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«Habe nie an der Qualität gezweifelt»

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«Basel war das bessere Team. Alles andere als ein Weiterkommen der Basler wäre ein Exploit unsererseits gewesen», erklärt Yvan Jungo, Sportdirektor von Floorball Freiburg. Im dritten Spiel der Halbfinal-Serie vom letzten Samstag waren die Freiburger nahe an einem Coup dran, als Olivier Müller bei Spielmitte den Führungstreffer erzielen konnte; am Ende setzte sich der überlegene Qualifikationssieger dennoch zum dritten Mal durch. «Trotzdem ist die Saisonbilanz sehr positiv. Die Qualifikation für den Halbfinal war als Aufsteiger nicht zu erwarten gewesen, die Playoffs waren hingegen nicht überraschend.» Für den Sportdirektor hat Freiburg bereits in den Jahren zuvor über ein NLB-Team verfügt, in den Aufstiegsspielen der 1. Liga dann aber jeweils versagt.

Änderungen im Trainerstaff

«Ich habe nie an der Qualität des Teams gezweifelt. Es war ein grosser Vorteil, dass wir mit so wenigen Veränderungen im Kader in die Saison gestartet sind. Vieles hatte sich bewährt. Konstanz, Teamgeist sowie eingespielte Automatismen liessen uns die Qualifikation so gut abschliessen (Red.: 5. Rang)», hält der ehemalige Schweizer Internationale fest. Verbesserungsmöglichkeiten sieht er beispielsweise im Powerplay und bei der Taktik. «Unser Spielsystem stimmt. Aber wir müssen uns überlegen, das System je nach Gegner anzupassen.»

Das will Jungo nicht als Kritik am Trainer verstanden haben. «Es gibt eigentlich keinen Grund, etwas zu ändern, auch wenn Abnützungserscheinungen normal sind», erklärt er mit Blick auf Richard Kaeser, der das Traineramt seit einigen Jahren innehat. «Wir stehen in Verhandlungen mit Richard. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit weiterführen.» Offen ist, wie diese Zusammenarbeit aussehen soll. «Wie wir den ganzen Staff aufbauen, ist noch nicht sicher. Richard hat die vergangenen Jahre extrem viel investiert und signalisiert, dass er zusätzliche Unterstützung braucht. Meine Idee ist es deshalb, mit neuen Leuten frische Ideen reinzubringen.»

Breites Kader hat sich bewährt

Retuschen wird auch das Kader erfahren. Adrian Jungo (Rücktritt), Valentin Vonlan­then (berufliche Gründe) und Elia Aerschmann (Reisen) verlassen den Club. Ersatz könnte aus Köniz kommen. «Sieben Spieler scheiden aus der U21-Mannschaft aus, und nicht jeder wird den Sprung in die NLA schaffen», sagt Jungo. Ziel des Sportdirektors ist es, wiederum ein breites Kader zusammenzustellen. «Das hat uns stark gemacht. Ausfälle konnten so kompensiert werden, und der Trainingsrhythmus war hoch.»

Ein wichtiges Mosaiksteinchen im Team war diese Saison der Finne Tomi Travanti, der nicht als grosser Skorer in Erscheinung trat (8 Tore und 9 Assists in 22 Qualifikationsspielen). «Dennoch war er extrem wichtig für uns. Seine Präsenz hat Tomi zu einem wichtigen Spieler gemacht.» Da er sehr gut integriert sei, möchte Freiburg den Finnen behalten. Ob gar ein zweiter Ausländer kommt, lässt Jungo offen. «Im Amateurbereich muss das Paket schon stimmen. Wir werden keine finanziellen Experimente wagen. Unsere Philosophie ist es, auf Spieler aus der Region, dazu zähle ich auch Bern, zu setzen.»

Bleibt die Frage, ob der Erfolg im Aufstiegsjahr die Ambitionen von Floorball Freiburg zusätzlich nährt und die NLA zu einem Thema wird. «Finanziell und bezüglich der Manpower reicht es dazu momentan nicht. Aber wir müssen uns Gedanken machen, ob unser langfristiges Ziel ist, die Liga zu halten oder vorne mitzuspielen. Wenn wir angreifen, dann nur in Zusammenarbeit mit einem Partner wie Floorball Köniz», stellt Jungo klar. In Sachen Zuschaueraufmarsch (bis zu 800 Fans im Playoff) sind die Freiburger hingegen bereits NLA-tauglich. «Das ist ein grosses Plus. Ich kann Spieler nicht mit Geld locken, aber dafür mit Emotionen. Die Unterstützung der Zuschauer ist unglaublich.»

Telegramm

Basel – Floorball Freiburg 6:4 (2:0, 1:3, 3:1)

Sandgruben, Basel. 346 Zuschauer. SR Britschgi/Gasser. Tore: 9. M. Sutter (P. Krähenbühl) 1:0. 20. T. Kasenurm (M. Jolma) 2:0. 27. O. Müller (D. Kaeser) 2:1. 29. V. Vonlanthen (M. Hayoz) 2:2. 32. O. Müller (D. Kaeser) 2:3. 33. T. Kasenurm (P. Mendelin) 3:3. 41. M. Jolma (M. Sutter) 4:3. 45. J. Köstinger (O. Müller) 4:4. 51. T. Conti (M. Jolma) 5:4. 60. M. Jolma (P. Mendelin) 6:4. Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. 2-mal 2 Minuten gegen Floorball Freiburg.

Männer. NLB. Playoff-Halbfinals (best of 5). Endstände: Basel – Freiburg 3:0. Thurgau – Astra Sarnen 2:3.

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