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Hagel, Gewitter und passende Musik

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: pascal jäggi

Apokalypse auf dem Obermaggenberg: fliegende Zelte, fliehende Menschen, umstürzende Zäune; der Donnerstagnachmittag war nicht der ideale Auftakt für ein Openair-Festival. «Da sieht man wieder, wozu die Natur fähig ist», meinte Reto Kaeser vom OK am späteren Abend, immer noch beeindruckt von den Ereignissen. Eine gröbere Verletzung gab es zu beklagen: Ein junges Mädchen wurde auf dem Parkplatz des Festivals vom Hagel überrascht. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung musste es ins Spital Tafers gebracht werden. Am Freitag konnte das Mädchen allerdings bereits wieder entlassen werden, wie Reto Kaeser auf Anfrage bestätigte.

Nach dem ersten Schock ging es ans Aufräumen. Schliesslich waren die Bühnen bereit und die Essensstände wieder an ihren Plätzen. Alle halfen sich gegenseitig beim Aufbau der Schlafplätze und der Infrastruktur und so werden die Wagemutigen auch ihren Enkeln noch erzählen können, wie sie damals den Naturgewalten getrotzt hatten, um legendären Musikgruppen und DJs bei ihrer Arbeit zuzusehen.

Schönes neues Zelt

Das bisher weitläufige Gelände präsentiert sich in diesem Jahr verkleinert, die «Coupole» thront mittendrin. Am Donnerstag lag der Schwerpunkt im Kuppelzelt auf Hip-Hop, die «Ice Cream»-Crew (bekannt von Fri-Son-Parties) sorgte für Stimmung. Auf sechs Flachbildschirmen, eingerichtet vom Künstleratelier anyma, flimmerten Aufforderungen wie «Händ ue» ans Publikum.

Die Hauptbühne beherbergte eher rockigere Acts. Tasteless aus Freiburg spielten harte Rocksongs mit einfühlsamen Passagen. Als Zugabe gab es noch was für die jüngeren Zuschauer, «Pokerface» von Lady Gaga. Ironisches Mundwinkelverziehen bei den Szenetypen, Mitsingen aus vollem Hals von den Mainstream-Kids.

Gewitter zum Zweiten

Weil ein Gewitter offenbar nicht gereicht hatte, öffnete der Himmel seine Schleusen gegen 22 Uhr wieder. Schliesslich kam die Wiese bisher in sattem Grün daher. Das darf nicht sein, brauner Matsch ist in diesem Festivalsommer angesagt. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, für das Konzert der holländischen Formation zZz waren wieder alle vor der Hauptbühne versammelt. Zu Recht, die beiden Herren sind alles andere als Schlafmützen.

Althippie Björn sass am Schlagzeug, und machte Ansagen wie der grösste Kiffer, wusste aber die Drumsticks flink zu nutzen und sang dazu bedeutungsschwanger. Sein Mitstreiter Daan an den Tasteninstrumenten lag meist weit nach vorne gebeugt über dem Piano, traf die Töne aber dennoch. Geboten wurde spassiger Electro-Rock, mal psychedelisch angehaucht, dann gar easy-listening-mässig. Dem Publikum gefiels und auch die Band schien sich wohlzufühlen, trotz dem Sch … wetter, wie sich Björn unverblümt ausdrückte.

Wie in jedem Jahr waren am festivaltechnisch schwierigen Donnerstag nicht Massen von Menschen nach Alterswil gepilgert, unter den besonderen Umständen ist der Start dennoch geglückt.

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