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«Habe Glück, hier wohnen zu dürfen»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda ruffieux

Sandrine Tavares muss Besuchern, die zum ersten Mal zu ihr kommen, nie ausführlich beschreiben, wo sie wohnt. Die Adresse ist einfach zu finden. Sie wohnt nämlich im «Wahrzeichen» von Giffers, im hohen Siloturm.

Etwas schwieriger wird die Beschreibung, wie man zur Wohnung in knapp 25 Metern Höhe kommt. Sie ist nämlich hauptsächlich durch einen Lift von der Rückseite des Gebäudes erreichbar. Sollte dieser einmal ausfallen, gibt es noch eine schmale Nottreppe, die ebenfalls hinaufführt.

Vor 45 Jahren gebaut

Der Grossvater von Sandrine Tavares, Hans Zbinden, hat den Siloturm 1964 gebaut. Heute wird darin Trockenfutter wie Getreide, Birnen usw. gelagert. Von Anfang an hat Hans Zbinden die Gebäude und Nebengebäude so geplant, dass für seine Kinder mehrere Wohnungen zur Verfügung stehen. So sind auch auf dem Silo zuerst eine und später eine zweite Wohnung entstanden.

Sandrine Tavares kennt die Wohnsituation in luftiger Höhe seit ihrer Kindheit, ist sie doch mit ihren Eltern und ihrer Schwester bereits in einer der Wohnungen aufgewachsen.

Ein Wandelgang

Die Wohnung selbst überrascht den Besucher in mehrfacher Hinsicht. Sie ist so angelegt, dass man den Aussenwänden entlang um die ganze Wohnung gehen kann, praktisch ohne von Zwischenwänden behindert zu werden.

Und da die Aussenwände mehrheitlich aus Fenstern bestehen, lebt Sandrine Tavares in einer sehr hellen, lichtdurchfluteten Wohnung. «Ich habe es gerne, wenn es offen ist.» Das entspreche ihrem Wesen. «Oft stehe ich morgens mit einer Tasse Kaffee am Fenster und schaue zu, wie die Sonne aufgeht», erzählt die junge Frau.

Exklusive Wohnlage

Dank der guten Weitsicht hat sie auch das Privileg, unzählige schöne Sonnenuntergänge gemütlich vom Wohnzimmer aus geniessen. Nicht nur wegen der vielen Ah’s und Oh’s von Besucherinnen und Besuchern wird die Kleinkinderzieherin immer wieder an ihre exklusive Wohnlage erinnert. «Es ist ein Glück, dass ich hier wohnen darf», ist sie sich bewusst. Wenn sie mal gestresst nach Hause komme, dann müsse sie nur einen Moment hinausschauen und verschnaufen, und es gehe ihr gleich besser.

Blitze und Schnee

Die Kehrseite dieser offenen Bauart ohne viel Vordach ist, dass die Wohnung bei schlechtem Wetter stark dem Regen und dem Wind ausgesetzt ist. Das stört Sandrine Tavares aber nicht, auch wenn der Turm bei Sturm ein wenig hin- und herschaukelt. «Bei einem Gewitter kann man von hier oben viele Blitze beobachten», sagt sie. Besonders schön ist die Aussicht im Winter. «Wenn es schneit, ist die Sicht von hier oben herrlich.»

Viele Fenster heisst in der Regel viel Arbeit. Sandrine Tavares sieht es nicht so eng. «Es kann mir ja niemand in die Wohnung schauen», meint sie mit einem Lachen.

Eine ganz andere Sicht

Überhaupt sieht die Welt von so hoch oben ganz anders aus. Die kleinen Rotfinken führen ihren Balzflug in Augenhöhe durch, und der Verkehr auf der dicht befahrenen Strasse zwischen Tentlingen und Giffers verläuft so weit unten, dass der Verkehrslärm kaum zu hören ist. Aus dieser Höhe sieht man in der Ferne Kirchtürme, Hügelkuppen, Feldwege und Wäldchen in allen Himmelsrichtungen. Es ist schwierig, einiges wegen der Distanz und der ungewöhnlichen Perspektive einer Gemeinde zuzuordnen.

Partys in luftiger Höhe

Als zusätzliches Plus darf Sandrine Tavares mit der Mieterin der oberen Wohnung die Terrasse auf dem Dach des Silos mitbenutzen. Dort ist neben den Pflanzenkübeln ihrer Nachbarin bestens Platz, um eine Party in luftiger Höhe zu feiern. Den Lärm des Silobetriebs hört man kaum, und auch an die Geruchsemissionen der Trockenfutterlagerung gewöhnt man sich.

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