Menschen, die keine oder eine geringe Ausbildung haben, sich weiterbilden lassen können. Dies, um sich beispielsweise beruflich zu verändern oder die Stelle zu wechseln. Bisher erhielten sie dafür keine staatliche Unterstützung.

Studien hatten aufgezeigt, dass Menschen mit tiefem Bildungsniveau sich weniger weiterbilden. Bildungsgutscheine hatten sich als geeignete Anreizinstrumente erwiesen. Sie sollen die Kosten einer weiterführenden Ausbildung ganz oder mindestens teilweise decken. Der Staatsrat ging zuerst von Gutscheinen in der Höhe von 800 Franken aus. Im Schnitt hat der Kanton während der Versuchsphase Kosten im Wert von 615 Franken übernommen. Am Projekt konnten Menschen über 25 Jahre mit Wohnsitz in Freiburg und im Glanebezirk teilnehmen. Der Staatsrat rechnete mit Gesamtkosten von 50 000 Franken für die Gutscheine und Lohnkosten für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Beliebt waren vor allem Kurse zu Sprachen, Grundwissen in Schreiben, Lesen und Rechnen sowie Informatik undberufliche Standortbestimmungen. Auffällig war, dass sich überdurchschnittlich viele Frauen bewarben und Gutscheine erhielten. Die meisten Teilnehmer hatten einen Migrationshintergrund. Konkret wurden 55 Bons an Frauen und 15 an Männer verteilt. Über-50-Jährige waren untervertreten. Es zeigte sich, dass Vereine wie der Frauenraum für die Vermittlung wichtig sind. Auch das Engagement von Firmen, in denen das Zielpublikum arbeite, sei zentral.

Einführung ist vorgesehen

Das Pilotprojekt bestätige die Erfahrungen, so der Staatsrat: Bildungsgutscheine seien ein Anreiz, dass Menschen mit einem kleinen Bildungsrucksack Kurse belegen. Und sie fördern zudem die Integration von Migranten. Die Pilotphase habe aber auch gezeigt, dass es nicht einfach ist, das Zielpublikum zu erreichen. Zudem sei ein grosser Aufwand für die Koordination und die Verwaltung nötig. Der Staatsrat wirft auch die Frage auf, ob es sinnvoll ist, Vereine und von ihnen unterstützte Personen parallel zu subventionieren. Schliesslich sei es wichtig, Kurse dezentral führen zu können, damit sie auch Personen aus den ländlichen Gebieten besuchen können.

Der Staatsrat zieht in seinem Bericht eine positive Bilanz des Pilotprojekts und erwägt in seiner Legislaturplanung die definitive Einführung von Bildungsgutscheinen. fca

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