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Haftstrafe in Marokko läutert Kriminellen

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Ein 38-Jähriger hat mit Drogen gehandelt und war an einem Überfall auf ein Rentnerpaar beteiligt. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.

Mitten am Nachmittag war es, als im Januar 2008 drei bewaffnete und vermummte Männer in eine Villa am Murtensee eindrangen. Ihre Opfer, ein Ehepaar im Alter von 82 und 84 Jahren, hatte die Bande nicht zufällig ausgewählt: Die prunkvolle Villa gehörte einer der reichsten Familien des Kantons Freiburg.

Im Haus musste der Rentner, der im Rollstuhl sass, zunächst mitansehen, wie seine Frau mit einem Messer bedroht wurde. Dann zwangen ihn die Räuber mit einer Pistole, ihnen Bargeld auszuhändigen. Einer der Männer durchsuchte das Haus nach Schmuck. Mit 7000 Franken und Uhren verliessen die Männer den Tatort. Nach dem Überfall gelang es der Staatsanwaltschaft zunächst nicht, die Täter zu finden; der Fall wurde zu den Akten gelegt.

Gestern nun stand der Mann, der den Rentner mit einer Pistole bedroht hatte, vor dem Gericht des Saanebezirks. Er hatte sich Jahre später selbst gestellt. Der heute 38-Jährige war mehrfach vorbestraft und sass nach dem Raubüberfall mehrere Monate wegen Drogendelikten im Gefängnis. Als er 2012 erneut aus der Haft entlassen wurde, ging es nicht lange, bis er wieder in den Drogenhandel einstieg: Er war Teil eines internationalen Drogenhändlerrings. Durch einen Maulwurf gelang es den Ermittlern, den Mann zu identifizieren und international nach ihm zu fahnden. Ende 2013 wurde er in Marokko, wo er in den Ferien war, verhaftet. Über ein Jahr wurde er dort in einem Gefängnis inhaftiert – unter prekären Bedingungen. Erst im März 2015 wurde er an die Schweiz ausgeliefert.

Geständnis nach langer Zeit

Die Zeit im marokkanischen Gefängnis hat Spuren hinterlassen. Nach der Auslieferung in die Schweiz stellte sich der Mann und gestand nicht nur seine Drogengeschäfte, sondern auch die Beteiligung am Überfall am Murtensee.

Vor dem Strafgericht des Saanebezirks zeigte sich der Täter geläutert. Das Gericht nahm ihm die Reue ab, trotzdem forderte Staatsanwalt Jean-Frédéric Schmutz sechseinhalb Jahre Gefängnis. Nach der bereits verbüssten Gefängnisstrafe müsste der Mann nun noch dreieinhalb Jahre absitzen. Das Gericht fällt sein Urteil am 16. November.

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